Agenturen

Ziemlich friedliches Miteinander

GF-Team von Heimat Zürich: Roman Jud, Nico Ammann und Simon Rehsche (v.l.)
Heimat
GF-Team von Heimat Zürich: Roman Jud, Nico Ammann und Simon Rehsche (v.l.)
Vorurteile gibt es auf beiden Seiten. Im Gegenzug aber auch Begeisterung füreinander. Die Rede ist von Agenturen und Kreativen auf beiden Seiten der Deutsch-Schweizer Grenze. Spätestens seit sich Heimat und Thjnk mit Büros in Zürich um Schweizer Kunden kümmern, wird verstärkt über das Thema diskutiert.

Richtig laut war die Debatte bislang nur einmal, als Heimat 2012 von der Swisscom den Auftrag erhielt, die Werbung für die Privatkundensparte des vom Staat unterstützten Unternehmens zu gestalten. Ein Unding, fanden viele Schweizer Werber. Seitdem hat sich der Unmut in weiten Teilen gelegt, gelästert wird höchstens diskret. Dazu beigetragen hat sicherlich, dass Heimat seit April 2016 ein Büro in Zürich betreibt, das mit Nico Ammann, Roman Jud und Simon Resche drei gebürtige Schweizer leiten.


Die Gelassenheit gegenüber den Deutsch-Schweizer Neugründungen resultiert aber vielleicht auch daraus, dass diese doch nicht so unwirsch auftreten, wie ihnen mancher vorwirft. „Selbstverständlich können Agenturen, die einen Teil ihrer Arbeit in Deutschland machen lassen, anders kalkulieren als reine Schweizer Agenturen. Bis heute haben wir nicht sehen können, dass Agenturen, die von Deutschland aus ihre Fühler in die Schweiz ausstrecken, das Land mit Billigangeboten überschwemmen“, sagt etwa Wirz-Manager Städeli. Vielleicht macht aber auch gelassen, dass deutsche Kreative, die einmal in die Schweiz gegangen sind, nicht mehr zurückwollen. ems

 



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