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Acht Dinge, die Sie heute Morgen wissen sollten

E 62 kurz vor Lausanne
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E 62 kurz vor Lausanne
Guten Morgen. Was SRG, ARD und ORF gestern mit dem Gerichtsdrama "Terror" boten, war eine Auseinandersetzung mit ethischen Fragen auf höchstem Niveau. Und trotzdem mit Bodenhaftung. Auch wenn einige wichtige Punkte nicht thematisiert wurden. Etwa der Gruppendruck, unter dem Kampfpilot Lars Koch, der den tödlichen Schuss auf das entführte Zivilflugzeug abgab, möglicherweise stand. Klar wurde einzig, dass für Koch und den ganzen Krisenstab schon im Vornherein feststand, dass "in solchen Fällen" jeweils das Opfern ziviler Passagiere "das kleinere Übel" sei. Der Kampfpilot handelte also keineswegs spontan. Schade auch, dass Jonas Projer die anschliessende Sonderarena zur Propaganda für eine grosszügigere Ausstattung der Geheimdienste abdriften liess. Die weiteren News von HORIZONT Swiss:

1. Verkehrsmittelwerbung: TPG und TL fusionieren zu TP

Transports publics de Genève (tag) und Transports publics lausannois (tl), die Vermarktungsfirmen der Genfer und Lausanner Verkehrsbetriebe, fusionieren per 1. Januar 2017 zu TP Publicité.

2. Corporate Media: Sonova gewinnt drei Auszeichnungen für Wirtschaftsfilme

Sonova Holding AG, Anbieter von Hörlösungen, hat bei den Cannes Corporate Media & TV Awards mit zwei Filmen insgesamt drei Preise gewonnen – in drei verschiedenen erzielten sie jeweils eine Silber-Auszeichnung.

3. Ringier Digital Ventures: Beteiligung am Do-It-Yourself-Start-up Makerist

Ringier Digital Ventures und die deutschen Investoren Gruner + Jahr Digital Ventures, Hightech-Gründerfonds und OZ Verlag beteiligen sich gemeinsam am Start-up Makerist , eine Handarbeits-Plattform.

4. Bericht: Apple will erst 2017 über Autoprojekt entscheiden

Apple nimmt laut einem Medienbericht Abstand vom Plan, ein eigenes Auto zu entwickeln und will bis Ende kommenden Jahres über das Schicksal des Projekts entscheiden. Aktuell sei die Idee eher, Software für autonomes Fahren zu entwickeln, schreibt der Finanzdienst Bloomberg.

5. Programming: So viel investieren Amazon und Netflix in eigene Inhalte

Dass Netflix und Amazon die TV-Nutzungsgewohnheiten auf den Kopf stellen, ist unbestritten. Von "The Walking Dead" über "Games of Thrones" bis hin zu "The Big Bang Theory" können nahezu alle Kultserien der letzten Jahre bei den Streaming-Diensten abgerufen werden. Dass Netflix im Juli 2016 die Marke von weltweit 83 Millionen Abonnenten durchbrach, hat aber nicht zuletzt mit erfolgreichen Eigenproduktionen wie "Narcos" und "House of Cards" zu tun. Eine Studie von IHS Markit zeigt nun, wie viel die Video-Streaming-Plattformen ins eigene Programm investieren.

6. Aldi Kinospot: Warum jetzt auch Göttervater Zeus bei dem Discounter einkauft

Die Aldi-Markenkampagne "Einfach ist mehr" wurde von vielen Experten als zu brav kritisiert. In der am 20. Oktober anlaufenden Kinokampagne geht der Discounter nun deutlich frecher ans Werk. Geboten wird ein schriller Ausflug in die antike Götterwelt.

7. "Branded Moments": Spotify startet vertikale Video-Ads in Echtzeit

Spotify bietet Werbungtreibenden ab sofort ein neues Produkt namens "Branded Moments" an. Mit diesem Werbeformat soll es künftig möglich sein, Spotify-Nutzer in ganz bestimmten Alltagsmomenten in Echtzeit zu erreichen.

8. Twitter, Facebook & Youtube: Warum „Live@McDonald’s“ Livestreaming zum etablierten Marketing-Tool macht

Mehr als 6 Millionen Menschen waren es am Ende, die bei der zwölfstündigen Show „BigMac-TV“ hereinschauten. Damit lag der Auftritt „Live@McDonald’s“ nicht nur weit über den Erwartungen der Macher selbst, sondern liefert ein gewichtiges Argument für Livestreaming als Marketingkanal. Zur Freude der digitalen Plattformen Twitter, Facebook und Youtube, die sich mit dieser Inszenierungsoption zum ernsthafteren Konkurrenten der TV-Sender machen wollen.



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