Radiodays Europe

Geringere Mittel - mehr Qualität

© zVg.
Die Radiodays Europe in Lausanne sind heute gestartet. In der Eröffnungssession formulierte SRG-Chef Gilles Marchand erneut die Absicht, sich für Politik, Private Anbieter und Hörer zu öffnen.

Den Qualitätsjournalismus stärken und die Verbindung zu den Hörern ausbauen - ein Jahr, nachdem die Volksinitiative „No Billag“ von den Schweizer Bürgern abgewehrt wurde, wiederholte der Generaldirektor der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG SSR), zur Eröffnung der Radiodays Europe in Lausanne seine Ziele für die Zukunft. Formuliert hat er sie so bereits beim SWA-Jahresmeeting. Bedauerlich sei, so Marchand in Lausanne, dass die Zukunft mit weniger Mitteln angegangen werden müsse - aufgrund von Sparmaßnahmen, die bis 2020 die schlechte Finanzlage der SRG ausgleichen sollen, müssen Infrastrukturen reduziert und „überdacht“ werden.



Die Basis für den Umbau bilden laut dem SRG-Chef nicht zuletzt die Erkenntnisse aus No-Billag: „Wir müssen weiter mit der Politik im Gespräch bleiben und wir müssen viel stärker auch mit privaten Anbietern kooperieren.“ Neben der Öffnung der Konkurrenz gegenüber sei der Austausch mit den Hörern das wichtigste. Vor allem die junge Zielgruppe sieht Marchand noch lange nicht als verloren an für das öffentlich-rechtliche Radio, wenngleich die Herausforderungen, sie zu erreichen, groß sind. Gelingen soll das unter anderem mit der konsequenten Ausrichtung auf den digitalen Standard DAB sowie einer stringenten Podcaststrategie. Nicht zuletzt der hochwertige Journalismus soll dazu beitragen - und der Ausdruck einer Haltung, die für die Hörer erkennbar sein muss.


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