BitsaboutMe

Startup will den Nutzern in der DACH-Region die Kontrolle über ihre Daten zurückgeben

Angst vor der Datenkrake? BitsaboutMe verspricht Abhilfe.
BitsaboutMe
Angst vor der Datenkrake? BitsaboutMe verspricht Abhilfe.
Das Schweizer Startup BitsaboutMe wird im Mai einen Online-Daten-Marktplatz bereitstellen, auf dem Verbraucher in der DACH-Region Informationen über ihre persönlichen Online-Aktivitäten und Kundendaten an einem sicheren Ort sammeln, transparent einsehen und kontrollieren können.

Die beiden Gründer von BitsaboutMe, Christian Kunz (CEO) und Christophe Legendre (CTO) behaupten, mit diesem Daten-Marktplatz den Verbrauchern die Kontrolle über ihr digitales "Ich" zurück zu geben: Mit der neu eingeführten Marktplatz-Funktion will BitsaboutMe seine Nutzer unterstützen, ihr persönliches Datenprofil zu erstellen und unter voller Kontrolle mit Dritten gegen Vergütung zu teilen.

Unternehmen und Organisationen, die ihre Produktentwicklung, Produktion, Marketing und Kundenbeziehungsmanagement datengetrieben optimieren, können über BitsaboutMe Zugang zu qualitativ hochwertigen Nutzerprofilen mit Einwilligung der Nutzer erwerben. Damit erhalten Unternehmen eine attraktive Datenschutz-Lösung, die die strengeren Auflagen, insbesondere die erforderlichen Kundeneinwilligungen zur Datenverarbeitung der ab 25. Mai 2018 in der EU geltenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) abbildet.

Alle persönlichen Daten in der Cloud

BitsaboutMe bietet jedem Nutzer einen nur ihm zugänglichen Persönlichen Datenspeicher (PDS). Daten-Accounts für Social Media (Facebook, Twitter, Instagram), Online/Email (Google) sowie von Kundenbindungsprogrammen (Migros/Cumulus) können einfach hochgeladen werden. Die Integrationen weiterer Datenquellen werden kontinuierlich ausgebaut.

Dank smarter Datenorganisation und einer ansprechenden Visualisierung werden große Mengen persönlicher Daten in einem Dashboard übersichtlich und intuitiv verständlich dargestellt. Über Volltextsuche sind alle Informationen nachvollziehbar, mittels persönlich konfigurierbarer Widgets lassen sich Verhaltensweisen über definierte Zeiträume oder Geografien abbilden. Erstmalig erhält der Nutzer einen 360-Grad-Überblick über sein digitales Leben und damit auch die Möglichkeit, sein Online-Verhalten bei Bedarf zu verändern.
"Ähnlich wie eBay vor 20 Jahren den Online-Handel neu erfunden hat, wollen wir mit unserem Daten-Marktplatz einen neuen, fairen Datenaustausch für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen ermöglichen. Indem persönliche Daten jetzt unter voller Nutzerkontrolle getauscht und gehandelt werden können, bekommt der Verbraucher die bestmögliche Kontrolle und ein Gespür für den Wert seiner Daten. Wir sehen hier insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um die Datenweitergaben durch Facebook ein sehr großes Interesse der Verbraucher im Markt. BitsaboutMe eröffnet seinen Nutzern erstmals die Möglichkeit, sich an der Wertschöpfung der von ihnen erschaffenen Daten unmittelbar zu beteiligen und deren Verfügbarkeit selbst zu steuern," fasst CEO und Co-Gründer Christian Kunz seine Vision zusammen.

Und so funktioniert das Geschäftsmodell

Als ehemaliger CEO von ricardo.ch und Verantwortlicher bei eBay für die weltweite Werbevermarktung kennt Kunz die Mechanismen von Vertrauen und Sicherheit im Internet und weiß, wo der Hebel ist, um das aus der Balance geratene Kräftespiel um persönliche Daten zukunftsfähig zu gestalten. "Wir geben Verbrauchern die Möglichkeit, ihre Daten transparent zu ihren eigenen Konditionen zu teilen. Dies kann gegen Bezahlung oder auch im Austausch mit einem besseren, personalisierten Service erfolgen. In jedem Fall findet der Austausch von Daten immer mit einem klar definierten Gegenwert statt."

BitsaboutMe fungiert als Frontend und Verteiler für die Daten. Entscheidet sich ein Nutzer, sein Datenprofil zum Tausch oder Verkauf anzubieten und erhält von einem interessierten Unternehmen ein Angebot, muss er explizit seine Zustimmung (Consent) zur Nutzung erteilen. BitsaboutMe bereitet die Profildaten für die Abwicklung auf, die auf Basis klar festgelegter und transparenter Nutzungsbedingungen erfolgt. Unternehmen erhalten Zugang zum Nutzerprofil via API-Schnittstellen, wobei immer nur solche Daten weitergegeben werden, zu denen der Nutzer explizit seine Einwilligung erteilt hat, alle anderen Daten bleiben sicher verschlüsselt im Persönlichen Datenspeicher.

BitsaboutMe ist für Verbraucher kostenlos. Unternehmen zahlen für den Zugang zu persönlichen Datenprofilen eine Vergütung an den Verbraucher, BitsaboutMe erhält davon eine Transaktionsgebühr. Die BitsaboutMe AG wurde im Januar 2017 in Bern gegründet und aus dem Kapital der Gründer finanziert. Eine erste Finanzierungsrunde mit einer Gruppe internationaler Business Angels wurde im März 2018 erfolgreich abgeschlossen.



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