Comparis-Umfrage

Bargeldlos zahlen ja, aber nicht per Handy

Mobile Payment Systeme wie Twint werden von Schweizern nur selten genutzt
zVg.
Mobile Payment Systeme wie Twint werden von Schweizern nur selten genutzt
Jeder dritte Schweizer glaubt an eine Zukunft ohne Bargeld, und jeder zweite zahlt bereits kontaktlos. Doch das Handy bleibt trotz Apple Pay, Twint & Co als Zahlungsmittel eine Randerscheinung. Das zeigt eine Umfrage von comparis.ch.


Bargeldloses Bezahlen ist auf dem Vormarsch. Bereits 17 Millionen Kredit- und Debitkarten sind laut der Schweizerischen Nationalbank in der Schweiz im Umlauf. Auch die Zahl der damit getätigten Transaktionen hat im letzten Jahr einen Höchststand erreicht: Über eine Milliarde Transaktionen wurden letztes Jahr mit der Kredit- oder Debitkarte getätigt. Schon 30 Prozent der Schweizer Bevölkerung können sich laut einer repräsentativen Umfrage des Online-Vergleichsdienstes comparis.ch eine bargeldlose Schweiz vorstellen.

Jeder Zweite zahlt auch schon kontaktlos - ohne die Eingabe eines PIN-Codes. Primär werden dafür Kredit- oder Debitkarten genutzt. Trotz der hohen Verbreitung sind die Schweizer allerdings vorsichtig bei Zahlungen mit dem neuen Feature. So äussern 72 Prozent der Befragten Sicherheitsbedenken im Falle eines Kartenverlusts - nicht ganz zu Unrecht. Ist das Zahlen per Smartphone eine Alternative? In Zukunft schon. 38 Prozent der Befragten glauben, dass das Bezahlen mit dem Smartphone die Debit- und Kreditkarten dereinst ablösen wird. Doch lediglich drei Prozent der Befragten zücken schon jetzt das Handy für kontaktlose Zahlungen. Und nur gerade ein Prozent der Befragten nennt Mobile Payment Systeme wie Apple Pay, Samsung Pay und Twint als bevorzugtes Zahlungsmittel. Knapp zwei Drittel der Umfrageteilnehmer nutzt Mobile Payment nie. Als Grund nennt Comparis-Telecom-Experte Jean-Claude Frick die Unvereinbarkeit der Systeme: „Die Bezahlung mit dem Smartphone erscheint vielen Nutzern kompliziert, wozu die drei untereinander inkompatiblen Systeme Apple Pay, Twint und Samsung Pay in der Schweiz massgeblich beitragen.“

Bargeld hingegen verliert nichts destotrotz an Popularität in der Schweiz. So geben nur mehr 40 Prozent Noten und Münzen als beliebtestes Zahlungsmittel an (gegenüber Debitkarten mit 34 Prozent und Kreditkarten mit 25 Prozent). Dabei sind es vor allem die Frauen, die dem Bargeld die Stange halten. 43 Prozent der Frauen bevorzugen Bargeld gegenüber den anderen Zahlungsalternativen. Bei den Männern sind es nur 36 Prozent. vg

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