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Heute ist der 173. Tag des gregorianischen Kalenders, somit verbleiben noch 192 Tage bis zum Jahresende. Es wird also Zeit, sich mal den Jahresvorsätzen zu widmen. Bei uns gibt es dafür heute Inspiration, denn Sie können über zwei wichtige Entwicklungen für den Klimaschutz lesen. Außerdem: Wie die momentane Weltlage die Digitalisierung ausbremst, wie sich der Medienkonsum im 21. Jahrhundert verändert hat und was Österreich über seine Shopping-Situation sagt.



#Schon wieder rückläufig?

Die Weltlage bremst die Digitalisierung der Wirtschaft aus. So hat in 94 Prozent der Unternehmen die Digitalisierung zwar durch die Pandemie an Bedeutung gewonnen, aber 95 Prozent erwarten, dass Störungen in den Lieferketten nun die Digitalisierung bremsen werden. Zugleich gehen zwei Drittel (69 Prozent) davon aus, dass in fünf Jahren digitale Geschäftsmodelle von sehr großer Bedeutung oder sogar entscheidend für den eigenen wirtschaftlichen Erfolg sein werden. Grundlage der Angaben ist eine Umfrage, die Bitkom Research im Auftrag des Digitalverband Bitkom durchgeführt hat. Dabei wurden 604 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland telefonisch befragt. Achim Berg, Bitkom Präsident äußerte sich dazu folgendermaßen: „Digitalisierung ist das beste Mittel für Widerstandsfähigkeit und Resilienz gegenüber Krisen jeder Art. Wir müssen alles daransetzen, dass die in der Pandemie erzielten Digitalisierungs-Fortschritte in der Pandemie jetzt nicht verpuffen, sondern nachgehalten und verstärkt werden.“

#Shopper-Spezialist

Die Media Central Gruppe gibt die Akquise der Yagora GmbH bekannt. Damit ist es der Unternehmensgruppe nun möglich, individuelle Empfehlungen für Drive-to-Store-Marketing bis hin zur Messung der Konversion der generierten Kundenfrequenz in Umsatz pro Store anzubieten. Yagora firmierte bis 2020 als gps dataservice. Mit dem neuen Namen ging die Erweiterung des Angebots mit dem Ziel einher, das Kaufentscheidungsverhalten der Shopper zu messen, zu analysieren und die dahinterliegenden Einstellungen, Motive und Emotionen zu untersuchen. Yagora und die Media Central Gruppe arbeiteten bereits in der Vergangenheit in Projekten gemeinsam in puncto Standortanalysen und Werbewirkungsnachweise für Handelskunden zusammen. Des Weiteren heißt es in der Mitteilung: „Während Yagora auch weiterhin unabhängig am Markt agieren wird, freuen sich die Akteure, dass die Zusammenarbeit in der Zukunft weiter intensiviert werden kann.“

#Plant based Seafood

Nach den Fleischalternativen ist nun die Produktentwicklung von Alternativen zu Fisch und Meeresfrüchten im vollen Gange. Die Nachfrage ist da, denn vegetarisch und vegan sind nicht nur Trends der jungen Generationen, sondern helfen vor allem dabei den eigenen CO2-Fußabdruck zu senken. Im Rahmen der Studie „Consumer Insights Pflanzliche Fischalternativen 2022“ der Marktforschungsberatung Mafowerk wurden n=1.000 Verbrauchende im Mai 2022 zu ihren Einkaufs- und Verbrauchsverhalten befragt. Davon hatten n=500 Verbrauchende bereits pflanzliche Fischalternativen gekauft bzw. konsumiert und n=500 Verbrauchende, dies noch nicht getan. Die Ergebnisse: 83 Prozent der Befragten haben Fischalternativen aus pflanzlichen Rohstoffen bereits mehr als einmal gekauft, aber nur 18 Prozent davon kaufen diese Produkte regelmäßig. Bei den meisten haperts noch am Geschmack, denn fast sieben von zehn Verweigerern bringen Skepsis am Geschmack vor.

#Podcast Hype

Der Podcast ist ein beliebtes neues Medium und das vor allem bei den unter 30-jährigen. Die immer größere Vielfalt von Podcasts zeigt, wie sich der Medienkonsum im 21. Jahrhundert verändert hat. Das Reuters Institute hat den Digital News Report für das Jahr 2022 vorgestellt. Insgesamt wurden Daten aus 24 europäischen Ländern, acht nord- und südamerikanischen Ländern, elf Ländern im Asien-Pazifik Raum und drei asiatischen Ländern erhoben. Der diesjährige Bericht enthält neue Erkenntnisse über den digitalen Nachrichtenkonsum, die auf einer YouGov-Umfrage unter mehr als 93.000 Online-Nachrichtenkonsumenten in 46 Märkten beruhen. Das deckt die Hälfte der Weltbevölkerung ab. Der Bericht dokumentiert, wie die Verbindung zwischen dem Journalismus und der Öffentlichkeit sich entwickelt. Er befasst sich auch mit der Polarisierung des Publikums und untersucht, wie junge Menschen auf Nachrichten zugreifen.

#Lebensmittelverschwendung

Fast drei Viertel (73 Prozent) der deutschen Verbraucher sind sich der Lebensmittelverschwendung in ihrem Haushalt bewusst, im Vergleich zu 34 Prozent vor der Corona-Pandemie. Das Problembewusstsein hat sich bei den Verbrauchern in Deutschland und weltweit mehr als verdoppelt. Viele (61 Prozent) glauben, dass Unternehmen noch mehr gegen das Problem tun sollten. Das geht aus der neuen Studie des Capgemini Research Institute „Reflect. Rethink. Reconsider. Why food waste is everybody’s problem“ hervor. Für die Studie wurden im April und Mai 2022 weltweit n=10.000 Verbrauchern über 18 Jahren (darunter n=1.200 in Deutschland) aus elf Ländern in Nordamerika, Europa und der asiatisch-pazifischen Region befragt. Daneben wurden Führungskräfte aus n=1.000 Unternehmen in der Lebensmittelproduktion und dem Einzelhandel befragt (darunter n=80 in Deutschland). Für den Report wurden zudem Interviews mit Experten aus Unternehmen, Universitäten, Start-ups, NGOs und Regulierungsbehörden geführt, die in den Bereichen Lebensmittelherstellung, Gastronomie sowie Lebensmittelverpackung und -vertrieb tätig sind.

#Shopping in Austria

Was sind die saubersten, sympathischsten und abwechslungsreichsten Einkaufstempel in Österreich? Das wollte Marketagent herausfinden und nahm dazu Einkaufszentren, Kaufhäuser und Outlet Center in ganz Österreich unter die Lupe. Mehr als n=2.556 Netto-Interviews über die eigene Research Plattform im Zeitraum vom 23. Mai bis 06. Juni 2022 geben Auskunft über die heimische Shopping-Situation. Kernzielgruppe sind Personen im Alter zwischen 14 und 75 Jahren, die in den letzten vier Monaten ein Einkaufszentrum besucht haben. Die Ergebnisse zeigen, dass für 92 Prozent der Befragten die allgemeine Sauberkeit ein wichtiges Kriterium ist, dicht gefolgt von der Sauberkeit der Toilettenanlagen. Aber auch die Luftqualität ist für 88 Prozent ausschlaggebend. Was das Top-Kriterium Sauberkeit betrifft, können vor allem kleinere, lokale Shopping Center am stärksten punkten.

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