Datenskandal

Kundenverband SWA fordert transparentere Aufklärungspolitik

Noch reagleren die Kunden in der Schweiz nicht auf den Datenskandal. Doch sie haben konkrete Forderungen
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Noch reagleren die Kunden in der Schweiz nicht auf den Datenskandal. Doch sie haben konkrete Forderungen
In der Schweiz haben bislang keine Unternehmen Werbung auf Facebook aufgrund des Datenskandals gestoppt oder gekürzt. Das geht aus einer HORIZONT-Anfrage an den Schweizer Werbe-Auftraggeberverband SWA/ASA hervor.
Bislang sind dem mächtigen Kundenverband keine Mitglieder bekannt, die ihr Buchungsverhalten auf Facebook aufgrund des Datenskandals verändert haben. Das bedeutet aber nicht, dass die Unternehmen sich nicht mit dem Thema beschäftigen würden, wie SWA-Direkor Roland Ehrler weiß: "Solche Ereignisse führen immer zu Diskussionen auf der Kundenseite. In der Regel wird deswegen nicht kurzfristig reagiert."


Trotzdem sollte sich das soziale Netzwerk nicht auf der sicheren Seite fühlen. Der SWA hat an die Plattform konkrete Forderungen, wie Ehrler sagt. "Unser Verband erwartet das Gleiche wie alle Facebook Nutzer: Facebook muss den Schutz der persönlichen Daten unter allen Umständen sicherstellen!". Zudem verlangt der Direktor eine rasche Aufklärung der Ereignisse sowie eine transparentere Informationspolitik. Doch es gibt noch einen dritten Punkt, der dem SWA wichtig in der Debatte um die sozialen Netzwerke und deren Verhalten wichtig ist. "Darüber hinaus wünschen wir uns schon länger, dass sich Facebook und andere globale Player vermehrt an die Spielregeln nationaler Werbemärkte halten. Wie heisst es doch: think global – act local. Davon spüren wir in der Schweiz von den Grossen wenig!".

In den vergangenen Wochen hatten unter anderem die Commerzbank, Mozilla und Sonos ihre Aktivitäten auf Facebook unterbrochen. Sonos wirbt mittlerweile aber wieder auf der Plattform.  mir
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