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Die deutschen Flüsse sind gerade in der Aufmerksamkeit: Im Osten ist es das katastrophale Fischsterben in der Oder und der Pegelstand von Rhein und Main gefährdet die kommerzielle Schifffahrt.  Das Netz der Bundeswasserstraßen in Deutschland umfasst übrigens 7.476 Kilometer, von denen 75 Prozent auf Flüsse und 25 Prozent der Strecke auf Kanäle entfallen. Außerdem 450 Schleusenkammern und 290 Wehre, zwei Schiffshebewerke, 15 Kanalbrücken und zwei Talsperren. Unsere Themen heute bei Wichtiges&Mehr: Saftey-Seekers, Touchpoints, E-Sport, Influencer und eine Buchempfehlung. Und bei #Das Letzte geht es wieder ums mangelnde Wasser, diesmal an Land.



#Zahlenblind

Es schützt gegen Marketing-Hype und religiösen Techno-Glauben als auch gegen Technik-Skepsis und Weltuntergangsszenarien: statistisches Denken. Dieser Satz entstammt dem gerade erschienen Buch „Grüne fahren SUV und Joggen macht unsterblich - über Risiken und Nebenwirkungen der Unstatistik“. Sie glauben, Sie seien immun gegen Zahlenblindheit, die das Autorenteam als geistige Pandemie bezeichnet? Lesen Sie hier unsere Buchbesprechung. Mitautorin Katharina Schüller wird übrigens auf der planung&analyse Insights22 die Keynote halten und im Anschluss mit anderen Daten-Experten über Datenkompetenz und Datenethik diskutieren. Jetzt hier anmelden

#Sicherheit gefragt

Die Regionalen Consumer Styles von GfK unterteilen die Bevölkerung in neun Lebensstil-Zielgruppen, die sich in ihren Einstellungs- und Verhaltensmustern, Motivationen und Bedürfnissen unterscheiden. Im Juli wurden speziell die Safety-Seekers unter die Lupe genommen: 80 Prozent der Befragten in Deutschland fürchten aktuell Lieferengpässe bei Öl, Gas und Benzin sowie steigende Lebensmittelpreise. Die Safety-Seekers sind dabei am meisten zurückhaltend, was die Planung ihrer Ausgaben angeht. Denn sie legen großen Wert auf Sicherheit und Beständigkeit in ihrem Leben, schätzen traditionelle Werte und suchen Befriedigung in Ihrem Job. Gleichzeitig wollen sie aber auch ihr Leben genießen, hören gerne Musik oder kümmern sich um ihr Zuhause. Der höchste Anteil an Safety-Seekers mit 11,00 Prozent findet sich im Stadtkreis Gera, gefolgt vom Stadtkreis Gelsenkirchen (10,57 Prozent) und Landkreis Recklinghausen (10,44 Prozent). Die wenigsten Safety-Seekers sind mit 4,80 Prozent im Landkreis Schleswig-Flensburg zu finden.

#Touchpoints

[m]Science, die zentrale Forschungsunit der GroupM, hat mit dem Tool „Touchpoint Decoder“ mehr als 50 Touchpoints untersucht und stellt in einer Studie vor, wie diese auf Kommunikationsziele wie Markenwissen, Emotionalisierung oder auch Aktivierung und den Kauf einzahlen. So zeigte sich etwa, dass Pinterest besser wirken kann als Instagram und Facebook, die Podcast-Werbeform Host-Read zeigte sich als wirksamster Audio-Touchpoint, Prospekte und Anzeigen in Zeitungen werden als besonders vertrauens- und glaubwürdig wahrgenommen und außerdem sind auch Print-Anzeigen zur Emotionalisierung geeignet. Die Ende 2021 durchgeführte Untersuchung basiert auf einer quantitativen Befragung mit insgesamt 18.000 Teilnehmende und 46.000 Touchpoint-Bewertungen. Es wurden insgesamt mehr als 50 Touchpoints aus allen für einen Werbetreibenden relevanten Bereichen (Paid, Owned und Earned) untersucht. 

#Keine Bewegung, dennoch Sport

Sportfans werden seit Jahrzehnten als mögliche Zielgruppe unter die Lupe genommen, aber was ist eigentlich mit E-Sport-Fans? Rund drei Prozent der Deutschen verfolgen laut YouGov regelmäßig E-Sports. Sie sind mehrheitlich männlich (76 Prozent) und im Alter von 18 bis 24 Jahren (30 Prozent vs. 9 Prozent der Gesamtbevölkerung); sie sind auch signifikant häufiger Studenten (15 Prozent vs. 5 Prozent der Gesamtbevölkerung). Knapp drei von vier E-Sport-Fans sind auf YouTube aktiv (72 Prozent vs. 45 Prozent der Gesamtbevölkerung), 66 Prozent auf Instagram (vs. 45 Prozent), 46 Prozent auf Twitter (vs. 19 Prozent), und 34 Prozent auf TikTok (vs. 17 Prozent der Gesamtbevölkerung).

#Influencermarketing

Influencer als Markenbotschafter - das hat vor allem in der Pandemie stark zugenommen. Neben den großen Stars, die wohl eher für große Marken in Frage kommen, ist besonders die Entwicklung der Bedeutung von Micro-Influencern mit einer Reichweite von 500 bis 5000 Followern spannend, die zur ersten Wahl bei Kooperationen von Marken zählen. Meltwater hat sich das angeschaut und den Bericht „Influencer Marketing in einer neuen Welt“ verfasst. Gefunden hat der Software-Anbieter etwa, dass im vergangenen Jahr 91 Prozent aller gesponserten Beiträge mit Content von Micro-Influencern erstellt wurden.

#Das Letzte

Regnet es bei Ihnen auch? Ein bisschen? Dr. Rob Thompson von der University of Reading zeigt in einem Tweet, wie lange es dauert, bis von einem völlig ausgetrockneten Boden überhaupt Wasser aufgenommen wird. Sehr anschaulich!

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