APG

SPR+ MobNat verhilft zu versteckter Preiserhöhung

Die Tarife der Preiskategorien bleiben unverändert, aber in den Kategorien 1 bis 4 sind nun mehr Flächen untergebracht. Das entspricht einer versteckten Preiserhöhung.
Die Tarife der Preiskategorien bleiben unverändert, aber in den Kategorien 1 bis 4 sind nun mehr Flächen untergebracht. Das entspricht einer versteckten Preiserhöhung.
Letzte Woche hat der Aussenwerber APG als erster Plakatanbieter seine Preise per 2017 publiziert – erstmals basierend auf den Leistungswerten gemäss der neuen Reichweitenforschung SPR+ MobNat. Fazit: Der Preisaufschlag übers Ganze fällt moderat aus, doch die meisten Aufschläge sind versteckt.
Zur Erinnerung: SPR+ MobNat, die neue Währung für die Aussenwerbung, weist den Plakaten neu die vollständigen Kontaktwerte aus, bisher fehlten die Pendler und die ländliche Bevölkerung. Logisch, dass deshalb die meisten Plakatflächen neu mehr Kontaklte aufweisen, nicht selten sogar bis zu 80 Prozent mehr. Logisch auch, dass bei (theoretisch) gleich bleibendem Preis der Tausendkontaktpreis (TKP) tüchtig sinkt.

Doch so einfach ist es nun doch wieder nicht: Die APG, die bisher ihre rund 35.000 analogen Plakatflächen in der Schweiz in sechs leistungsabhängige Preiskategorien eingeteilt hat, behält dieses System bei, wobei sich die sechs Kategorien neuerdings in der Bandbreite von < 20.000 bis > 240.000 gewichteten Kontakten pro Woche bewegen, sie liegen nun also um 25 Prozent bis 50 Prozent höher als bisher (siehe Tabelle oben). Vor allem aber hat die APG rund 3.850 dieser Plakatflächen (11 Prozent) aufgrund der neuen Leistungswerte um mindestens eine Preiskategorie höher eingeteilt. Da man nicht weiss, welche Flächen wie viel höher klassifiziert wurden, kommt dies einer versteckten Preiserhöhung gleich, die die APG auch ungern kommuniziert. HORIZONT Swiss musste mehrfach nachfragen, bis APG-Marketingchef Beat Holenstein schliesslich herausrückte: Die APG-Preise erhöhen sich – übers Ganze gesehen – per 2017 um 2 bis 3 Prozent (siehe Interview).

Das übrige Angebot bleibt nahezu unverändert. Vier Dinge sind dennoch hervorzuheben:
Alles auf einen Blick: Genfer Flächen werden 9 Prozent günstiger, Ganzjahres-Aushänge um bis zu 10 Prozent teurer.
Alles auf einen Blick: Genfer Flächen werden 9 Prozent günstiger, Ganzjahres-Aushänge um bis zu 10 Prozent teurer.
a) Die meisten Preise bleiben gleich wie 2016, ebenso alle Rabatte sowie die Preise für Zusatzangebote, Miete von Trägermaterial etc.

b) Genfer Flächen werden 9 Prozent günstiger. Sie werden den Preisen der übrigen Städte angeglichen.

c) Beleuchtete Flächen F200E und F12E, die bisher mehr kosteten als ihre Schwesterflächen F200 und F12, kosten neu gleich viel wie Letztere.

d) 7- bis 21-tägige Aushänge in Parkings und Shoppingcenter kosten gleich viel wie bisher, Jahresaushänge hingegen schlagen um bis zu 10 Prozent auf.

Allgemein lässt sich sagen: Die Preisstruktur der APG wird übersichtlicher. Und weil der Preisaufschlag übers Ganze offenbar "nur" um 2 bis 3 Prozent höher ausfällt, sinkt der TKP dennoch deutlich.

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