Ad Fraud, Brand Safety, Viewability

IAS vergibt der Schweizer Digitaltwerbung erstmals Noten

Die gute Nachricht: Fast ein Viertel der Display Ads erscheint während mindestens 15 Sekunden im Blickfeld des Users.
IAS
Die gute Nachricht: Fast ein Viertel der Display Ads erscheint während mindestens 15 Sekunden im Blickfeld des Users.
Der weltweit tätige Technologieanbieter Integral Ad Science (IAS) legt erstmals Daten und Grafiken für die Schweiz und Österreich vor. Demnach schneidet Schweizer Display-Werbung in den Kategorien Ad Fraud, Brand Safety und Viewability etwas besser ab als in Deutschland und Österreich.
Anfang des Monats veröffentlichte der weltweit tätige Technologieanbieter Integral Ad Science den neuen Media Quality Report für den deutschen Markt (HORIZONT Swiss berichtete). Nun legt er mit Zahlen und Grafiken zur Schweiz und Österreich nach. Die Analyse basiert auf den in beiden Ländern ausgelieferten Ad-Impressions im zweiten Halbjahr 2017.

Die wichtigsten Ergebnisse: 
Die Schweiz schneidet mit einem Ad Fraud Wert von 5,6 Prozent in nicht-optimierten Kampagnen deutlich besser ab als Deutschland (13,3%). In gegen Werbebetrug geschützten Kampagnen sind lediglich 0,5 Prozent der Impressions von Ad Fraud betroffen.
Wenn sie falsch platziert wird, dann landet Schweizer Display-Werbung am ehesten auf Sites mit aggressiven Inhalten oder Alkohol.
Wenn sie falsch platziert wird, dann landet Schweizer Display-Werbung am ehesten auf Sites mit aggressiven Inhalten oder Alkohol. (© IAS)
Das Markenrisiko für Displaywerbung beträgt in der Schweiz 8,5 Prozent. Neben Alkohol tritt hierbei „offensive language“ als Risikokategorie hervor. Dem Markenrisiko von 6,1 Prozent in der Direktvermarktung über Publisher steht ein Anteil von 9,3 Prozent potenziell markenschädigender Impressions im Programmatic Advertising gegenüber.



Mit einer Viewability-Rate von 58,2 Prozent schneidet die Schweiz etwas schlechter ab als Deutschland (61,7%). Im programmatischen Medieneinkauf waren nur 57,8 Prozent der ausgespielten Impressions eine Sekunde lang für mindestens zur Hälfte der Anzeigengröße sichtbar.
(© IAS)

Österreich: Etwas schlechter als die Schweiz, aber meist besser als Deutschland

Betrügerische Aktivitäten verzeichnen bei optimierten Kampagnen in Österreich einen Wert von 0,8 ProzentOhne den Einsatz von Technologien zur Betrugsbekämpfung sind 8,2 Prozent der Impressions von Ad Fraud betroffen, was einer deutlich geringeren Zahl als im deutschen Markt (13,3%) entspricht.


Mit einem Markenrisiko von 9,3 Prozent liegt Österreich bei Brand Safety 0,5 Prozentpunkte vor Deutschland (8,8%). Im programmatischen Einkauf sind 10,4 Prozent der ausgelieferten Impressions in Österreich in nicht sicheren Umfeldern aufgetaucht. Sowohl im Direktkauf über Publisher als auch im programmatischen Medieneinkauf entfallen markenschädigende Inhalte vorwiegend auf die Risikokategorien Alkohol und Erwachseneninhalte.Die Desktop-Viewability fällt mit 57,9 Prozent geringer aus als im deutschen Markt (61,7%). Gemessen am internationalen Standard des Media Rating Council (MRC) wurde demnach nur die reichliche Hälfte der Display-Ads tatsächlich von den Nutzern gesehen.

Hier finden Sie alle Grafiken.
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