AZ Medien

Medienhaus gibt Konzessionen für Radio Argovia und Radio 24 ab

   Artikel anhören
AZ gibt Konzessionen für Radio Argovia und Radio 24 ab
© zVg.
AZ gibt Konzessionen für Radio Argovia und Radio 24 ab
Radio Argovia und Radio 24 senden auch künftig weiter, doch deren Eigentümerin AZ Medien gibt die Konzessionen für ihre beiden Sender ans Bundesamt für Kommunikation (Bakom) zurück. Im Klartext heißt das. Die Radios bleiben weiterhin im Besitz von AZ Medien. Ihr Status ändert sich aber von konzessionspflichtig zu meldepflichtig.




Eine Konzession benötigen laut Bakom die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR) und die anderen Veranstalter mit einem Leistungsauftrag (mit oder ohne Gebührenanteil). Insbesondere gilt dies für jene Veranstalter, die UKW-Frequenzen beanspruchen.  Aufgrund der geplanten Umstellung auf DAB+ gewährleistet das BAKOM den Sendern, unabhängig von einer Veranstalterkonzession, ihre UKW Verbreitung solange aufrecht zu erhalten, bis diese Technologie eingestellt wird. AZ Medien beziehen bis dato keine finanzielle Förderung durch das BAKOM für die beiden Radiosender „Radio Argovia“ und „Radio 24“, teilte das Medienhaus mit.

Die Rückgabe der Konzessionen ermögliche den Radiosendern von AZ Medien mehr inhaltliche Freiheiten und berge Potentiale bei der Zusammenarbeit mit anderen Sendern, so die offizielle Begründung von AZ Medien. In der Tat unterliegen konzessionspflichtige Radios einigen Auflagen mehr, was die Gestaltung angeht, aber „die Zusammenarbeit mit anderen Sendern“ dürfte dennoch der ausschlaggebende Passus sein: Im Dezember haben AZ Medien und NZZ die Gründung eines Joint Ventures für ihr regionales Mediengeschäft angekündigt. Beide Medienhäuser besitzen auch Privatradios, AZ die beiden Sender Argovia und Radio 24, zu NZZ gehört Radio Pilatus, nach den Vorgaben des Bundes dürfen einzelne Medienhäuser aber nur maximal zwei konzessionierte Radiostationen betreiben.


Mit der Rückgabe der Konzession an das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) erfüllt AZ Medien nun diese Bestimmungen, die den Weg für das Joint Venture freimachen dürften. AZ-Sprecherin Monica Stephani  beteuert allerdings: „Es besteht kein Zusammenhang. Es wurden bereits Szenarien ausgearbeitet, in dem alle 4 konzessionierten Radiosender regelkonform im Rahmen des JV geführt werden könnten“

Mit der Rückgabe der Konzessionen sei auch keine Neuausrichtung des Programms oder eine Umpositionierung der Radiosender verbunden. „Inhaltlich, journalistisch und finanziell trägt AZ Medien weiterhin die Verantwortung“, so die Unternehmenssprecherin Monica Stephani. Der regionale Service Public werde weiterhin in vollem Umfang erbracht. AZ Medien setzen auf ihre Sendekonzepte mit regionalen Vollprogrammen aus News, Service und Musikmix. Auch in der Vermarktung ändert sich laut Stephani nichts: „Wie bisher wird dies die Belcom AG für regionale Kunden und die Swiss Radio World für nationale Kunden machen.“ vg

stats