Wichtiges&Mehr

Inflation / PWC / Handel / Rewe / Meta / im Urlaub verpasst

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© IMAGO / NurPhoto Jakub Porzycki
Am Standort Wien von Mondelez Österreich wird die 4-Tage-Woche eingeführt. Freiwillig und als Pilotprojekt. Darüber berichtet das Magazin CASH. Bei planung&analyse wird noch fünf Tage gearbeitet und heute, am Freitag finden Sie Wichtiges&Mehr über die Inflation und die Reaktion von Firmen und Kunden, über die Zukunft von Handel, Regallücken und über die Kapriolen von Metas BlenderBot3.



#Der Spiegel der Gesellschaft

Wir bereiten gerade den Schwerpunkt rund um Künstliche Intelligenz für das kommende Heft vor. Alle Fachautoren schreiben: Das Wichtigste sind die Trainingsdaten. Das bestätigt sich bei dem vor einer Woche von Meta gelaunchten BlenderBot3. Er (oder sie?) hat schon allerlei Unsinn verzapft - hält Merkel und Trump noch für im Amt und verbreitet antisemitische Fake-News. Das normalerweise mit den Social-Media-Konzernen sehr kritische Social Media Briefing von Martin und Simon (im Abo) hält die Kritik für überzogen. Erstens sei BlenderBot3 wesentlich besser als Microsofts Chatbot Tay, der sich 2016 binnen weniger Stunden in einen Rassisten verwandelte. Laut einer Insiderin mussten bei 260.000 Meldungen nur 0,11 Prozent als unangemessen eingestuft worden. Zweitens sei es sinnvoll, bei solchen Projekten die Öffentlichkeit möglichst frühzeitig und transparent mit einzubeziehen, um Probleme zu erkennen und zu verbessern. Drittens bediene sich der Bot lediglich an den öffentlich verfügbaren Daten, sprich der amerikanischen Gesellschaft. Es liege also an den Trainingsdaten.


#Opfer und Profiteure

Das Schreckgespenst der Inflation beschäftigt den Ökonom und Unternehmensberater Hermann Simon. In seinem neuen Buch behandelt er in 15 kompakten Abschnitten, wie Unternehmen sich in ihrer Preispolitik anpassen sollen und wie die Kundschaft reagieren wird. Es geht um Opfer und Profiteure der Inflation, die inflationsgerechte Optimierung von Preisen, die Steuerung des Kundennutzens und die richtigen Pricing-Strategien. Ein Buchtipp zu lesen auf planung&analyse.

#Sind Läden ein Auslaufmodell?

Thomas Krüger ist ­Pro­fessor für Projektentwicklung und -management im ­Fach­bereich Stadtplanung der HafenCity Universität Hamburg. Im Interview mit dem Handelsjournal gibt er den jetzigen Handelsformaten schlechte Noten. Nötig sei ein Comeback der Stadtteilzentren und Übernahme von sozialen Aufgaben, denn in seiner jetzigen Form sei ein Funktionsverlust des Handels unumkehrbar. 

#Momentan ausverkauft

Die verzögerten Lieferketten sind beim Verbraucher angekommen. In einer aktuellen Studie von PricewaterhouseCoopers (PwC) gibt jeder vierte Befragte an, beim Einkauf regelmäßig ausverkaufte oder nicht verfügbare Produkte zu beobachten. Das gilt aber auch beim Online-Handel, wo längere Lieferzeiten als bei Kaufabschluss im Internet angegeben, beobachtet werden. Kunden registrieren die Engpässe und reagieren darauf. Sie gehen regelmäßig zu mehreren Händlern (33 Prozent) oder weichen mindestens gelegentlich zu teureren Alternativprodukten aus (60 Prozent). Dies sind einige Ergebnisse der halbjährlich durchgeführten Konsumentenbefragung Global Consumer Insights Pulse Survey in 25 Ländern.



#Meist gelesen

Für alle, die im Urlaub waren, heute unsere Must Reads der vergangenen Wochen:

#Das Letzte

Die Abkehr der Rewe vom gedruckten Handzettel hat für viel Aufsehen gesorgt. Der Supermarktblog von Journalist Peer Schader blickt zurück auf die Ausgaben der vergangenen Jahre, die er offenbar archiviert hatte. Er findet Hinweise auf das, was die Kundschaft gerne kaufen und essen wollte, wie sich der Händler Ute Normalverbraucherin und Otto Durchschnittskäufer vorstellt. Aber er findet dort auch Hinweise auf manche Sonderaktion des Händlers, großzügig und farbenfroh aufbereitet auf Doppelseiten. Und: Einen Supermarkt zum Selbstbasteln. Papier und Print hatten halt doch ihre Vorteile.

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