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Sieben Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

Kleinbasler Altstadt mit Roche-Turm und St. Chrischona im Hintergrund.
Markus Knöpfli, Knöpfli
Kleinbasler Altstadt mit Roche-Turm und St. Chrischona im Hintergrund.
Guten Morgen, auch in  Zürich und im Aargau haben die Schulferien begonnen. Also herrscht sommerliche Ruhe? Fehlanzeige, wie das dramtische Wochenende in der Türkei zeigt. Auch die Wirtschaft gönnt sich kaum noch eine Auszeit vom Business. Die Nachrichten zum Wochenanfang:

1. Pokémon Go: Monsterjagd mit Hindernissen

Seit Samstag ist die Smartphone-App Pokémon Go von Nintendo und Niantic Labs auch in der Schweiz offiziell verfügbar. Kundige Teenager hatten sich zuvor schon auf inoffiziellen Wegen Zugang zur digitalen Monsterjagd verschafft. Als das Game am Wochenende in insgesamt 25 Ländern freigeschaltet wurde, zwang der weltweite Hype erst einmal die Server in die Knie. In Zürich war ein Login über Stunden nicht möglich.

2."Made in Germany" noch beliebter als "Swiss made"

Diese Nachricht ist uns als Neu-Schweizer Medium mit deutschem Hintergrund beinahe etwas peinlich: Produkte "made in Germany" genießen einen noch besseren Ruf als Waren Schweizer Provenienz - trotz Dieselgate bei VW und obwohl die Berliner Flughafen-Bauer alle Voruteile über deutsche Pünktlichkeit und Effizienz Lügen strafen. Darüber berichtet unter anderem das deutsche Leitmedium FAZ. Herausgefunden hat es aber die Universität St. Gallen in ihrer Studie "Swissness Worldwide".

3. Kuoni Schweiz streicht im Marketing und Touroperating Stellen

Mit reichlich Marketing-Sprech verbrämt Kuoni Schweiz eine schlechte Nachricht: Nach der Übernahme des Reiseunternehmens durch Rewe fallen in der Schweiz 69 Stellen weg, Marketing und Touroperating sollen teilweise nach Frankfurt verlagert werden. Kuoni fokussiere sich auf seine Stärken, heißt es in der Pressemitteilung.

4. Abschied und Neuanfang bei der Werbewoche

Am 19. August probt die Werbewoche den Neustart. Chefredaktorin Anne-Friederike Heinrich kündigt einen Komplettrelaunch an - und rechnet mit der eigenen Vergangenheit beziehungsweise Gegenwart ab. Nötig seien ein neues Format ("bisher unhandlich"), ein neuer Look ("nicht mehr modern") und ein neuer Internetauftritt ("mittlerweise altmodisch"). In den nächsten fünf Wochen macht der etablierte Branchentitel aber erst einmal: gar nichts, also Sommerpause. Das können wir Newcomer von HORIZONT uns natürlich nicht leisten.

5. Territory schnappt sich die Webguerillas

Territory, die neue Content-Marketing-Agentur von Bertelsmann und Gruner + Jahr, verkündet zwei Monate nach ihrer Gründung die erste kapitale Übernahme. Territory übernimmt Webguerillas - eine Agentur, die für einen Umsatz von 18 Millionen Euro steht, 160 Mitarbeiter beschäftigt und im boomenden Geschäftsfeld Influencer Marketing zu den ersten Adressen im deutschen Markt zählt.

6. Mastercard verpasst sich nach über 20 Jahren ein neues Logo

Kaum ein Markenlogo ist so bekannt wie das von Mastercard - schließlich ziert es Bankautomaten auf der ganzen Welt. Zum ersten Mal seit 1996 hat sich das Kreditkartenunternehmen jetzt eine neue Brand Identity verpasst. Das neue Markenlogo soll moderner und einfacher sein, ohne auf die ikonischen roten und gelben Kreise zu verzichten.

7. Der große Werber Vilim Vasata ist tot

Einer der bekanntesten Werber Deutschlands ist tot. Vilim Vasata, Mitbegründer von Team und damit des deutschen Ablegers von BBDO, ist am 8. Juli gestorben. Das geht aus einer Traueranzeige hervor, die seine Angehörigen für "den letzten Samurai der Werbung" in der Samstag-Ausgabe der "FAZ" geschaltet haben.



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