Wichtiges&Mehr

Neue Chefs bei Dynata und Infratest Dimap / Zahlen von Iqvia / Deeper Insights Day / Quiet Constraint / pessimistische Unternehmer

   Artikel anhören
© Pixabay
Die einen erholen sich von der gestrigen Halloween-Party, die anderen gedenken der Verstorbenen. Wir in Hessen haben keinen Feiertag und liefern das Wichtiges&Mehr püktlich um 12 Uhr mit Informationen zu Infratest Dimap, Dynata, Q Agentur für Forschung, Iqvia, Mc Kinsey und fragen: Wissen Sie was Quiet Constraint ist?

#Neue Führung bei Infratest Dimap

Nico Siegel verlässt das Instituts Infratest Dimap. Sein Nachfolger als Geschäftsführer wird ab Januar Roland Abold, der bislang bei der GfK unter anderem verantwortlich für die Messung der Einschaltquoten für die AGF war. Abold ist zudem langjähriger Vorstand des ADM. Das uns aus der Wahlberichterstattung wohlbekannte Institut ist ein Kind der Wende. Infratest Burke Berlin wurde wenige Tage nach dem Fall der Mauer gegründet und erhielt 1996 zusammen mit dem Bonner Dimap-Institut den Zuschlag für die Wahlforschung im Rahmen der ARD-Wahlberichterstattung. Damals war Richard Hilmer verantwortlich, der das Institut 2015 überraschend verließ. Es übernahmen Nico Siegel gemeinsam mit Michael Kunert. Zuletzt war Siegel gemeinsam mit Finanzexperte Frank Paule in der Führung von Infratest Dimap tätig. Das Institut hat zwei Eigner. Daher gibt es zwei Kommentare zu dem Wechsel: Ingo Schier - ehemals Nielsen Deutschland-CEO, jetzt CEO Germany von Kantar Public - dankt „Herrn Siegel ausdrücklich für sein Engagement und seine Leistungen“. Das international tätige Unternehmen Kantar Public (irgendwann mal Infratest) ist Anfang September von Kantar an Trilantic Europe verkauft worden. Stellvertretend für Dimap kommentiert der Generalbevollmächtigte von Infratest Dimap und Gründer und geschäftsführende Gesellschafter von Dimap, Reinhard Schlinkert: „mit Roland Abold eine erfahrene Persönlichkeit gefunden zu haben“. Wir wünschen auch viel Erfolg.

#Datenflut für Insights nutzen

Täglich erreichen Milliarden neuer Datenpunkte das Internet. Da stellt sich die Frage: Wie können wir diese Datenflut für Marktforschung und Insights sinnhaft nutzen? Dies erklären Swen Sieben, Data Scientist und Oliver Tabino, Gründer und Geschäftsführer, beide von der Q Agentur für Forschung beim Deeper Insights Day am 15. November von planung&analyse. Im Interview verrät Tabino vorab, welche Expertise es braucht es, um die Spreu vom Weizen bei der Datenvielfalt trennen zu können? Weiterlesen bei planung&analyse. 

#Laben hört auf

Der weltweit größte Panelbetreiber Dynata hat einen neuen Chief Executive ernannt: Mike Petrullo, ehemaliger Leiter von Dodge Data and Analytics, ersetzt Gary S. Laben, der 2016 Chef von Research Now wurde und im Dezember 2017 mit SSI fusionierte. planung&analyse hatte damals Gelegenheit Laben dazu zu interviewen. Laben trieb in der Folge die Umbenennung in Dynata voran und sorgte für die Einführung der Plattformen Marketplace und Connected Insights. Wohin es Laben zieht, ist derzeit nicht bekannt. Petrullo bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung aus leitenden Positionen in den Bereichen Business Services, Analytics und Technologie mit.

#Umsatz legt weiter zu

Der laut Esomar größte Marktforscher der Welt, Iqvia, gibt für das 3. Quartal einen Umsatz in Höhe von 3,562 Milliarden US-Dollar an. Das war im Jahresvergleich ein Zuwachs um 5 Prozent auf berichteter Basis und um 10,5 Prozent bei konstanten Wechselkursen. Der Umsatz von Research & Development Solutions lag bei in Höhe von 1,979 Milliarden USD und stieg um 6,8 Prozent auf ausgewiesener Basis und um 10,7 Prozent bei konstanten Wechselkursen. 

#Schwarzseher

Deutsche Unternehmen haben einen Hang zum Pessimismus. Laut einer Studie der Unternehmensberatung McKinsey mit dem Markenverband bewerten nur 3 Prozent der deutschen Markenartikelhersteller ihre Lage als sehr gut, 39 Prozent als gut. Weitere 11 Prozent beschreiben die Situation aktuell als schlecht. In Benelux und Skandinavien finden immerhin 28 Prozent der befragten Unternehmen ihre gegenwärtige Lage sehr gut, in den USA sind es 26 Prozent. Die kommenden zwei bis drei Jahre werden – zumindest in der Befragung – etwas optimistischer betrachtet. 59 Prozent sehen ihre Geschäftserwartungen positiv. Seit 1999 beleuchtet McKinsey regelmäßig die Situation der deutschen Markenunternehmen. Die Studie befragt die Mitglieder des deutschen Markenverbands und hat erstmalig auch internationale Vergleiche gezogen. Befragt wurden 140 Unternehmen aller Größenordnungen.

#Das Letzte

Die Zeitschrift iBusiness berichtet über eine Studie der Lern- und Engagement-Plattform Kahoot, die das Phänomen Quiet Constraint beschreibt. 58 Prozent der Mitarbeitenden geben in der US-Befragung an, dass sie nützliche Informationen am Arbeitsplatz, welche sie mit Kollegen zum Fortkommen des Unternehmens teilen könnten, stillschweigend für sich behalten. In der Generation Z sind es sogar 77 Prozent. Männer (63 Prozent) sind noch zurückhaltender als Frauen (57 Prozent). Auf die Frage, warum sie die Informationen nicht weitergeben, gaben 26 Prozent an, dass sie nie gefragt wurden, diese mit anderen Personen zu teilen. Gefunden bei Frau Wenk.

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
    stats