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Redbull verleiht immer noch Flügel und landet im Ranking ganz vorne
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Redbull verleiht immer noch Flügel und landet im Ranking ganz vorne
„Was Menschen denken“, so lautete das Motto des BVM-Kongresses, der Anfang dieser Woche stattfand. Der Verband zeigt seine Power mit gleich sechs Keynote-Speakern, leider nur männlichen. Aus der Praxis waren zahlreiche Vertreter als Mitwirkende mit dabei. Es wird deutlich: Der BVM will die ganze Branche unter ihrem Dach vereinen. Außerdem heute in Wichtiges&Mehr: Ladendiebstähle, Kriegssorgen, Digitalisierung und mal wieder ein Ranking. 



#Was Menschen denken

Neben den hochkarätigen Keynotes durfte Kabarettist Florian Schröder den BVM-Kongress sehr präzise und scharfzüngig abschließen. Den Stand der Forschung in der Praxis zeigten Institute in der PechaKucha-Runde und in drei Diskussionsrunden: mit Panelanbietern, mit betrieblichen Forschern, mit Marketing-Vertretern. Und schließlich wurden Preise vergeben: Neben dem Innovationspreis und den Nachwuchspreisen (wir berichteten) der Preis Best of FAMS an den nicht-akademischen Nachwuchs. Es wird deutlich: Der BVM will und kann die ganze Branche unter ihrem Dach vereinen. Weiterlesen auf planung&analyse.

#Ganz schön kriminell 

Im Jahr 2021 blieben 19,8 Mio. Ladendiebstähle mit einem durchschnittlichen Warenwert von rund 106 Euro unentdeckt. Die Inventurdifferenzen setzen sich nach Expertenschätzungen zusammen aus Diebstahl durch die Kundschaft (2,1 Mrd. Euro), Diebstahl durch Mitarbeitende (810 Mio. Euro), Diebstahl durch Servicekräfte und Liefernde (320 Mio. Euro) sowie organisatorische Mängel (870 Mio. Euro). Das zeigen die Ergebnisse der Studie „Inventurdifferenzen im deutschen Handel 2022“ des Forschungs- und Beratungsinstitutes EHI. Zwar sind die Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel im vergangenen Jahr leicht zurückgegangen, bewegen sich jedoch mit 4,1 Mrd. Euro weiterhin auf hohem Niveau. An der Untersuchung beteiligten sich n=77 Unternehmen bzw. Vertriebsschienen mit insgesamt 20.178 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von rund 95,4 Milliarden Euro erwirtschafteten. Die durchschnittliche Verkaufsfläche der beteiligten Geschäfte beträgt 1.270 Quadratmeter.

#Was bringt die Zukunft? 

Vor Kurzem noch ein völliges Nischenthema, werden aktuell die virtuellen Begegnungsräume des Metaversums immer bekannter und relevanter. Aus diesem Grund analysiert der neue „Trend Check Handel die Verbreitung und Bekanntheit des Metaverse in Deutschland. Das Ergebnis: Das Metaverse stößt vor allem bei jungen Konsumenten der Altersklasse von 18 bis 29 Jahren auf Interesse. Altersgruppenübergreifend besteht mehrheitlich die Überzeugung, dass das Metaverse nicht nur ein kurzzeitiger Trend sei, sondern echtes Zukunftspotenzial berge. Mit dem „Trend Check Handel“ analysiert das ECC Köln in Zusammenarbeit mit Salesforce bevölkerungsrepräsentativ das Stimmungsbild zum Konsumverhalten in Deutschland. Hierfür wurden n=494 Konsumenten in einer Onlinebefragung zu ihrem Einkaufsverhalten befragt. Die Daten liefert der ECC Köln, die Tochtermarke des IFH Köln.

#Stop the war!

Die Angst vor militärischen Konflikten ist erstmals in Deutschland die größte Sorge in der Ipsos Global Advisor-Studie „What Worries the World“. Angesichts des fortdauernden Angriffskrieges auf die Ukraine gaben zuletzt mehr als vier von zehn Bundesbürgern (41 Prozent) an, dass militärische Konflikte aus ihrer Sicht zu den drei größten Sorgenthemen in Deutschland gehören. Auffällig ist, dass die wahrgenommene Bedrohung in den verschiedenen Altersgruppen stark variiert. Jeder dritte Deutsche unter 35 Jahren äußert eine starke Sorge, die Befragten im mittleren und gehobenen Alter sind im Schnitt deutlich besorgter sind (zwischen 43 und 49 Prozent). Bei der Online-Umfrage wurden zwischen dem 22. April und dem 06. Mai 2022 n=19.000 Personen aus 27 Ländern über das Ipsos Online Panel-System interviewt.

#Germany goes digital 

Eine große Mehrheit (87 Prozent) der Bevölkerung sieht die Digitalisierung als Chance. Auch 71 Prozent der über 75-Jährigen sehen das so. Wichtig sind den Befragten Maßnahmen zur Stärkung der Digitalkompetenz. Acht von zehn (83 Prozent) wünschen sich, dass digitale Medien- und Informationskompetenzen über die gesamte Bildungskette hinweg gefördert werden. Das sind die Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ anlässlich des dritten bundesweiten Digitaltags am 24. Juni 2022. Um die digitale Teilhabe zu fördern, können deutschlandweit Interessierte bei über 2.000 Veranstaltungen und Aktivitäten Digitalisierung erleben. Grundlage für die Studie ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag der Initiative „Digital für alle“ durchgeführt hat. Im April 2022 wurden dabei n=1.006 Personen in Deutschland ab 16 Jahren telefonisch befragt.

#Wer flattert denn da an die Spitze? 

Mit einem Markenwert von knapp 6 Milliarden Euro ist Red Bull die wertvollste Soft-Drink-Marke Europas. Dem österreichischen Soft-Drink-Sieger folgen die Schweizer Marke Nescafé (5,5 Milliarden Euro) und die UK-Marke Lipton (2,8 Milliarden Euro). Platz 4 belegt Lavazza mit knapp 1,3 Milliarden Euro. Ebenfalls an der europäischen Spitze ist die Erste Bank: Sie ist die stärkste Bank-Marke Europas. Im Markenstärke-Index liegt sie um 22.4 Punkte zu und erreicht 86.5 von 100 möglichen Punkten. Damit überholt sie die spanische Bank-Marke BBVA (84.9 Punkte) und die italienische Intesa San Paolo (82.5 Punkte). Diese Daten liefert der Report Brand Finance Europe 50 2022, indem er weltweit die 500 wertvollsten Marken in Europa ermittelt. Brand Finance ist ein unabhängiges Beratungsunternehmen für Markenbewertung und Markenanalyse.

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