Alexander Theobald

"Wolfgang Büchners kurzes Wirken war keine verlorene Investition"

Übernimmt zusätzlich die Aufgaben von Wolfgang Büchner: Alexander Theobald
Ringier
Übernimmt zusätzlich die Aufgaben von Wolfgang Büchner: Alexander Theobald
Seit gestern ist Alexander Theobald, Chief Operating Officer von Ringier Schweiz, gleichzeitig auch interimistischer Geschäftsführer der Blick-Gruppe. Wieder – muss man eigentlich sagen. Denn Theobald hatte diese Zusatzaufgabe schon einmal inne, nämlich von April bis Juli 2015, unmittelbar vor Wolfgang Büchners Stellenantritt. HORIZONT Swiss stellte ihm deshalb ein paar Fragen.

Hatten Sie ein Déjà-Vu-Erlebnis, als Sie gestern früh die Aufgabe als interimistischer Leiter der Blick-Gruppe antraten? Da ich auch unter der Leitung von Wolfgang Büchner immer stark in die Blick-Projekte involviert war und die Entwicklung des Newsrooms stark verfolgt habe, gab es gestern Morgen weder ein Déjà-vu noch Überraschungen.


Als Wolfgang Büchner vor einem Jahr zur Blick-Gruppe kam, übernahm er sie von Ihnen, dem damaligen interimistischen Leiter (von April bis Juli 2015). Jetzt sind Sie es wieder. Wäre es nicht für alle Seiten besser gewesen, Sie wären es gleich geblieben? Wolfgang Büchner hat in seiner kurzen Zeit als Geschäftsführer wichtige Entwicklungsschritte des Newsrooms der Blick-Gruppe eingeleitet und wird einige dieser Projekte bis zu seinem Ausscheiden im Oktober 2016 mit voller Kraft weiter vorantreiben. Wir konnten stark von seinem Wissen bezüglich digitale Transformation von Medienmarken profitieren und sind heute mit der Blick-Gruppe an einem anderen Punkt als noch vor einem Jahr. Wir halten an seinem eingeschlagenen Weg fest. Sein Wirken – auch wenn es kürzer war als erwartet – bleibt also nicht ohne Resultat. Insofern war das keine verlorene Investition.

Sind Sie als Chief Operating Officer von Ringier Schweiz derart unterfordert, dass Sie ohne Weiteres hin und wieder als Leiter Blick-Gruppe einspringen können? Die Leitung der Blick-Gruppe ist eine sehr verantwortungsvolle und spannende Aufgabe. Da ich seit 2014 in die Projekte der Blick-Gruppe involviert bin, lag es auf der Hand, dass ich erneut interimistisch die Geschäftsführung übernehme. Ich habe ein starkes Team, welches mich in den kommenden Wochen bei der Erfüllung beider Aufgaben bestens unterstützt.

Was ist heute bei der Blick-Gruppe anders als vor einem Jahr? Betreffend konvergenter Arbeitsweise im Newsroom sind wir heute an einem völlig anderen Punkt. Zudem wurde die digitale Transformation der Blick-Gruppe vorangetrieben. Der Bereich Video hat sich stark entwickelt. Im Januar 2016 wurde der Blick-Desk neu formiert und mit Peter Röthlisberger und Iris Mayer hat ein neues Führungsteam übernommen.

Ringier-CEO Marc Walder sagte neulich im HORIZONT-Interview, bei Ringier würden interimistische Lösungen manchmal auch zu definitiven. Könnten Sie sich das auch für sich bei der Blick-Gruppe vorstellen? Nein, das ist zur Zeit kein Thema.



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