Cannes Lions

iart Basel holt einen goldenen Design-Löwen

iart Basel gewinnt mit Lichtfries für das Kunstmuseum Basel Gold bei den Cannes Lions
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iart Basel gewinnt mit Lichtfries für das Kunstmuseum Basel Gold bei den Cannes Lions
Nach vier bronzenen Löwen für Freundliche Grüsse, TBWA Zürich und Jung vonMatt/Limmat (2) holt die Baseler Agentur iart einen goldenen Löwen in der Festivalsparte Design. Gewonnen hat iart die Trophäe mit der Arbeit "Lichtfries" für das Bau- und Verkehrsdepartment Basel. JvM konnte seine Shortlistplatzierungen in Design und Media diesmal nicht in Löwen umwandeln.
Die mit Gold ausgezeichnete Arbeit "Lichtfries" für den Neubau des Kunstmuseum Basel hat iart gemeinsam mit den Architekten Christ & Gantenbein entwickelt. Der Lichtfries soll die Backsteinfassade des Baukörpers subtil mit Schrift- und Formelementen bespielen. Die Arbeit wurde zuvor bereits diverse Male mit Preisen belohnt: im April vom ADC Switzerland mit Gold, genau wie einen Monat später beim Golden Award of Montreux, dem iF Award und der One Show, um nur einige zu nennen.
Der goldene Löwen ist nur einer von vielen Preise, die Lichtfries bereits gewonnen hat
© iart
Der goldene Löwen ist nur einer von vielen Preise, die Lichtfries bereits gewonnen hat



Unter den fünf heute vergebenen Grand Prix sind erneut zwei Arbeiten zu finden, die sich gesellschaftlichen Themen widmen: Bei Product Design holt sich Grey Columbia mit der Payphone Bank den Grand Prix – der nebenbei erwähnt der erste ist, der jemals im Hauptwettbewerbt an eine Agentur aus dem südamerikanischen Land gegangen ist. Die Entwicklung der Payphone Bank ermöglicht Millionen von Einwohnern in Kolumbien, die bislang aufgrund ihres extrem niedrigen Einkommens keinen Zugang zum Finanzsystem hatten, sich daran zu beteiligen und ein Konto via Payphone zu eröffnen. „Unserer Jury war das soziale Anliegen der Arbeit sehr wichtig. Aber der Grand Prix hat außerdem alles, was er sonst noch braucht, um diesen Preis zu gewinnen: ein tolles Interface, Form, Function, Impact“, sagt Jury-Präsidenten Ruth Berktold (Yes Architecture).

In der Sparte Design hat AP Thailand das „Unusual  Football Field“ entworfen und umgesetzt, das aus zugemüllten Großstadtbrachen Spielflächen macht, die andere Maße haben als gewöhnliche Fußballfelder, aber eben Kindern neue Spielflächen bieten. „Die Arbeit zeigt den Willen, die Norm zu brechen mit einer großartigen, einfachen Idee“, lobt Jury-Chefin Sandra Planeta (Planeta Design).


Die weiteren Grand Prixs des heutigen Tages gehen dagegen an klassische Markenauftritte wie etwa in Music, wo Adidas und Johannes Leonardo als Sieger vom Platz gehen, sowie an den Retailer Jet.com mit R/GA in New York und die Santander Bank und die betreuenden Agenturen MRM/McCann Spanien in Madrid. ems

Die heutigen Grand Prix Sieger:

Design: Ogilvy & Mather in London mit „Interpretation“ für The UCL Centre for the Forensic Sciences
Entertainment: MRM/McCann in Madrid mit „Beyond Money“ für Santander Bank
Entertainment for Music: Johannes Leonardo in New York mit „Original is never finished“ für Adidas Originals“
Media: R/GA in New York mit „Innovating Saving“ für Jet.com
Product Design: Grey in Colombia mit „Payphone Bank“ für Tigo-Une

Die heutige Preisverleihung in Zahlen:

Design Lions: 112 Löwen insgesamt / 2780 Einsendungen (2016: 104 Löwen / 2856 Einsendungen)
Entertainment Lions: 78 Löwen insgesamt / 1793 Einsendungen (2016: 61 Löwen / 1843 Einsendungen)
Entertainment Lions for Music: 33 Löwen insgesamt / 511 Einsendungen (2016: 32 Löwen / 636 Einsendungen)
Media Lions: 95 Löwen insgesamt / 2949 Einsendungen (2016: 97 Löwen / 2984 Einsendungen)
Product Design Lions: 22 Löwen insgesamt / 435 Einsendungen (2016: 11 Löwen / 540 Einsendungen)
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