Clear Channel Schweiz

Vermarktet neu auch die Screens in den Swiss Lounges am Flughafen Zürich

Die Swiss Lounges am Flughafen Zürich sind nun und wohl für viele Jahre in Clear Channel-Hand.
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Die Swiss Lounges am Flughafen Zürich sind nun und wohl für viele Jahre in Clear Channel-Hand.
Die Fluggesellschaft Swiss überträgt Clear Channel Schweiz (CCS) die Werbevermarktung auf den Screens in den Swiss Lounges am Flughafen Zürich. Der Entscheid ist insofern pikant, als demnächst eine Aussenwerbe-Ausschreibung des Flughafen Zürich bevorsteht.
Mit dem neuen Angebot baut CCS  das digitale Out-of-Home-Geschäft weiter aus und bietet nationalen und internationalen Werbeauftraggebern ein qualitativ hochstehendes und innovatives Angebot, heisst es in einer CCS-Mitteilung. Und weiter: "Das einzigartige Umfeld der Swiss Lounges bietet hochwertige Kontakte zu Besuchern und deren Aufenthaltsdauer in entspannter Umgebung ist prädestiniert für Brandingkampagnen."

Die Swiss Business-, Senator- und First Class Lounges verfügen über 33 digitale Screens und sind prädestiniert für Werbekunden, die eine kaufkräftige und markenaffine Zielgruppe suchen. Das neue CCS-Angebot "Digital Branding Swiss Lounges" startet gleichzeitig mit der Eröffnung der Swiss Senator und Business Lounge im Dock A, welche auf Juli 2018 geplant ist.

Damit bleibt CCS auf jeden Fall am Flughafen präsent

Wenn man bedenkt, dass die Flughafen Zürich AG eine Ausschreibung der Aussenwerbe-Konzession am Flughafen per Ende 2018 oder anfangs 2019 in Aussicht gestellt hat, ist der Entscheid der Swiss pikant. Denn er bedeutet: Wer auch immer dereinst den Zuschlag der Flughafenbetreiberin erhält – CCS bleibt auf jeden Fall zumindest in den Swiss Lounges am Flughafen Zürich präsent.

Aber auch CCS handelt in diesem Fall widersprüchlich, hat doch der Aussenwerber erst kürzlich eine Aufsichtsbeschwerde gegen die Stadt Fribourg eingereicht, in der er sich unter anderem darüber beklagt hatte, dass die Ausschreibung der Stadt unvollständig sei: Die attraktiven Stellen an Buswartehallen waren von der Ausschreibung ausgenommen und mittels langjährigem Vertrag an die APG vergeben worden (HORIZONT Swiss berichtete). Nun also besetzt CCS selber vorzeitig und wohl ebenfalls auf viele Jahre hinaus einen bestimmten attraktiven Raum am Flughafen Zürich. Allerdings mit einem Unterschied, der CCS ein Stück weit entlastet: Swiss und Flughafen Zürich sind verschiedene Eigentümer, sie müssen also ihre Vergaben nicht miteinander abstimmen. Dennoch: Die Sache ist sowohl seitens CCS als auch seitens Swiss höchst unsensibel. Umso mehr, als CCS schon seit 2001 ununterbrochen und ohne Ausschreibungen (!) Aussenwerbe-Konzessionär der Flughafen Zürich AG ist. Letzteres nimmt CCS denn auch in seiner Mitteilung auf, wo er triumphiert, dass die Swiss mit ihrem Vergabeentscheid "sowohl auf unsere langjährige und weltweite Erfahrung im Airport Business als auch auf unsere Kontakte zu weltweit tätigen Marken" setze. knö


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