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Digitale Wiederauferstehung / Firmeninsolvenzen / Krise und Konsum / Fleischwirtschaft / Wachstum / Datenschatz

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Die Aufnahme entstand im September 2022 während einer Zeremonie in Washington.
Al Drago-Pool via CNP , © IMAGO / ZUMA Wire
Die Aufnahme entstand im September 2022 während einer Zeremonie in Washington.
Donald Trump gibt seine Kandidatur für 2024 bekannt. Michelle Obama will aber nicht gegen ihn kandidieren. Dies sagte sie zumindest der BBC im Interview. Dies sei die Frage, die sie am meisten hasse. Wichtiges&Mehr kommt heute mit News von Infas 360, GIM, McKinsey, Crif, Fleischwirtschaft.de.



#Wachstum mit Neuem

Acht von zehn CEO nennen den Aufbau von New Business als eine ihrer Top-5-Prioritäten - aller wirtschaftlichen Volatilität zum Trotz. Jeder Dollar aus neuen Geschäften könne einen fast doppelt so hohen Unternehmenswert generieren wie ein Dollar aus dem Kerngeschäft. Im Jahr 2027 sollen rund 29 Prozent der Einnahmen daher stammen. Bei der erwarteten Art von Neugeschäft werden über alle Branchen hinweg Daten- und Analyse-Plattformen als Nr. 1 genannt. 29 Prozent der von McKinsey global befragten CEO gaben an, dass ihre Unternehmen in den nächsten fünf Jahren ein auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftszweig aufbauen werden. Bei der Frage nach den vermutlich eingesetzten Technologien sagen mehr als die Hälfte (54 Prozent) es seien Künstliche Intelligenz und Machine Learning. Das Internet of Things finden 35 Prozent interessant und die Blockchain 15 Prozent. Geschäftsideen mit Augmented oder Virtual Reality erwägen zwölf Prozent der Befragten und Roboter elf Prozent. Das Metaverse wird nur von acht Prozent der interviewten CEO genannt.

#Fußabdruck

Dazu passend ein Zitat, dass die Transformationsforscherin Prof. Maja Göpel bei Markus Lanz äußerte: „Technologien, die einfach nur auf Marktabsatz schielen, ohne ehrlich zu bilanzieren, ob sie uns besser versorgen mit weniger ökologischem Fußabdruck, sollten wir nicht mehr Innovationen nennen.“

#Preiswohl statt Tierwohl

Die Fachzeitschrift Fleischwirtschaft (dfv Mediengruppe) befragt zum zweiten Mal die Branche. Die Ergebnisse: Großunternehmen sind unzufrieden, während der Mittelstand Marktanteile gewinnt und positive Umsatzerwartungen hat. Bemerkenswert: Nur vier Prozent der Befragten wollen zukünftig in Marketing investieren. Durch hohe Produktionskosten, weniger Nachfrage und Kostendruck igeln sich die Betriebe ein. Was die Branche über die Verbrauchergewohnheiten weiß? Hier weiterlesen auf p&a: Warum Verbraucher öfter zur Gelbwurst greifen

#Reicher Datenschatz

Wie hoch ist die Kaufkraft in der Normandie, oder in Süd-Italien oder in London? Wie viele Einwohner, Haushalte, Firmen gibt es dort? Solche Fragen stellen sich international agierende Organisationen, die über Investitionen nachdenken und Infos über die Infrastruktur suchen. Solche Daten hat das Bonner Institut Infas 360 für 30 Länder, hauptsächlich in Europa und die USA. 

#Krise und Konsum

Die Gesellschaft für innovative Marktforschung GIM untersucht in einer Studienserie mehrmodular – mit der Online-Community „GIM Mitmaker, mit quantitativen Online-Interviews (N=1.010) sowie sechs F2F-Fokusgruppen – das Thema Änderung des Konsumverhaltens in der Krise. Welchen Impact haben die herausfordernden Umfelder auf die Art und Weise unseres Einkaufs? Gut die Hälfte (52 Prozent) hat das eigene Einkaufsverhalten bereits verändert. Dabei waren Frauen (59 Prozent) veränderungsfreudiger als Männer (46 Prozent), Ältere „verhaltens-stabiler“ als Jüngere und natürlich korreliert das Einkommensniveau der Haushalte mit Tendenzen zur Konsumveränderung: 63 Prozent der Konsumentinnen und Konsumenten mit niedrigem Einkommen haben ihr Einkaufsverhalten bereits verändert. Bei den mittleren (50 Prozent) und hohen Einkommen (42 Prozent) sieht das doch anders aus.

#Insolvenzgefahr

Jedes zehnte Unternehmen ist insolvenzgefährdet. Das geht aus einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Crif hervor. Die Experten rechnen mit einer Zunahme der Firmenpleiten vor allem bei Bäckereien, in der Keramik- und Glasindustrie, bei Papierherstellern sowie in der Transport- und Logistik-Branche. Insgesamt geht Crif von 14.500 Insolvenzen für das Jahr 2022 aus, das sind 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Die höchste Insolvenzgefahr bestehe derzeit für Unternehmen in Sachsen-Anhalt. Dort seien 18,1 Prozent in Schieflage. Auch in Berlin (14,8 Prozent), Sachsen (14,5 Prozent) und Bremen (14,4 Prozent) seien deutlich mehr Unternehmen von einer Insolvenz bedroht als im Bundesdurchschnitt. Für das Jahr 2023 geht Crif von 17.000 Firmeninsolvenzen aus. Das wäre dann ein Plus von 17,2 Prozent gegenüber diesem Jahr.

#Das Letzte

Der tödlich verunglückte Roman Mazurenko soll als Chatbot ein neues „Leben“ erhalten. Seine gute Freundin Eugenia Kuyda füttert eine Künstliche Intelligenz mit dessen Textnachrichten, sodass eine scheinbare Unterhaltung mit dem Verstorbenen möglich wird. Der Deutschlandfunk berichtet über die digitale Wiederauferstehung in einem Feature. Spannend und ein bisschen gruselig.

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