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Wahlplakate in Florida
Orit Ben-Ezze, © IMAGO / ZUMA Wire
Wahlplakate in Florida
Während die Frankfurter ihren Oberbürgermeister Peter Feldmann abgewählt haben, bereiten sich die Amerikaner auf die Midterms vor. Dabei werden die Abgeordneten für das Repräsentantenhaus, rund ein Drittel der Senatoren und zahlreiche Gouverneure neu gewählt. Man darf gespannt sein. Wer unser Wichtiges&Mehr liest, hat in jedem Fall richtig gewählt. Hier geht es heute um Ipsos, best for planning, Epap und wir haben ein Ranking der Lieferanten des LEH dabei.



#Der Kassenzettel verrät es

Das Startup Epap hat alle 490.000 eingesammelten Kassenzettel aus den Jahren 2021 und 2022 in den Kategorien Supermarkt, Discounter, Hypermarkt und Bio-Supermarkt eingeteilt und sich dann die Häufigkeit der Besuche in den einzelnen Handelsformen angeschaut. Dabei zeigt sich ein deutlicher Rückgang in der Einkaufsfrequenz bei Supermärkten und Discountern, vor allem aber bei SB-Warenhäusern. Einzig in Bio-Supermärkten bleibt die Frequenz der Panelisten, die sich die Epap-App installiert habe, konstant. Weitere Umfragen für den diese Woche erscheinenden Inflationsreport des Instituts zeigen, dass die Menschen geplanter einkaufen und vor allem kleine „Spontankäufe“ entfallen.

#What Worries the World?

Im Sorgenranking von Ipsos, der Studie, die monatlich in 29 Ländern durchgeführt wird, zeigt sich, dass jeder zweite Befragte sich über die Inflation Gedanken macht. In Deutschland folgt die Angst vor Armut und sozialer Ungleichheit (36 Prozent | -2). Auf den Plätzen drei bis fünf folgen der Klimawandel (33 Prozent | ±0), militärische Konflikte (30 Prozent | +5) und Corona (18 Prozent | +1). In keinem anderen Land bereiten die Folgen des Klimawandels den Menschen mehr Sorge, heißt es. Für „What Worries the World“ wurden im September und Oktober insgesamt 30.506 Personen aus 29 Ländern.

#Ranking

Die Lebensmittel Zeitung (Abo) hat ein Ranking der Top 100 Lieferanten des deutschen Lebensmittelhandels erstellt. Die Top-5 sind hierzulande: Oetker, Ferrero, Unternehmensgruppe Theo Müller, DMK Deutsches Milchkontor, Thönnies. Während die ersten drei Player an Umsatz zulegen konnten, musste DMK und Thönnies einen Umsatzeinbruch von 12 bzw. 18,2 Prozent verzeichnen. Das Ranking beruht auf Unternehmensangaben, Geschäftsberichten und Schätzungen. Die Exportumsätze sind weit möglichst herausgerechnet. Die Tabakkonzerne fehlen, da hier keine vergleichbaren Zahlen für Deutschland und ohne Tabaksteuer zu ermitteln waren, heißt es.

#Zeitunglesen auch im Netz

Zeitungen in Deutschland haben eine Gesamtreichweite von 79,8 Prozent (netto, das heißt jeder User wird nur einmal gezählt). Damit lesen 56,3 Millionen Personen regelmäßig eine gedruckte Ausgabe oder nutzen Zeitungen mindestens wöchentlich digital. Das zeigt eine aktuelle Auswertung der Markt-Media-Studie best for planning (b4p) 2022 durch die ZMG Zeitungsmarktforschung Gesellschaft im Auftrag des Bundesverbands Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV). Während 38,2 Millionen zur Printausgabe greifen, nutzen 40 Millionen die Zeitungsangebote über Desktop, Mobile oder Apps. Für die b4p-Studie wurden 30.810 zufällig ausgewählte Personen befragt. Sie ist repräsentativ für die deutschsprachige Wohnbevölkerung ab 14 Jahre.

#Ein neues Verständnis

12 bis 15 Prozent der gesamten Lebenszeit verbringen wir durchschnittlich in der sogenannten Gastwelt, das ist jede achte Minute, so eine Studie des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO. Dabei wird die Gastwelt großzügig definiert: ob beim Bäcker oder im Coffeeshop, bei Events und Messen, in der Kantine, in neuen Coworking-Spaces oder Freizeitsparks, bei der Schul- und Krankenhausverpflegung, im Reisebüro oder eben in Hotels oder der klassischen Gastronomie. Demnach liegt die Brutto-Wertschöpfung dieser Branche bei 355,3 Milliarden Euro und damit auf Platz 2 nach der Automobilindustrie (438,8 Mrd. Euro) und vor dem Maschinenbau (256,9 Mrd. Euro) und der chemisch-pharmazeutischen Industrie (198,3 Mrd. Euro). Die AHGZ (dfv Mediengruppe) stellt die Studie ausführlich vor.

#Meist gelesen

#Das Letzte

Die NGOs Global Witness und Cybersecurity for Democracy hat untersucht, wie Social-Media-Plattformen mit politischer Werbung umgehen, die Fehlinformationen enthält. Für ihre Studie schalteten sie jeweils 20 Anzeigen bei TikTok, YouTube und Facebook, die falsche Fakten zur US-Kongresswahl am 8. November enthielten und den Richtlinien der Plattform widersprachen. Darüber berichtet der Social Media Blog. Während YouTube sämtliche Anzeigen ablehnte und den Account sperrte, wurde bei TikTok 90 Prozent des Inhalts veröffentlicht.

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