Wichtiges&Mehr

Re-Design im Packaging / Best of FAMS / Betrugsbekämpfung / Markenerleben / Einkommensunterschiede

IMAGO / Arnulf Hettrich
Das veränderte Einkaufsverhalten wird zunehmend eine Herausforderung für die Innenstädte. Mit der angekündigten Schließung von Galeria Karstadt Kaufhof Häusern rücken auch die Immobilien in den Fokus. Denn die Zeit der Kaufhäuser ist vorbei. Einfach einen neuen Mieter/Pächter finden, wird deshalb nicht funktionieren. Ideen sind gefragt. Bei Wichtiges&Mehr geht es heute um Nachrichten von PRS in Vivo, BVM, IA, MRS, Pilot, ifo Institut, EconPol Europe und Esomar.
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#Testen, testen, testen!

Eine Verpackung ist ein kompliziertes Produkt und Veränderungen unterbrechen die habitualisierte Vorgehensweise der Konsumierenden. Was es daher bei einem Re-Design alles zu beachten gilt, weiß Thomas Deneke von PRS in Vivo. Am 30. März erklärt er es in einem Deeper Insights Day von planung&analyse und jetzt vorab in einem Sneak Peak im Interview: Worauf man beim Re-Design einer Verpackung achten muss.

#Best of FAMS

2023 geht der Preis für die beste Projektarbeit einer Klasse mit Auszubildenden zum/zur Fachangestellten der Markt- und Sozialforschung wieder an das Joseph-DuMont-Berufskolleg in Köln. Das Projekt „Evaluation des Distanzunterrichts während der Covid-19-Pandemie 2020/21 an unterschiedlichen Schulformen“ hat die Jury am meisten überzeugt, obwohl auch die beiden anderen eingereichten Arbeiten sehr gut waren, heißt es in einer Pressemitteilung des ADM. Der Verband vergibt die Auszeichnung mit dem BVM und der DGOF. Die jungen Menschen dürfen ihr Projekt auf dem BVM-Kongress am 14. Juni 2023 in Frankfurt am Main vorstellen.

#Obacht

Die Branchenverbände Insights Association (IA) aus den USA, Market Research Society MRS aus UK und Esomar schließen sich zur Betrugsbekämpfung bei Access-Paneln zusammen. Außerdem mit im Boot ist die Messe SampleCon, die gerade in Pasadena, Kalifornien, abgehalten wurde. Dies berichtet die Plattform MrWeb. Ziel ist es, zunächst die Häufigkeit betrügerischer Vorfälle beim Ausfüllen von Online-Fragebögen – sei es durch Menschen oder Bots – zu ermitteln. Darüber hinaus soll die Datenqualität bei qualitativer Forschung untersucht werden. Dann sollen Verzerrungen aufgedeckt und Verbesserungen angegangen werden.

#Kein Aufreger

Der jüngste Pilot Radar zeigt, wie volatil das Markenerleben sein kann. So zeigt die aktuelle Welle 44 im Vergleich zur Welle 36 (erhoben Ende Januar 2022, drei Wochen vor Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine), dass sich die Einstellung zu Marken teilweise signifikant verändert hat. In der aktuellen Erhebung gaben 81 Prozent der Befragten an, dass sie eine Marke nicht mehr kaufen wollen, wenn sich das Unternehmen nicht richtig oder unsozial verhält (Welle 36: 74 Prozent). Gleichzeitig erhielt 67 Prozent das Item „Marken sollten sich nicht in gesellschaftliche und ökologische Themen einmischen“ nun eine um zehn Prozentpunkte höhere Zustimmung. Außerdem aufgedeckt: Die von Ernährungsminister Cem Özdemir vorgeschlagene Beschränkung von Werbung für ungesunde Lebensmittel, die sich an Kinder richtet, wird in der Bevölkerung – anders als in der Werbebranche – nicht als Aufreger gewertet. Immerhin 61 Prozent der Befragten fanden, dass dieses Vorhaben eher oder sehr sinnvoll sei, nur 26 Prozent hielten nichts davon.

#Das Letzte

Die Ungleichheit bei den Einkommen ist in Deutschland zwischen 1998 und 2016 gestiegen. Das geht aus Steuerdaten hervor, die das ifo Institut und EconPol Europe analysiert haben. Demnach erzielten im Jahr 1998 die 10 Prozent reichsten Steuerzahler 33,8 Prozent der Einkommen. Im Jahr 2016 ist der Wert auf 37,2 Prozent gestiegen. „Neuere Zahlen liegen leider nicht vor“, sagt ifo-Forscher Andreas Peichl. Der Einkommensanteil der ärmeren 50 Prozent sank gleichzeitig von 19,3 Prozent auf 15,9 Prozent. „Einkommensunterschiede innerhalb von Städten und Gemeinden machen mehr als 95 Prozent der nationalen Ungleichheit aus. Es sind also nicht die Regionen, die sich auseinanderentwickelt haben, sondern die Ungleichheit innerhalb der Städte ist gestiegen“, sagt Peichl.

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