HORIZONT Swiss vor 9

Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

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Guten Morgen. Warnstreik des Putzpersonals im Hotel Sheraton in Zürich. Die Reinigerinnen und Reiniger, angestellt bei Subunternehmen, fordern von ihren Vorgesetzten mehr Respekt. Sie fühlen sich ausgenutzt, werden nicht mit Namen, sondern mit der Nationalität angesprochen, dazu rassistisch beschimpft und haben selbst für die schmutzigste Arbeit oder Putzdienste mit ätzenden Mitteln nicht einmal Handschuhe zur Verfügung. Gut, dass sie sich nicht alles gefallen lassen und zusammenstehen. Hier die weiteren News von HORIZONT Swiss:


Der Trend zu Digitalradio setzt sich weiter fort: Radioprogramme werden in der Schweiz bereits zu 65 Prozent digital konsumiert. Gleichzeitig nimmt die Reichweite von UKW ab: Nur noch 17 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen ausschliesslich diesen Empfangsweg. Die Radionutzung wurde im Frühling 2019 zum 9. Mal erhoben und die Resultate gestern am Swiss Radio Day präsentiert.

Der Bund investierte bisher über 28 Millionen Franken in DAB+ – und bis 2024 kommen noch einmal fast doppelt so viel dazu.


Am gestrigen Swiss Radio Day wartete SRF-Direktorin Nathalie Wappler mit einer Neuigkeit für die Privatrados auf: im Sinne der neuen, vom Bundesrat erteilten Konzession intensiviert die SRG die Zusammenarbeit mit den privaten Sendern weiter und öffnet ihnen die Datenbank von Mx3.ch - die Plattform für moderne Schweizer Musik.

Im Bereich digitale Kommunikation arbeitet die FLyer AG, Hersteller von E-Bikes, neu mit Plan.Net Suisse AG zusammen. Als Basis für die digitale Kommunikation wird in einem ersten Schritt die Webplattform neu entwickelt und lanciert.

Die US-Präsidentschaftswahlen 2016 waren ein Debakel für die Wahlforscher – und für den Datenjournalismus, auf dessen Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit so große Stücke gesetzt werden. Noch bis zur Mitte der Wahlnacht sahen sämtliche Hochrechnungen der amerikanischen TV-Netzwerke und Zeitungen einen Wahlsieg von Donald Trump als unwahrscheinlich an. Dass es anders kam, hat die Medienmarken beschädigt. Bei der Wahl 2020 soll deshalb alles besser werden.

Die europäischen Richtlinien über audiovisuelle Mediendienste müssen bis September 2020 in nationales Recht umgesetzt werden. Der geplante neue Medienstaatsvertrag hat nach Ansicht der Internet-, Elektronik- und Telekommunikationsbranche aber erhebliche Mängel. Aus der Politik hieß es jetzt, die Befürchtungen entbehrten jeder Grundlage.

Mit der "Clear History"-Funktion von Facebook können Nutzer nachsehen, was Facebook über ihre Aktivitäten auf externen Websites weiß – Daten, die unter anderem über den Facebook-Pixel gesammelt werden. Diese Informationen lassen sich künftig vom Userprofil abtrennen, sie fallen fürs Targeting weg. Die digitale Werbebranche verspricht mehr Privatsphäre. Aber interessiert das die Nutzer überhaupt?

Daten werden oft als das neue Gold im Marketing bezeichnet. Und die meisten Unternehmen sitzen, um im Bilde zu bleiben, auf einer veritablen Goldader. Nur leider hapert es bei der Analyse und der Verarbeitung. Nina Haller, Managing Director bei Accenture Interactive, hat dafür kein Verständnis. In ihrem Gastbeitrag für HORIZONT Online fordert sie Werbungtreibende auf, endlich ihre Datenschätze zu heben – im Sinne der Nutzererfahrung.

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