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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen! Pünktlich zum Herbstanfang mit angekündigtem Temperatursturz hat die NZZ beiden Wochenendausgaben vorsorglich einen Mantel umgelegt. Amorana dagegen zeigt unbeirrt Frühlingsgefühle und angelt sich den Briten Lovehoney. Seltsames spielt sich im Jura ab. Entgegen aller Marktlogik hat im nordöstlichsten Zipfel der Schweiz ein Printmagazin das Licht der Welt erblickt. Respekt! Für unsere Leserinnen und Leser liefern wir die Hintergründe.


Die NZZ hat seit Samstag eine neue Kampagne für den Lesermarkt. Ihre Botschaft ist verblüffend einfach: Journalismus. Mit einem Punkt dahinter, ohne weitere Werbefassade. Zum Start kamen die Printausgaben am Wochenende umhüllt von einem Werbemantel in eigener Sache auf den Markt. HORIZONT Swiss konnte sich mit Johannes Boege und Johannes Berchtold über die Hintergründe zur neuen NZZ-Markenkampagne 2020 unterhalten.

Der britische Hersteller und Händler von Sextoys Lovehoney hat sich die Mehrheit am Schweizer Marktführer für Sextoys Amorana gesichert. Das schreibt die auf Digital-Business, E-Commerce, Omni-/Cross-Channel und Digitale Transformation im Handel spezialisierte Unternehmensberatung Carapathia. Amorana ist in der Schweiz auch dank seiner Werbung bekannt geworden. Frühlingsgefühle zum Herbstbeginn? Die neue Gratis-Wochenzeitung "Bonjour! L'hebdo sympa" beglückt seit dem 17. September sämtliche Haushalte des Kantons Jura sowie in Moutier, Kanton Bern. Und die Neulancierung ist ein positives Zeichen in einer schwierigen Zeit für die Presse, insbesondere für Printtitel. Good News für TikTok aus den USA. Das Unternehmen schreibt in einer Mitteilung vom Sonntag, man habe dank Schulterschluss mit Oracle und Walmart die Sicherheitsbedenken der US-Regierung ausräumen können. Die Zukunft von TikTok in den USA sei damit gesichert. Die Schweizer TikTok-Gemeinde ist vom Zusammenschluss nicht betroffen.


Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert. Damit es erst gar nicht soweit kommt, wie Dichter Wilhelm Busch einst schrieb, sollte man Reputation nicht rückwärtsgewandt, sondern vorausschauend betrachten. Das sagte Bruno Dobler, Verwaltungsrat der CRO-Counsel AG anlässlich seiner Eröffnungsrede. Nachdem die meisten deutschen Medien im Juli in den sozialen Medien weniger Nutzer-Reaktionen verzeichneten, stiegen die Interaktionen im vergangenen Monat wieder deutlich. Besonders stark zulegen konnten Focus Online und der NDR. An der Spitze des Rankings baut die Tagesschau ihren Vorsprung weiter aus. Das Ausmass mag unterschiedlich sein, schmerzhaft sind die Verluste für alle: Die deutschen Vermarkter – von Digital über Print bis Out of Home – leiden unter einer Werbedelle nie dagewesenen Ausmaßes und starten gleichzeitig in einen heissen Herbst. Denn das 4. Quartal wird speziell in diesem Krisenjahr Wohl oder Wehe der Medien bestimmen. Der deutsche Werbemarkt kommt langsam aber sicher wieder in Gang. Im August lagen die Brutto-Spendings der hiesigen Werbungtreibenden nur noch 1,6 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Kräftig dabei mitgeholfen hat unter anderem Ferrero: Der Frankfurter Süßwarenhersteller liegt in der Statistik der größten Werbungtreibenden des Monats auf Platz 2.









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