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Mediennutzung / LEH in Europa / Social-Media-Einfluss / Wer ist Darwin? / Gesundheit / Schmid packt aus

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Heute tartet die Frankfurter Buchmesse. König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien eröffnen gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Ehrengastauftritt Spaniens.
© Frankfurter Buchmesse
Heute tartet die Frankfurter Buchmesse. König Felipe VI. und Königin Letizia von Spanien eröffnen gemeinsam mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den Ehrengastauftritt Spaniens.
Neuigkeiten aus Österreich: Thomas Schmid, der langjährige Weggefährte von Ex-Kanzler Sebastian Kurz, packt aus und gibt gegenüber der Staatsanwaltschaft zu, mit Hilfe von Meinungsforscherinnen ein “Tool” zur Beeinflussung der Öffentlichkeit eingerichtet zu haben. Gewünschte Umfragen seien beauftragt und teilweise frisiert worden, heiß es im Spiegel, dem die Protokolle vorliegen. Und Kurz war nicht nur informiert, sondern auch involviert. Bei unseren News heute erfahren Sie Wichtiges&Mehr von  der ARD/ZDF-Studie, Handel in Europa, Bonsai, Springer + Innofact. Und wir fragen: Wer war eigentlich Darwin?

#Körperbewusstsein

Das Online-Frauen-Magazin Stylebook (Springer) hat zum zweiten Mal den Einfluss verschiedener Medienkanäle auf das Verständnis von Schönheit und Wohlbefinden untersucht und den Beauty Impact Report 2022 erstellt. Durchgeführt hat die Studie Innofact und dafür 1000 Frauen im Alter von 16 bis 79 Jahren befragt (im Juni 2022). Die Studie zeigt: Social Media verleitet Frauen zu Schönheits-OPs und gesteigertem Konsum. Frauen und Mädchen verspüren in der heutigen Zeit einen enormen Druck, ihr Leben und ihr Aussehen zu optimieren, der durch permanente Vergleiche verstärkt wird. Je intensiver Soziale Medien von Frauen genutzt werden, desto häufiger vergleichen sie sich mit anderen.  

#Sieben Stunden täglich

Erschienen ist die Studie „ARD/ZDF-Massenkommunikation Trends 2022“. Dabei wurde erstmals ein „Mixed Mode“-Ansatz gewählt, der die Vergleichbarkeit gegenüber den Vorjahren erschweren könnte. Insgesamt wurden 2.007 deutschsprachige Personen ab 14 Jahren in Deutschland befragt: 70 Prozent davon per Telefon auf Basis einer repräsentativen Dual-Frame-Stichprobe, weitere 30 Prozent über ein repräsentatives Onlinepanel. Dies geschah, weil „vor allem jüngere Menschen immer schwerer über Telefonbefragungen zu erreichen“ sind, heißt es. Die Ergebnisse: Die Mediennutzungsdauer bleibt mit sieben Stunden täglich weiterhin hoch. Die Radionutzung geht auf Vor-Corona-Niveau zurück. Der Trend zur nicht-linearen Nutzung setzt sich fort. Unter 30-Jährige verbringen immer mehr Zeit mit Videos und immer weniger mit Audios. Die Befragungen hat die GIM in Wiesbaden durchgeführt. 

#Tesco drängelt sich vor

Die Lebensmittel Zeitung (Abo) veröffentlich das Top-50-Ranking der größten Händler Europas. Erstellt wurde es von Edge by Ascential und zeigt die Umsatzprognose für das volle Geschäftsjahr 2022. Die Schwarz-Gruppe vergrößerte dabei ihren Vorsprung als größter europäischer Lebensmittelhändler. Tesco hat sich auf Platz 2 vorgeschoben, damit das deutsche Führungstrio gesprengt und Rewe und Aldi hinter sich gelassen. X5 Retail aus Russland überholt Sainsbury sowie Ahold Delhaize und rutscht erstmals in die Top 10. Dahinter dominieren die starken Franzosen und Engländer. 

#Generika im Vorteil

Beim Thema Gesundheit wird nicht gespart? Falsch. Fragt man Apotheker und Apothekerinnen, so verändert sich auch in ihrem Sortiment das Kaufverhalten. 42 Prozent der Befragten in einer Studie von Bonsai ApoVote, dem Apotheker-Panel von Bonsai Health, geben an, dass insgesamt weniger Produkte verkauft werden. Das geht vor allem zu Lasten von Markenartikeln, der Kunden fragen häufiger nach günstigeren Produktalternativen. Insgesamt stellen 80 Prozent der n=256 Apothekerinnen und Apotheker eine Veränderung der Nachfrage durch die Inflation fest.

#Das Letzte

Das Streichen der Evolutionstheorie aus amerikanischen Schullehrplänen hatte erhebliche Auswirkungen auf die Bevölkerung. In einem Working Paper hat Benjamin Arold, Forscher am ifo Institut und der ETH Zürich festgestellt, dass wissenschaftsskeptische Lehrpläne langfristige Folgen für die Einstellung zur Wissenschaft haben. Gegenwärtig lehnen in den USA etwa 40 Prozent der Bevölkerung die Evolutionstheorie von Charles Darwin ab. Es wurden Befragungen von mehr als 6 Millionen Erwachsenen in den USA, die zwischen 1990 und 2009 eine High School besucht haben, herangezogen. In dieser Zeit wurden die Lerninhalte zur Evolutionstheorie zum Teil verändert. So konnte die Veränderung in den Einstellungen ermittelt werden. Arold sieht auch in Deutschland „wissenschaftsfeindliche Haltungen in der Bevölkerung verbreitet: Neben der Ablehnung der Evolutionstheorie finden wir sie bei den Themen Klimawandel oder bei der Beurteilung von Chancen und Risiken von Impfungen. Die Politik sollte aktuelle Erkenntnisse der Wissenschaft in die Lehrplangestaltung einfließen lassen.“ Die Studie zeigt zudem, dass auch die Berufswahl durch die mangelhaften Lehrpläne beeinflusst wurde und weniger naturwissenschaftliche Berufe gewählt wurden.

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