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Digitale Technologien stressen nicht mehr so stark wie zu Beginn der Pandemie. Ebenso Corona-geschuldet, ist der vermutliche Ausfall der fünften Jahreszeit – ob allerdings eine Verlegung in den Sommer bei den Jecken gut ankommt, wird sich zeigen. Außerdem heute: Go2Market, NIM, Norstat, Online-Handel, GenZ.


#Netze knüpfen

Go2Market baut sich derzeit ein Netz von Unterstützern auf. Vergangenes Jahr holte sich der Testmarkt-Anbieter mit zwei Filialen in Wien und Köln den Rewe (Austria)-Manager Erich Riegler in die Geschäftsleitung. Jetzt hat sich die Startup Lounge von Rewe Süd Plätze für junge Gründer in den Regalen des Testmarktes gesichert. Ob das Konzept für ernsthafte Marktforschung taugt, kann Hartmut Scheffler beurteilen und erklärt uns in einem Exklusiv-Gespräch warum er glaubt, dass Go2Market eine Lücke füllt und er deshalb beratend mit an Bord ist. Jetzt weiterlesen auf planung&analyse

#Konkurrenz übernehmen

Nach vier Zukäufen im vergangenen Jahr (TestingTime, DMA Research, Respondenten und CG Research) hat der auf Nordeuropa spezialisierte Panelanbieter Norstat (zum Firmenprofil im planng&analyse mafonavigator >>) erneut zugeschlagen und übernimmt Userneeds aus Dänemark.  Dadurch werden Norstats bestehende Verbraucherpanels in Dänemark, Schweden, Norwegen und Finnland um rund 130.000 Panelisten erweitert. Userneeds besitzt und betreibt auch ein Panel in Irland mit rund 15.000 Mitgliedern.  

#Jecken werden weinen

Karneval, Fasching, Fastnacht – egal wie man es nennen mag. In diesem Frühjahr wird es wohl coronabedingt kein Schunkeln und keine Bützchen (Küsse) geben. Wohl auch keine Luftküsse, denn laut einer Umfrage von Moweb Research (zum Firmenprofil im planung&analyse mafonavigator >>) ist mehr als jeder Zweite (53 Prozent) Karnevalist für eine Verschiebung der Rosenmontagsumzüge in den Mai. Digitaler Ersatz kommt für die Wenigsten in Frage. Das Düsseldorfer Institut hat eine Befragung mit 1.000 Personen durchgeführt. 56 Prozent davon bekannten sich als Karnevalisten, 44 Prozent gaben an, dieses Brauchtum nicht zu pflegen.

#Algorithmen empfehlen

Der Online-Händler Amazon plant einen Fashion Store im realen Leben. Vollgepackt mit Technik sollen die Kunden bei „Amazon Style“ zu High-Tech-Shoppern werden. Geplant ist die Eröffnung für „Später im Jahr“ in Los Angeles.  

#Mit KI interagieren

Dr. Carolin Kaiser wird Head of Artificial Intelligence am Nürnberg Institut für Marktentscheidungen NIM (zuvor: GfK Verein). Die Wirtschaftsinformatikerin untersucht die Entscheidungen an der Schnittstelle zwischen Mensch und „Smart Machines“. Da bei immer mehr Kaufentscheidungen Künstliche Intelligenz (KI) beteiligt ist – von Smart Speakern bis hin zu Chatbots oder Robotern als Verkaufsberater – und diese immer menschenähnlicher werden, hat das NIM diesen Fokus gelegt. Woher das Institut seine Mittel für die Studien nimmt und wie jeder Forscher mitmachen kann, ist bei planung&analyse nachzulesen. Kaiser forschte bereits mit emotionalen Sprachassistenten und fand heraus, wie Wissen aus benutzergenerierten Fotos von sozialen Medien gewonnen und nutzbringend in Marktforschung und Marketing eingesetzt werden kann.  

#Souverän am Bildschirm

Der Anteil der Menschen, die sich durch digitale Technologien im Alltag gestresst fühlen, ist im Vergleich zum ersten Pandemiejahr um 10 Prozentpunkte auf 28 Prozent deutlich gesunken. Dies ein Ergebnis einer Umfrage von Bitkom Research mit 1.005 Online-Nutzern von Mitte Dezember bis Anfang Januar. Wichtiger Anlass sich vor den Bildschirm zu setzen, ist die Suche nach Informationen vor allem zu den Entwicklungen der Pandemie. Vier von zehn Befragten gehen dabei direkt auf die Website des Robert Koch-Instituts (RKI). Drei Viertel sorgen sich um Fake News in sozialen Netzwerken.

#Online kaufen und verkaufen

Wer online einkauft, muss sich nicht auf heimische Shops beschränken. In Deutschland sind aber nur 37 Prozent bereit, bei einem ausländischen Anbieter zu shoppen. Dies zeigen die neuesten Zahlen des Cross-Border Consumer Index 2020.
Die Struktur der Verkäufer auf Ebay hingegen untersuchte Marketplace Pulse. Die Analysten haben die Daten von rund 100.000 Verkäufern, primär aus dem Fachhandel, untersucht. Mehr als 40 Prozent der Ebay-Händler sind seit mindestens zwölf Jahren auf der Plattform tätig. Beides via etailment

#Offene Diskussion

„Hohe Sensibilität und unheimliche Faszination“, so fassen die Forscher vom Rheingold Institut ihre Studie zur Auseinandersetzung mit der NS-Zeit zusammen. Dabei zeigt sich, dass das Interesse bei den Befragten der GenZ größer ist als bei deren Eltern. Die Studie wurde im Auftrag der Arolsen Archives durchgeführt. Hier bei planung&analyse lesen

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