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Der Fachkräftemangel ist auch in Marktforschung ein Thema - wie gehen Sie damit um? Haben Sie bereits kreative Ansätze? E-Auto, 4-Tage-Woche, Firmenkindergarten? Schreiben Sie uns an redaktion@planung-analyse.de! Dass Starnberg bei der Kaufkraft mal wieder vorne liegt, überrascht nicht. Neu im Ranking ist der Landkreis Miesbach auf Platz 10. Schlusslicht bleibt der Stadtkreis Gelsenkirchen. Außerdem geht es heute um: Marken, Nachhaltigkeit, Bevölkerungswachstum und Schweizer Humor.

#Fehlende Kräfte

Der Future of Job-Report der Boston Consulting Group (BCG) beschäftigt sich mit dem Fachkräftemangel bis zum Jahr 2030. Während im Gesundheitswesen eine Lücke von zwölf Prozent entsteht – schlimm genug – werden für die Bereiche Mathematik und IT-Fachkräfte 86 bzw. 56 Prozent mangelnde Fachkräfte errechnet. Dies berichtet das Handelsblatt.
Der Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA bestätigt laut Horizont solche Prognosen und schlägt Alarm. 85 Agenturen wurden befragt, die nicht nur 1.492 Positionen vakant haben, sondern 2.065 neue Stellen ausschreiben wollen. Auch dort fehlen vor allem Berater und Techniker. Der GWA sucht nach Lösungen. Die Abwerbung von anderen Agenturen sei aber keine, sagt GWA-Präsidentin Larissa Pohl.
Beobachtet man den Stellenmarkt, trifft der Fachkräftemangel auch die Branche Marktforschung. Frage an die Branche: Gibt es hier Initiativen zum Gegensteuern?

#Lockmittel

Das Mannheimer Spiegel Institut (zum Firmeneintrag im planung&analyse mafonavigator >>) will sich familienfreundlich und jederzeit dialogbereit zeigen und ist daher dem Netzwerk Erfolgsfaktor Familie, eine Initiative der Bundesregierung von 2007, beigetreten. „Wir profitieren im Gegenzug von motivierten und zufriedenen Mitarbeiter:innen und einer familiären Arbeitsatmosphäre“, erklärt Beate Irmer, Managing Director des Spiegel Institut.
Eine spektakulärere Initiative, die Mitarbeiter in das Unternehmen locken soll, hat gestern Quantilope bekannt gegeben (siehe Newsline von gestern). Die Mitarbeiter dürfen unbegrenzt bezahlten Urlaub nehmen.

#Verstärkung gefunden

Der Jahreswechsel bringt manchmal auch berufliche Veränderungen, so gehören jetzt Pia Dahl, Christian Krestel und Tobias Metzler zum Team von Innofact (zum Firmenprofil im planung&analyse mafonavigator >>). Diesmal erfahren wir ein bisschen mehr zu den Menschen hinter den Namen: Die Soziologin Pia Dahl engagiert sich im Kinderschutzbund Tübingen und in der School for Life Chiang Mai in Thailand. Christian Krestel, ebenso Soziologe, ist Musiker und spielt Bass. Und mit dem Politikwissenschaftler Tobias Metzler kommt ein leidenschaftlicher Sportler ins Team.

#Mehr Geld – oder doch nicht?

Die aktuelle GfK Kaufkraftstudie zeigt, dass den Deutschen im Jahr 2022 im Schnitt 24.807 Euro pro Kopf für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit und Sparen zur Verfügung stehen. Dies entspricht einem rechnerischen Plus von nominal 4,3 Prozent und 1.013 Euro mehr pro Kopf im Vergleich zum revidierten Vorjahreswert. Die höchste Pro-Kopf-Kaufkraft gibt es in Starnberg und in München. Die Inflationsrate liegt laut dem Statistischen Bundesamt derzeit bei 5,2 Prozent.

#Daten für Marken

„What matters to today’s consumer“ fragt das Capgemini Research Institute für eine neue Forschungsreihe im Segmenten Konsumgüter und Einzelhandel. Für die erste Ausgabe wurden mehr als 10.000 Personen in zehn Ländern befragt. Ein Ergebnis: jüngere Konsumenten sind bereit, Informationen zu ihrer Person oder zu ihren Präferenzen anzugeben, wenn sie dafür im Gegenzug von Markenhersteller einen Mehrwert erhalten. Solche Daten können Unternehmen nutzen, Angebots- und Nachfragetrends zu erkennen und in konkrete Entscheidungen umzusetzen.  

#Nachhaltigkeit

In einer Studie, die Kantar für das Vodafone Institute durchführte, geht es um die Einstellung zu nachhaltigem Konsum und globaler Erwärmung (Onlinebefragung in 17 Ländern in allen Kontinenten mit je 1.000 Befragten im September/Oktober 2021). Ein Kernergebnis: Die Befragten in der ganzen Welt wünschen sich, dass ihre Regierungen stärker in Maßnahmen zur Bekämpfung der Erderwärmung investieren (84 Prozent).  

#Weniger Menschen

In einem Beitrag für das kanadische Portal Globe and Mail wird über das weltweite Bevölkerungswachstum berichtet. Co-Autor Darrell Bricker ist Chief Executive Officer von Ipsos Public Affairs. Die Geburtenrate pro Frau liegt nur noch in wenigen Ländern der Welt über 2, etwa in Pakistan, Bangladesh und Nigeria.

#Schweizer Humor

In der Schweiz nimmt sich das statistische Bundesamt SwissStats selbst auf die Schippe und stellt auf YouTube eine „Werbung“ für ihre Arbeit ein. Sehenswert! What have statistics ever done for us?

#Zum Schluss

Gestern hatte sich ein falscher Link eingeschlichen: Hier geht's direkt zum PDF ESOMAR/GRBN Guideline: When Processing Secondary Data for Research

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