Wichtiges&Mehr

Fischer-Appelt + Appinio / Walmart / Agentur Q / ADM

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War nichts mit zum Mond fliegen. Fahren wir doch lieber Bahn. Obwohl das 9-Euro-Ticket dieser Tage ausläuft. Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) hat eine positive Bilanz gezogen. 52 Millionen Tickets wurden verkauft und 1,8 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Bei uns können Sie sich das Suchen nach interessanten Branchen-News sparen. Hier kommt Wichtiges&Mehr aus der Pharmaforschung, übers Gendern – vielleicht doch nicht sooo wichtig für die GenZ? – und zum Einstieg ein längerer Splitter zur Branchen-Einschätzung des ADM. Übrigens: Wir freuen uns auf Rückmeldung zu unserem Newsletter.



#Wandel ohne Schmerz – geht das?

Im Jahresbericht des ADM findet der Vorsitzende Bernd Wachter angesichts des jüngsten Esomar-Rankings, in dem „nur“ noch gut 40 Prozent der Player der traditionellen Marktforschung angehören, ein paar starke Worte zur Beruhigung der Branche: „Uns muss nicht bange werden“, es bleibe immer noch, „sich von dem neuen oder größeren Kuchen ein Stück abzuschneiden“. Der größere Kuchen (laut Esomar 90 Mrd. US-Dollar weltweit) subsumiert auch Daten-Analysten, die gänzlich ohne Primärerhebung auskommen. Wachter bezeichnet diese als „seelenlose Massendaten“. Und weiter: „Ohne Qualität (und die Transparenz darüber) sind Daten einfach nur Müll.“ Die Stimmung zu heben, ist sicherlich eine wichtige Aufgabe eines Verbands, aber wie soll sich der Wandel gestaltet? Der ADM hat den Begriff der „Primärerhebung“ aus der Satzung gestrichen, seine Pforten für Softwareanbieter und Dienstleister geöffnet und behandelt aktuelle Themen wie Nachhaltigkeit und Diversity. Ob das reicht? Zum Vergleich: Der amerikanische Verband folgt in der Stoßrichtung Esomar und subsumiert alle, die irgendetwas mit und aus Daten machen unter ihrem Dach. Mit der Folge, dass nur noch vier traditionelle Marktforscher in der US-Top-Liste zu finden sind. Der Schweizer Verband hat sich ebenfalls gewandelt, umbenannt in Swiss Insights und holt Themen wie Datenethik auf die Agenda. Der ADM hat 75 Mitgliedsinstitute, die über 80 Prozent des Branchenumsatzes bestreiten. Ein Volumen für eine erweiterte Branche hat für Deutschland noch niemand berechnet. Der deutsche Verband hat sich jetzt erstmal zum sachten Wandel entschieden und hält die Fahne der „Markt und Sozialforschung“ hoch. „Wir sollten uns keinesfalls von dem Begriff verabschieden”, mahnt Wachter. Auch der Namensbestandteil „Forschung“ sei unverzichtbar. Da muss uns nicht bange werden? Was meinen Sie?

#Social Listening

Menschen mit chronischen Krankheiten finden in Blogs, Social-Media-Kanälen und Online-Foren einen digitalen Treffpunkt zum Austausch von Medikationen und Bewältigungsstrategien. Wer etwas über die Meinung zu einem neuen Medikament erfahren will, ist hier also richtig. Wie man mit Social Monitoring zu Actionable Insights kommt, beschreibt Martin Rogosch, Insight Manager bei Q | Agentur für Forschung, in einem Beitrag auf planung&analyse.

#Nahtloses Omni-Shopping-Erlebnis

Der US-amerikanische Einzelhandelskonzern Walmart erwirbt das Technologieunternehmen Volt Systems, dessen App aktuelle Daten, Analysen und Regalinformationen auf Filialebene liefert, um Lieferanten bei der Planung, Prognose und Optimierung des Produktsortiments zu unterstützen. Walmart sagte, die App ermögliche es den Kunden ein „nahtloseres Omni-Shopping-Erlebnis“ zu bieten und könne helfen, die Nachfrage der Kunden besser zu antizipieren. Die Bedingungen der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben.

#Gendern oder Nicht-Gendern

Diversity, Diskriminierung und Gendern - das sind drei Buzzwords zu denen die GenZ besonders viel zu sagen hat. Was genau, dass wollte die Agentur Fischer-Appelt wissen und daher mit der Umfrage-App Appinio bereits zum fünften Mal die Studie Teengeist durchgeführt. Am 30. Juni wurden 1.000 Teenager in Deutschland im Alter zwischen 16 und 19 Jahren online befragt. Eher überraschend: Für 64 Prozent der befragten Teens ist Gendern überhaupt nicht bis eher nicht wichtig. Rund ein Drittel (36 Prozent) hält das Thema aber durchaus für wichtig bis sehr wichtig.  Ein erschreckendes Ergebnis: Die Mehrheit der befragten Teens (61 Prozent) gibt an, bereits Diskriminierung im Alltag erlebt zu haben, und zwar wegen ihrer geistigen oder körperlichen Fähigkeiten (19 Prozent), ihres Alters (18 Prozent) oder ihrer ethnischen Herkunft (16 Prozent).

#Das Letzte

Wer sich jetzt zum Ticketkauf für die planung&analyse Insights22 entscheidet, spart über 200 Euro!

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