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Die Athleten wurden vom Blackout nicht beeinträchtigt und das Rennen konnte gewertet werden. Gut, dass es kein Nachtrennen war ...
© IMAGO / Eibner
Die Athleten wurden vom Blackout nicht beeinträchtigt und das Rennen konnte gewertet werden. Gut, dass es kein Nachtrennen war ...
Und plötzlich war der Strom weg - und der Bildschirm schwarz: Biathlon 2023 in Ruhpolding. Die Süddeutsche berichtet, dass der Stadionsprecher passend reagierte, als der Strom wieder da war. Er spielte „Out of the Dark“ von Falco. Bei Wichtiges&Mehr setzen wir heute auf Toluna, Like to KNOW, YouGov, Ipsos, K&A BrandResearch und StraightONE.



#Deeper Insights Day

Spätestens seit Richard Thaler ist klar, dass sich Marktforscher auf irrationales Handeln der Konsumenten einstellen müssen. Einfach nur fragen, greift da zu kurz. Bastian Verdel und StraightOne nutzen Behavioural Economics, Agile Research und Design Thinking, um ihre Forschungsansätze zu präzisieren. Wie es geht, mit Customer Thinking den Bias zu besiegen, wird beim Deeper Insights Day von planung&analyse am 31. Januar deutlich. Im Interview ein kleiner Preview dazu. 

#360-Grad-Sicht auf den Verbraucher

Toluna, Anbieter von Consumer Insights und Muttergesellschaft von Harris Interactive, KuRunData und GutCheck, gibt die Übernahme von Further, einer Technologie für qualitative Forschung, bekannt. Diese soll in die Toluna Start Plattform integriert werden, die bereits eine automatisierte Plattform und ein Panel mit über 40 Millionen Teilnehmern beinhaltet. Im Oktober übernahm Toluna die agile Forschungsfirma GutCheck. Mit Further komplettiert das Unternehmen den Forschungskosmos nun um qualitative Möglichkeiten. Frédéric-Charles Petit, CEO und Gründer von Toluna, erklärt, man wolle es Kunden einfacher denn je machen „mit Verbrauchern auf einer tieferen Ebene in Kontakt zu treten - jederzeit und überall“. Toluna hatte zuvor fast 500 Insight- und Marketing-Führungskräfte auf der ganzen Welt befragt. Die Mehrheit äußerte den Wunsch nach einer 360°-Sicht, die sowohl quantitative als auch qualitative Forschung umfasst.

#Innovativer Input

Das im vergangenen Jahr von RTL gestartete Institut Like to KNOW (wir berichteten) wird künftig mit dem Innovationsinstitut Verrocchio kooperieren. Das Ziel ist es, Kommunikations- und Produktideen für Kunden in den Markt zu bringen. Like to KNOW wird von Brigitte Bayer, ehemals im Stab der RTL-Marktforschung, geleitet und ist inzwischen weit mehr als ein Teststudio. Es versteht sich als Full-Service-Institut und hat unter anderem Zugriff auf über 500.000 Menschen in Online- und Offline-Panels.

#Meta-was?

Das Metaverse gilt als große neue technologische Welt und Spielwiese. In der Bevölkerung Deutschlands ist es aber bisher eher noch unbekannt: Lediglich 33 Prozent haben schon einmal den Begriff „Metaverse“ gehört. Das war im August 2022. 61 Prozent gaben an, ihn noch nicht gehört zu haben. Unter den Befragten im Alter von 25 bis 34 Jahren ist die Bekanntheit am höchsten (53 Prozent). Die aktuelle Studie „Meta-Was? – Hype oder das nächste große Ding“ der Data & Analytics Group YouGov blickt auf die Bekanntheit, das Verständnis, die Erwartungen und Barrieren des Metaversums von Deutschen, Briten und US-Amerikanern.

#Sinnvolle Nutzung

Die Lübecker Nachrichten melden, dass die Stadt Mölln das ehemalige Ipsos-Gebäude in der Möllner Waldstadt zur Unterkunft für Flüchtlinge umgebaut. Die Zwei- und Vierbettzimmer sollen für insgesamt 120 Personen reichen. Der Standort war von dem Marktforschungsinstitut Ende Juli 2021 geschlossen worden. Ursprung des Möllner Standorts ist das Sample Institut, dessen Gründer Hartwig Schröder seinen Firmensitz 1983 von Hamburg ins „Zonenrandgebiet“ nach Mölln verlegte. In diesem Institut war auch planung&analyse bis 1992 beheimatet. Das Sample Institut hieß dann später INRA und wurde 2002 von der Ipsos Gruppe übernommen.

#Das Letzte

Ralph Ohnemus, Vorstand und Hauptanteilseigner von K&A BrandResearch hat in seiner Kolumne Brain Candy Nr. 85 ein paar Tipps für den Jahresanfang bereit. Eher als die häufig gehörten guten Vorsätzen hilft eine gute Planung. Dazu gehört, das letzte Jahr bewusst Revue passieren zu lassen und die guten und schlechten Momente zu erkennen. Er zitiert den Autor Tim Ferriss, der eine Not-to-Do-Liste empfiehlt, die besteht aus den Dingen, aus denen man am wenigsten positive Energie oder am meisten Frust im vergangenen Jahr gezogen hat. Übrig bleiben dann Situationen und Kontexte, die starke positive Emotionen ausgelöst haben. Auf die sollte man setzen.
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