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© IMAGO / Arnulf Hettrich
Jetzt ist es also raus - das Unwort des Jahres: Klima-Terroristen. Im Rennen waren auch Gratismentalität, Hygienespaziergang oder Klima-RAF. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1.476 Vorschläge eingereicht mit 497 verschiedenen Ausdrücken. Bei der jährlichen Aktion geht es u.a. darum, die Aufmerksamkeit auf den Sprachgebrauch, das Sprachbewusstsein und die Sprachsensibilität in der Bevölkerung zu stärken. Hier lesen Sie heute - hoffentlich ohne Unworte - Meldungen von Destatis, Statista, Alibaba, AGF, Innofact, Verivox.



#Konsum Made in China

Im Jahr 2022 haben rund eine Milliarde chinesische Verbraucherinnen und Verbraucher 45,3 Prozent aller Einzelhandelsumsätze über E-Commerce-Kanäle getätigt. Das ist weltweit spitze. Alizilia, der Newsroom des chinesischen Online-Giganten Alibaba, hat in die Zahlen geschaut. Dabei kommen bizarre Trendprodukte wie etwa Begleitrobotern für Haustiere zum Vorschein. Außerdem stehen chinesische Verbraucher offenbar auf virtuelle Influencer. Lesen Sie zu den fünf Trends für den Online-Handel im Reich der Mitte.

#Frauen-Fußball schauten mehr als Männer-WM

Ein Rückblick auf das Jahr 2022 in TV-Momenten – das liefert die AGF-Videoforschung. Insgesamt ist die TV-Nutzung im vergangenen Jahr auf 195 Minuten gesunken (2021: 213 Minuten), bei den 14- bis 49-Jährigen auf 101 Minuten (2021: 121 Minuten). Die Vorsitzende der Geschäftsführung Kerstin Niederauer-Kopf sieht allerdings in den beiden Vorjahren erhebliche Sondereffekte durch die Corona-Lockdowns. Die Fußball-WM hat tatsächlich nicht den Effekt auf die Zuschauenden gehabt, den Sportgroßereignisse wie Olympische Spiele und Fußball-Meisterschaften für gewöhnlich auslösen. Die Partie Deutschland – Japan am 23. November hatte eine Sehbeteiligung für TV und Streaming von 10,419 Millionen. Das Finale Argentinien – Frankreich sahen insgesamt 14,723 Millionen. Die übertragenen Frauen-EM-Spiele konnte da mehr Zuschauer vor die Glotze locken: Für das Endspiel England gegen Deutschland am 31. Juli wurde eine Sehbeteiligung von insgesamt 17,952 Millionen Zuschauern errechnet. 

#Neue Projektleiterin

Das Kölner Marktforschungs- und Beratungsinstitut Heute und Morgen hat sich gleich zu Beginn des neuen Jahres personell weiter verstärkt. Karina Grünhage ist als Senior Projektleiterin neu im Kompetenzteam. Die studierte Betriebswirtin kommt von Interrogare aus Bielefeld, wo sie als Research Consultant in der Marketingforschung tätig war. Zuvor war sie bei der Santander Consumer Bank in Mönchengladbach als Projektleiterin im Bereich Marketing & Produktmanagement beschäftigt.

#Steuern hoch

Fast jeder zweite Bundesbürger findet, dass der Staat die Steuern auf Tabak und Alkohol zur Finanzierung der Krankenkassen erhöhen sollte. Jeweils 45 Prozent der Bundesbürger sind für die Erhöhung der sogenannten Genusssteuern. Auch unter regelmäßigen Rauchern befürwortet noch jeder Fünfte (19 Prozent) eine Erhöhung der Tabaksteuer zugunsten der Krankenkassen. Ausgabefreudiger sind Alkoholkonsumenten: Rund ein Drittel (34 Prozent) der Personen, die mindestens einmal pro Woche Alkohol trinken, zeigt sich mit Steuererhöhungen auf Alkohol einverstanden. Das zeigt eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Innofact im Auftrag des Vergleichsportals Verivox, bei der rund 1.000 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt wurden.

#Das Letzte

809.000 Menschen in Deutschland sind Privatiers und leben überwiegend vom eigenen Vermögen. Das berechnete Destatis und Statista hat eine Grafik dazu erstellt. Die Zahl sei gegenüber dem Jahr 2020 um fast 100.000 gestiegen. Noch vor zehn Jahren waren es sogar nur etwas mehr als halb so viele (2010 = 415.000). Das Gros derjenigen, die Arbeit nicht nötig haben, ist zwischen 45 und unter 65 Jahre alt, jeweils etwa 30 Prozent sind jünger oder älter.

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