Wichtiges&Mehr

Langzeitstudie / Überprüfung / Shoppen offline / Innovationskultur / Wechsel / Kreativität fördern / Human Resources

   Artikel anhören
© Pixabay
Die Messe ist vorbei, jetzt wird der Endspurt des Jahres vorbereitet und alle Aufträge abgearbeitet. Bei planung&analyse steht noch ein Heft an. Es geht um internationale Forschung und um Food. Wer dazu noch beitragen möchte, vor allem methodisch innovativ, melde sich gerne bei uns. Wichtiges&Mehr kommt heute von GfK, Destatis, Mood Media, Diffferent, CRMfirst, Mark Ritson.

#Human Resources

Ein Thema, was in allen Branchen virulent ist: Fachkräftemangel.  Arbeitnehmermarkt trifft auf wirtschaftliche Unsicherheit. Wenn Unternehmen in Krisenzeiten am Marketing und Personal sparen, ist das der falsche Weg. Andreas Renner, Personaldienstleister und HR-Experte, hat Praxistipps für Human Resources in Krisenzeiten. Weiterlesen auf planung&analyse.

#Wertewandel

Befragungen, die die Ergebnisse des Vorjahres betrachten, gibt es häufig. Dass die Studienmacher jedoch 25 Jahre durchhalten, ist selten. GfK Consumer Life feiert Jubiläum und deckt die 26 wichtigsten nationalen Märkte auf allen Kontinenten ab. Ein aktueller Daten-Vergleich zeigt, wie sehr sich die Verbraucher hierzulande seit 1997 verändert haben. Dabei fällt auf, dass Respekt gegenüber den Vorfahren am meisten rückläufig ist, aber auch das Streben nach einem guten Aussehen oder Spaß haben (jeweils 11 Ränge). Auch materielle Sicherheit und Status verlieren an Bedeutung. „Diese Veränderungen zeigen eine klare Verschiebung unseres Wertesystems“, erklärt Petra Süptitz, Expertin für Konsumententrends bei GfK. Der Schutz der Familie war bereits 1997 der wichtigste Wert der Deutschen und ist es auch heute noch. Auch Ehrlichkeit rangiert nach wie vor unter den fünf wichtigsten Werten.

#Review

Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat an einem vom Statistischen Amt der EU durchgeführten Peer Review teilgenommen. In regelmäßigen Abständen werden vor allem die Abläufe und Zugänglichkeit der amtlichen Statistik von einem unabhängigen Expertenteam überprüft, aber auch die Unabhängigkeit der zuständigen Ämter unter die Lupe genommen. Destatis beschreibt in einem ausführlichen Bericht im Magazin WISTA 5/22 wie das vor sich ging und was das Amt ändern will. 

#Shoppen in richtigen Länden

Das In-Store Trendbarometer analysiert die Kundenerwartung an den stationären Handel. Das Institut Censuswide aus London führte die Studie im Auftrag von Mood Media unter 12.261 Verbrauchern ab 18 Jahren in China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Niederlande, Spanien und den USA durch. In Deutschland geben mehr als zwei Drittel (69 Prozent) an, dass sie genauso oft in physischen Geschäften einkaufen wie vor der Pandemie oder sogar häufiger. Die Erwartungen an den Handel sind allerdings hoch: Das richtige Ambiente, Nachhaltigkeit und die Integration digitaler Technologien bewegen die Kunden, länger zu verweilen, zu kaufen und wiederzukommen. 

#Freiraum für Wachstum

Die Strategieberatung Diffferent wollte wissen, wie Geschäftsmodelle, die das Potenzial für nachhaltiges Wachstum liefern, entwickelt werden. Exploriert wurde in einem dreistufigen Verfahren: Mit Desk Research, qualitativen Interviews und im Anschluss einer quantitativen branchenübergreifenden Befragung von über 120 Fachfrauen und -männern für Innovation in Unternehmen. Das Ergebnis: Entscheidend für das Finden nachhaltiger innovativer Geschäftsmodelle sind Freiräume und eine offene Innovationskultur. Es braucht Zeit und Geld. Allerdings verfügt nur jeder vierte Befragte über ein Budget, um die Weiterentwicklung bestehender Produkte und Services voranzutreiben. Der dritte Hebel sei die Möglichkeit, die entwickelten Innovationen auch richtig zu testen. Nur jeder dritte Innovator hat nach eigener Einschätzung dafür ausreichend Freiraum. “Um erfolgreiche Innovationen hervorzubringen, muss die Organisation als Ganzes bereit sein: Experimentieren können, Scheitern dürfen, Risiken eingehen, Unsicherheiten aushalten.” Das sind laut dem Whitepaper von Diffferent wichtige kulturelle Voraussetzungen.

#Vom Online-Panel zum Software-Haus

Caroline Pecoraro hat von Netigate zu dem Software-Unternehmen CRMfirst gewechselt, wo sie als Head of Marketing beginnt. Dort werden Customer-Engagement-Projekten, auf Basis von Microsoft Dynamics 365 durchgeführt. Neben Pecoraro hat das Tochterunternehmen des CRM-Beratungs- und Implementierungshauses Libracon GmbH aus Frankfurt auch einen neuen Head of Consulting Services: Hassan Riquier.

#Das Letzte

Marketing-Guru Mark Ritson stellt in einem LinkedIn-Post klar, dass seiner Meinung nach Kreativität nicht etwas ist, was jeder habe, es nur gefördert und trainiert werden müsse. Er glaubt, es sei angeboren und es komme “von oben”. Sein Beispiel ist ein uralter Film in dem Elton John mal eben den Welthit Tiny Dancer vorstellt, so als sei er ihm gerade gestern in den Sinn gekommen. Ritsons Rat an die Marketing-Gemeinde: “Lernen Sie, echtes kreatives Talent zu respektieren, auszuwählen, zu briefen und zu schützen, denn echte, weltmeisterliche Kreativität kommt von echten, weltmeisterlichen Kreativen mit Fingerspitzengefühl. Managen Sie es, lieben Sie es, aber glauben Sie nicht, dass Sie es sind.” 

    Ich habe die Datenschutzbestimmungen zur Kenntnis genommen und akzeptiere diese.
    stats