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Werbewirkung x2 / Belegte Brötchen vor Sushi / You’ll never walk alone / 9-Euro-Ticket

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Heute erscheint Heft drei von planung&analyse. Da steckt immer eine Menge Arbeit und Schweiß drin und wir freuen uns sehr. Vollgepackt ist es mit lesenswerten Beiträgen zu Künstlicher Intelligenz, zur Forschung für Verpackung und zu Kunst und Marktforschung. Wer sein persönliches Exemplar heute nicht auf dem Schreibtisch findet, kommt hier zum E-Paper.



#Exklusiv auf der Insights22

Die langfristige Wirkung von Werbung wird von Markenmachern als selbstverständlich vorausgesetzt. Aber ob es sie wirklich gibt, war bislang nicht bewiesen. Mit den üblichen Messverfahren wurde dieser Long-Term-Effekt deutlich unterschätzt. Konstanze Fichtner und Torsten Mueller-Klockmann vom digitalen Riesen Meta wollten dies ändern. Sie machten sich daher an eine aufwendige Methodenentwicklung und legten jetzt eine Studie dazu vor. Das Ergebnis: Marken profitieren auch langfristig von Werbung - und nicht nur im TV. Jetzt direkt lesen!

#Schwarzseher

Nur knapp jede bzw. jeder Dritte schaut optimistisch nach vorne. Die Jungen sogar noch etwas weniger (27 Prozent). Auch die Verbundenheit mit der Gesellschaft spürt nur knapp jeder Zweite (47 Prozent), bei den 16- bis 29-Jährigen liegt dieser Wert bei lediglich 29 Prozent. Die GIM Gesellschaft für Innovative Marktforschung aus Heidelberg wollte wissen, ob das Mutzusprechen von Bundeskanzler Scholz mit You’ll never walk alone und Unterhaken in der Bevölkerung ankommt. 1.436 Menschen im Alter ab 16 Jahren in Deutschland wurden gefragt, ob sie sich mit der Gesellschaft verbunden fühlen und ob sie optimistisch in die Zukunft schauen. Paradoxerweise sind die Menschen für ihre persönliche Zukunft wesentlich zuversichtlicher. 57 Prozent aller Befragten sind optimistisch. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 66 Prozent, bei den 60- bis 69-Jährigen nur 45 Prozent.

#Alles auf Knopfdruck

Wer jahrelang verschiedene Medien auf die Werbewirkung prüft, bekommt mit der Zeit eine beachtliche Datenbank und kann dann auch erkennen, welche Elemente Emotionen auslösen und somit erfolgreicher sind. Mit Künstlicher Intelligenz geht das freilich einfacher und lässt zudem den Werbeerfolg von Kreation bis zu einem gewissen Grad vorhersagen. Die Institute Mediaplus und September Strategie & Forschung haben eine sogenannte „Emotion Engine“ für Deutschland gebaut und den Begriff als Warenzeichen eingetragen. Das zugrundeliegende Verfahren misst die emotionale Performance von Kreation auf allen Werbekanälen. Der Fokus liegt jedoch derzeit auf Bewegtbildformaten, Social Media Werbemitteln und auditiven Formaten bis hin zu Podcasts.

#Belegtes Brötchen bleibt Gastro-Hit

Food-Trends spielen auch in der Handelsgastronomie eine immer größere Rolle. 39 Prozent der dortigen Umsätze fallen auf Trendspeisen wie Sushi und Co. Doch mit Blick auf die Top-10 des Speisezettels in der Handelsgastronomie bleibt das belegte Brötchen das meistverkaufte Produkt, gefolgt von Fleischkäse und italienischen Gerichten wie Pizza und Pasta. Die Studie Handelsgastronomie 2022 des Forschungs- und Beratungsinstitut EHI basiert auf Interviews mit Verantwortlichen der Gastronomie von 22 deutschen Handelsfilialisten sowie mittelständischen Unternehmen. Die befragten Unternehmen repräsentieren über 18.200 Geschäfte und Verkaufsstellen, das sind rund 47 Prozent des Marktes.

#Großversuch beendet

Das zunächst kritisch betrachtete 9-Euro-Ticket konnte den Fokus der Bevölkerung im Sommer 2022 auf den ÖPNV richten. Der OpinionTRAIN von Rogator und exeo gibt Einblicke.  Vor allem auf diejenigen, die nicht Stammkunden des ÖPNV sind – also bisher kein festes Monats- oder Jahres-Abo besitzen. Kernzielgruppe der Untersuchung waren n=1.041 Studienteilnehmende, die das 9-Euro-Ticket im Besitz hatten. Von den etwa 38 Mio. Menschen, die über das 9-Euro-Ticket verfügt haben, sind 28 Mio. Menschen (ca. 75 Prozent) Ticket-Besitzer, die das Ticket „neu“ gekauft haben. Gegenüber den Abo-Kunden ca. 10 Mio. Menschen (ca. 27 Prozent) weisen diese einige Besonderheiten auf: Die Ticket-Käuferschaft ist vergleichsweise älter (28 Prozent sind 60 Jahre und älter), zeigt eine geringere ÖPNV-Affinität (fast jeder zweite hat den ÖPNV bisher selten oder gar nicht genutzt) und stammt stärker aus kleineren Wohnorten (23 Prozent Anteil unter 10.000 Einwohner).

#Das Letzte = #Meist gelesen

Zur Vorbereitung auf die Insights, hier noch ein paar Longreads fürs Wochenende

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