Cannes Lions

Warum Markus Ruf die Cannes Lions kritisch sieht

Markus Ruf, Co-Inhaber und -Kreativchef Ruf Lanz
© Ruf Lanz
Markus Ruf, Co-Inhaber und -Kreativchef Ruf Lanz
Beim ADC Switzerland hat Ruf Lanz abgeräumt: Einmal Gold, viermal Silber und dreimal Bronze. In Cannes reicht die Agentur zurückhaltend ein. Warum, erklärt Markus Ruf, Co-Inhaber und -Kreativchef Ruf Lanz, im Interview.
Mit welchen Arbeiten geht Ruf Lanz in Cannes ins Rennen?
Mit ganz wenigen, denn wir stehen Cannes heute kritischer als früher gegenüber. Hauptgrund dafür ist der inflationäre Zuwachs an Kategorien, Unterkategorien und ganzen Parallelfestivals. Gut fürs Business des Festivals, schlecht für die Strahlkraft der Löwen.

Welche Chancen rechnet Ihr Euch aus?
Wenn man so zurückhaltend einreicht wie wir, wäre es vermessen, mit Löwen zu rechnen. Wir produzieren auch nicht extra Award-Cases, um welche zu gewinnen.

Blickst Du nach Eurem jüngsten Erfolg beim ADC entspannt oder angespannt nach Cannes?
Entspannt, denn ADC und Cannes sind zwei Paar Schuhe. Der nationale ADC kann auch Kampagnen auszeichnen, die von überraschendem Lokalbezug leben - weil er diesen begreift. In Cannes muss alles von der internationalen Gemeinschaft verstanden werden und einen globalen Nerv treffen. Dass eine Arbeit beim ADC gewinnt, heisst deshalb überhaupt nicht, dass sie auch in Cannes gewinnen muss.

Beim ADC Switzerland hat Ruf Lanz Gold mit dem Auftritt für "Tier im Recht" geholt
© Ruf Lanz
Beim ADC Switzerland hat Ruf Lanz Gold mit dem Auftritt für "Tier im Recht" geholt
Welche Party wollt Ihr in Cannes nicht verpassen?
Wir gehen nicht nach Cannes, weil zeitnah die Art Basel stattfindet, die grösste Kunstmesse der Welt - ebenfalls ein Quell der Inspiration. Zwei Wochen weg liegt zeitlich leider nicht drin.






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