HORIZONT Swiss vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

   Artikel anhören
Guten Morgen! Auf einem Spielplatz im Engadin steht ein trojanisches Pferd. Wie es dahin fand, erzählt Hans Hofmann in seinem Bellinzona Blues No. 8. Es ist eine Stellvertretergeschichte. Das Pferd war ursprünglich als Hauptfigur in einer als viraler Hit gedachten Abstimmungsstory vorgesehen. Die Schweizer Medien ignorierten das Anliegen. Das virale Vorhaben misslang. Das war vor 15 Jahren. Es folgen die HORIZONT Swiss News in einer leider sehr schwierigen Zeit. Wie man aus einfachem Grappa ein gefragtes Desinfektionsmittel macht, warum die Katzen es in Corona-Zeiten besser haben, wie es sich im strengen Tessiner Senioren-Arrest lebt: Hans Hofmann, Gründer von hofmann&partner (hhp), schreibt in Bellinzona jeden Tag einen Brief an seine Freunde. Heute: die zweite Woche des Bellinzona Blues. Der Werbemarkt-Trend März 2020 zeigt die ersten Auswirkungen der Corona-Krise auf den Schweizer Werbemarkt. Während der Bruttowerbedruck im dritten Monat des Jahres normalerweise stark in die Höhe schnellt, liegt der Wert 2020 mit 455.5 Millionen nur leicht höher als im Januar. Der Gap zum Vorjahr beläuft sich im Monat März auf minus 90 Millionen Franken respektive -16.4 Prozent. Damit liegt das erste Quartal 2020 114 Millionen hinter dem Vorjahreswert. Dies entspricht einem Rückgang von -8.2 Prozent. Aber es gibt Unterschiede. Wir haben uns mit TikTok auf die Suche nach Benchmark-Kampagnen für die Schweiz gemacht. Die erste, die wir präsentieren, ist die von TikTok selbst in Zusammenarbeit mit der Schweizer Rapperin Loredana und Zuna #DuBistMein. Fazit: Passen Story, Mensch, Marke und Machart zusammen, kann sowas richtig explodieren und Engagements jenseits aller Vorstellungskraft hervorrufen. "Wir sind in Bewegung und wollen es auch bleiben. Wir sind weitsichtig. Wir sind proaktiv. Wir sind mutig. Wir sind TX." Diese Worte schmücken nach wie vor die Home-Page der TX Group. Die Mitteilung mit der Überschrift "Gewinneinbruch" kommt nicht überraschend. Schliesslich ist Corona-Krise. Aber sie liest sich, als hätte sich das Commitment auf der Home-Page in Luft aufgelöst. Nach fünf Wochen Selbstisolierung wird das Leben in vielen Haushalten etwas seltsam. Burger King und seine Leadagentur Grabarz & Partner haben dieser neuen deutschen Realität ein humorvolles Denkmal gesetzt. In der gestern Montag gestarteten Markenkampagne „Mach dein King zuhause“ sind selbst gefilmte Alltagsmomente zu sehen, in denen Burger-Fans erfolgreich gegen die häusliche Langeweile kämpfen. Doch der Auftritt hat neben seiner emotionalen Botschaft für Burger King auch ein strategisches Ziel. Systemrelevante Berufe sind in Zeiten der Corona-Krise ein viel diskutiertes Thema - insbesondere vor dem Hintergrund der Notbetreuung von Kindern. LinkedIn greift Unternehmen und Organisationen aus relevanten Bereichen bereits seit Anfang April bei der Mitarbeitergewinnung unter die Arme. Um auf die Maßnahmen aufmerksam zu machen, startet das Karrierenetzwerk jetzt eine Social-Media-Kampagne. Seit dieser Woche haben einige Geschäfte im stationären Einzelhandel wieder geöffnet - und man kann wieder vereinzelt mit der Lieblings-Influencerin zusammen shoppen gehen. Der Trend des Live-Shoppings bringt Influencer und Community noch näher zusammen. Was den Reiz der neuen Content-Form ausmacht und sie Social Commerce auf die nächste Stufe hebt, erklärt Jörn Meche von Intermate in seinem Gastbeitrag. Die Coronakrise führt bei vielen Menschen zunehmend zur Sorge über die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns. Im Gegenzug sinkt das Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen. Auch die Zustimmung zu Werbung, die den Zusammenhalt der Menschen und den Beitrag von Marken in der Krise betonen, sinkt. Das geht aus der jüngsten Befragungswelle der Studienreihe "Markenkommunikation in Zeiten von Corona" der Mediaagentur Pilot hervor.










Bitte loggen Sie sich hier ein, damit Sie Artikel kommentieren können. Oder registrieren Sie sich kostenlos für H+.
stats