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Alles wird teurer, da wird es Zeit zu sparen. Das denken sich offenbar viele Menschen in Duetschland. Wie die GfK herausfand, ist die Sparneigung sprunghaft angestiegen, wodurch das Konsumklima seine steile Talfahrt fortsetzt. Unsere News heute drehen sich um Meta, das elektronische Büro, Handel im Metaverse und mehr.



#Zu kurz geblickt

Gestern berichteten wir über eine Studie von Google/YouTube heute haben wir eine Exklusiv-Geschichte von Meta (vormals Facebook) im Angebot. Konstanze Fichtner und Thorsten Müller-Klockmann vom Meta-Team DACH werden sie auf der Insights22 von planung&analyse vorstellen. Sie haben Grundlagenforschung betrieben und erstmals nachgewiesen, wie Werbung langfristig wirkt, welchen Effekt sie auf den ROI eigentlich hat. Mit im Boot waren GfK, Nielsen und Nepa. Das Resümee aus fünf Studien mit 3.500 Kampagnen: Markenwerbung erzielt einen großen Teil der Wirkung langfristig. Über alle Branchen und Medien hinweg, sind das 60 Prozent. Bei Durables – also etwa technischen Gütern – ist es mehr, bei FMCG weniger. Welches Medium ist dafür am besten geeignet? Fast alle Medien generieren diese langfristigen Effekte. Freilich wird im TV ein bedeutender Teil des ROIs langfristig generiert. Aber: „Facebook und Instagram müssen sich hinter TV allerdings nicht verstecken“, so Müller-Klockmann gegenüber planung&analyse. Und damit wird ein lang gepflegtes Vorurteil ausgeräumt, dass digitale Kanäle nur für das Performance-Marketing gut sind. Weiterlesen ab 23. September in planung&analyse 3/22 oder zuhören auf der Insights22. Jetzt anmelden!

#Deutschland 4.0

In Deutschland könne man zwar online eine Waffenbesitzkarte beantragen (Berlin) oder seinen Hund anmelden (Stuttgart), aber für einen neuen Personalausweis oder die Anmeldung des Wohnsitzes ist ein persönliches Erscheinen in der Amtsstube erforderlich. Dies schreibt das Handelsblatt und wir können das für unsere 88-jährige Mutter bestätigen. Dabei wollen laut Bitkom Research drei von vier Deutschen mit Behörden digital kommunizieren. Ein Fünftel (21 Prozent) will weiterhin physische Post von den Behörden bekommen. Befragt wurden mehr als 1.000 Personen in Deutschland ab 16 Jahren per Telefon. Für den Online-Kontakt mit Ämtern bevorzugen die Bürgerinnen und Bürger ein persönliches Online-Servicekonto (66 Prozent). 46 Prozent möchten per E-Mail mit Behörden kommunizieren. Ein Fünftel (19 Prozent) würde auch per Messenger wie WhatsApp, Signal oder Telegram mit Ämtern in Kontakt treten. „Was in Ländern wie Dänemark eine Selbstverständlichkeit ist, wünschen sich auch die Menschen in Deutschland: unabhängig von Zeit und Ort Behördengeschäfte zu erledigen“, so das Fazit von Bitkom Research.

#Vertrauen fehlt

Nur 50 Prozent der Befragten in den USA haben Vertrauen in die Sicherheit ihrer Online-Daten beim Surfen im Internet. 67 Prozent geben an, dass sie in Bezug auf ihre Online-Daten und ihre Privatsphäre wachsamer sind als je zuvor. Auch wissen 90 Prozent, dass Websites und Apps ihre Daten zu Werbezwecken sammeln und weitergeben. Die große Mehrheit von ihnen (68 Prozent) fühlt sich damit unwohl, obwohl eine Personalisierung des Angebots gewünscht wird. Dies ist ein Ergebnis des „Future of Privacy-First Advertising Report 2022“, den Integral Ad Science in Zusammenarbeit mit YouGov durchgeführt hat. Im Rahmen dieser Studie wurden 1.131 Konsumentinnen und Konsumenten sowie 346 Digital Mediaexpertinnen und Mediaexperten aus den USA zu ihren Ansichten über die veränderten Datenschutzrichtlinien, die Zukunft des Ad-Targetings und die mögliche Unterstützung durch Mediaqualitätslösungen bei der Umsetzung der neuen Vorgaben befragt.

#Spielend aus der Krise

Der Trend Check Handel von ECC KÖLN in Zusammenarbeit mit Salesforce legt nahe, dass mehr Präsenz im Gaming gegen die Konsumflaute helfen könnte. Gaming ist vor allem unter den Jüngeren weit verbreitet. Rund 41 Prozent gaben bei einer Befragung (Ende Juli 2022 n=rund 600) an, in den vergangenen Monaten für In-App-Käufe Geld ausgegeben zu haben. Rund 46 Prozent der befragten 16- bis 29-Jährigen fänden es gut, wenn Händler und Hersteller in Spielen präsent wären; rund 57 Prozent der jungen Befragten wollen Produkte mithilfe digitaler Avatare vor dem Kauf im Spiel testen.
Da sind wir schon sehr nah am Metaverse. Dessen Verwendung speziell für den Handel vom EHI im Auftrag von EPAM Systems untersucht wurde. Die Stichprobe umfasst 433 Entscheider und Entscheiderinnen aus 284 deutschen Handelsunternehmen. Sechs von zehn Befragte glauben, dass sich Metaverse durchsetzen wird.

#Texten ganz von selbst

Neuroflash, eine auf Künstliche Intelligenz gestützte Software, die auch in der Marktforschung zum Einsatz kommen kann (siehe unseren Deeper Insights Day mit LINK), kooperiert mit Content Pepper, einem Münsteraner Spezialisten für digitales Marketing in kleinen und mittleren Unternehmen. Neuroflash kann optimierte deutschsprachige Texte erstellen, die sich an digitalen Touchpoints personalisiert und automatisiert aussteuern lassen.

#Das Letzte

Schlimmer als ein Zahnarztbesuch ist eine mobile Bewerbung um eine Stelle. Während Arbeitgeber händeringend nach Mitarbeitern suchen, fühlen sich die Angesprochenen von der Bewerbung häufig gequält (32 Prozent). Freilich: Noch schlimmer sind die jährliche Steuererklärung (39 Prozent) oder der Gang allein ins Kino (43 Prozent). Selbst das Geschirrspülen wird als angenehmer empfunden als das Bewerben per Smartphone. Zu diesem Ergebnis kommt eine Forsa-Befragung (n=1.011) im Auftrag der Jobbörse Jobware. 

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