Billag verliert Auftrag

Radio- und TV-Abgaben werden künftig von der Serafe AG erhoben

Absender Bundesrat während der Debatte um die Billag
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Absender Bundesrat während der Debatte um die Billag
Ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bringt der Serafe AG den Zuschlag für die Erhebung der neuen gerätunabhängigen Radio- und Fernsehabgabe. Das Secon-Tochterunternehmen hatte sich im Zuge eines öffentlichen Ausschreibungsverfahrens des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) durchgesetzt. 

Die Serafe AG habe mit einem Umsetzungskonzept überzeugt und zudem das wirtschaftlich günstigste Angebot unterbreitet, teilt das UVEK mit. Das Mandat am 1. Juli 2017 und läuft bis Jahresende 2025. Am 1. Juli 2017 wird die Serafe AG mit dem Aufbau der Infrastruktur und des notwendigen Informatiksystems beginnen. Die Daten, die für die Erhebung der Haushaltabgabe nötig sind, stammen aus den Einwohnerregistern. Sie werden von den Kantonen und Gemeinden geliefert. Bis Ende 2018 hat die Serafe AG sämtliche Vorbereitungen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden zu treffen, damit der Start des neuen Abgabesystems fristgerecht und in guter Qualität sichergestellt wird.

Wie hoch die neue Abgabe sein wird, ist noch nicht festgelegt. Der Schweizer  Bundesrat werde rechtzeitig vor Inkrafttreten des neuen Systems darüber entscheiden, so die Mitteilung. Nach dem Referendum zur Revision des Radio- und Fernsehgesetzes (RTVG), das am 14. Juni 2015 zugunsten der Neuordnung ausfiel, wird damit die die heutige Empfangsgebühr durch eine allgemeine, geräteunabhängige Abgabe abgelöst. Da die Finanzierung so auf mehr Schultern verteilt würde und administrativ einfacher sei, könne die Abgabe für Radio und Fernsehen für die Haushalte auf deutlich unter 400 Franken pro Jahr gesenkt werden, so der Bundesrat.ems 




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