Artikel anhören
© Pixabay
Deutschland versinkt in Gewitter-Wolken. Das Wetter ist Gesprächsthema Nummer eins. Auch bei uns: Dr. Christian Schneider von Wetter.com zeigt, wie man aus Wetterdaten profitieren kann. Unsere News zum Ende der Woche: Neues von Amazon, Frauenanteil in der Albright Stiftung, Statista und die Entwicklungen der Sexualität und was hat es mit dem Corporate Social Mindset auf sich? 



#Wie wird das Wetter?

Mark Twain soll gesagt haben: Alle reden vom Wetter. Aber niemand unternimmt etwas dagegen. Aber nutzen kann man das Wetter sehr wohl, oder besser gesagt die regionalen Wetterdaten. Bei Regen etwa steigt die Nachfrage nach Jacken. Aber regnet es zu viel, sinkt sie wieder. Wer blickt da durch? Mit einer Kombination aus Wetterdaten und Verkaufsdaten des GfK Consumer Panels kann man von jeder Wetterlage profitieren. Wie das geht, erklärt Dr. Christian Schneider von der Wetter.com GmbH. Weiterlesen auf planung&analyse.

#Alexa, ich muss sparen!

Seit ein paar Tagen testet das Internet-Kaufhaus Amazon einen neuen Service in den USA. Das sogenannte „Alexa Shopping List Savings“ ist ein Rabatt-Programm in der Amazon Online-Shoppingliste, die über die Alexa Sprachfunktion zu bedienen ist. Ziel des Konzerns ist es, Daten über das Einkaufsverhalten der Konsumenten zu erhalten. Die Vorteile des „Savings“ Rabattprogramm: Rabatte werden zum Lockmittel für Verbrauchende. Falls der Amazon-Einkaufszettel ein Erfolg wird, könnte der Konzern mit diesem Couponing erhebliche Marketinggelder der Fast Moving Consumer Goods (FMCG) Industrie einstreichen, schreibt die Lebensmittel Zeitung. Die Rabatte und Angebote werden von den Herstellern bereitgestellt. Amazon erhält dabei  Einblick in das gesamte Shopping-Verhalten eines Haushalts. Der Konzern kann somit die Daten aus Einkäufen und Suchen auf Amazon auswerten, um das echte Einkaufsverhalten im stationären Lebensmitteleinzelhandel anzureichern. Die dazugehörige Werbekampagne gibt es hier.

#Divers ist anders

Die gemeinnützige Albright Stiftung, die auf den schwedischen Unternehmer Sven Hagströmer zurückgeht, hat sich den Frauenanteil in den Geschäftsführungen von Familienunternehmen angeschaut. Nur 8,3 Prozent der 100 umsatzstärksten deutschen Familienunternehmen haben (März 2022) eine Chefin in der Führungsspitze. Mehr als zwei Drittel (68) der Familienunternehmen hat keine einzige Frau in der Geschäftsführung. Bei den 160 an der Frankfurter Börse notierten Unternehmen, liegt der Anteil bei 14,3 Prozent. Im internationalen Vergleich sei auch das ungewöhnlich wenig, so die Stiftung. Die Studie wurde zuerst im Handelsblatt veröffentlicht.

#Corporate Social Mindset gefordert  

Unternehmen müssen, wenn sie langfristig noch das Vertrauen ihrer Kundinnen und Kunden genießen wollen, zunehmend Themen in den Fokus nehmen, die sich mit dem sozialen Gefüge der deutschen Gesellschaft und deren Zusammenhalt beschäftigen. Fast 60 Prozent der deutschen Verbrauchenden erwarten inzwischen von Unternehmen, sich gesellschaftlich zu engagieren. Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Der Corporate Social Mind Report“ von Wider Sense, einem Beratungshaus für gesellschaftlichen Wandel, und dem US-amerikanischen Beratungsunternehmen Influence. Die Studie basiert auf einem quantitativen Ansatz mit Online-Umfragen zu Einstellungen und Aktivitäten von Unternehmen in Deutschland bezüglich ihres gesellschaftlichen Engagements. Die Umfrage umfasste 1.000 Befragte aus einer bundesweit repräsentativen Stichprobe (Zensus hochgerechnet), erhoben im Jahr 2021.

#Sex kennt (k)ein Alter

In älteren Generationen identifiziert sich ein deutlich geringerer Anteil der Menschen als nicht heterosexuell. Die Boomer mit den Geburtsjahren 1946 bis 1964 sehen sich zu 97 Prozent als heterosexuell, in der zwischen 1965 und 1979 geborenen Generation X sind es 95 Prozent und bei den Millennials 92 Prozent. In der Generation Z hingegen sehen sich nur noch 87 Prozent als heterosexuell an. Die Entwicklungen zeigen, dass immer mehr Menschen sich offen einer anderen Sexualität, wie beispielsweise homosexuell, bisexuell, pansexuell, asexuell und queer, zugehörig fühlen. Das geht aus Daten der Statista Global Consumer Survey hervor. Die Studie wurde im Zeitraum zwischen April 2021 und März 2022 auf der Basis von 23.675 Befragten im Alter zwischen 18 und 64 Jahren in Deutschland erhoben. Hinsichtlich der generellen Queerfreundlichkeit liegt Deutschland laut diesjähriger Auswertung von Rainbow Europe auf Platz 15 von 49. Beurteilt werden von Rainbow Europe Kategorien wie Gleichstellung, Familienplanung, Hassverbrechen oder Geschlechtsanerkennung.

#Das Letzte

Wir sind in dieser Woche der spannenden News Kantar übernimmt Umfrage-App Qmee nachgegangen und haben bei Caroline Frankum, der CEO der Profiles Division von Kantar, nachgefragt, was es mit der Betrugspräventionstechnologie auf sich hat. Das Interview gibt es auch auf Englisch: What's the deal with fraud prevention technology?

Ein weiteres Highlight war in dieser Woche der Beitrag von Alexander Falser sowie Steffen Saemann von TchiboWie ein Framework für evidenzbasiertes Markenwachstum aussieht. Beide haben sich die Marketing-Gurus Byron Sharp, Les Binet und Peter Field sowie Mark Ritson genau angeschaut und ihre interne Marktfoschung danach ausgerichtet. Und das Beste: Alexander Falser von Tchibo wird auch auf der planung&analyse Insights 2022 mit dabei sein und stellt sich Ihren Fragen. Jetzt hier anmelden>>  

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
    stats