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Angesichts der dramatischen und oft auch beängstigenden Ereignisse auf der Welt versuchen immer mehr Menschen in Deutschland, Nachrichten zumindest gelegentlich zu vermeiden. Das ist ein Ergebnis des Digital News Report 2022 von Reuters. Unsere News sind weder beängstigend noch dramatisch, sondern vor allem informativ. Heute geht es um Social Media, digitalen Fortschritt, Säfte, Ideen und Bildmagie.

 

#Passgenauer

"Die meisten Menschen wissen nicht, was sie wollen, es sei denn, sie sehen es im Kontext.” Von dieser Aussage des Verhaltensforschers Dan Ariely inspiriert, hat der Marktforscher PRS In Vivo einen Ideen-Screener auf den Markt gebracht. Mit einem Kurzfilm wird das zu testende Produkt in der Verwendung gezeigt. Dann wird von den Probanden eine intuitive Antwort mit schneller Reaktionszeit erwartet. Die Eingliederung in einen Kontext soll den Befragten helfen, sich den Moment, in dem die Produkte konsumiert werden, besser vorzustellen und daher sollten die Ergebnisse relevanter und passgenauer sein, so das Unternehmen.

#Generationenübergreifend

Egal, ob GenZ , Millennial oder Boomer: WhatsApp wird in allen Altersgruppen von einer Mehrheit genutzt. Es ist der einzige Social-Media-Kanal, in dem sich Anwender generationenübergreifend gleichermaßen aktiv zeigen. Das ist ein Ergebnis des jüngsten Social-Media-Atlas, der seit 2011 jährlich auf Basis einer Umfrage die Nutzung sozialer Medien in Deutschland analysiert. Für die Studie wurden n=3.500 nach Alter, Geschlecht und Bundesland repräsentativ ausgewählte Internetnutzer ab 16 Jahren mit einem Online-Panel zu ihrer Social-Media-Nutzung befragt. Die Studie liefert Fakten darüber, welche Dienste im Web 2.0 von wem wie intensiv genutzt werden, welche Themen auf welchen Kanälen diskutiert werden und inwieweit soziale Medien Kaufentscheidungen beeinflussen. Der Social-Media-Atlas wird von der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und dem Marktforscher Toluna in Kooperation mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung herausgegeben. 

#We want digital!

Schluss mit dem Kartenchaos im Portemonnaie! Sechs von zehn Deutsche wünschen sich laut Bitkom ein sogenanntes Digital Identity Wallet auf ihrem Smartphone und würden sich dafür eine App herunterladen. Das ist eine virtuelle Brieftasche, in der die Identitätsnachweise digital gespeichert und abrufbar sind. Eine repräsentative Befragung von mehr als n=1.000 Personen ab 16 Jahren hat auch ergeben, dass ein gutes Drittel (35 Prozent) noch Bedenken wegen des Datenschutzes hat. Dabei geht es vor allem um die Aspekte Vertrauen und Sicherheit. Wie vergleichsweise digitale Identitäten in anderen Staaten angenommen wird, ist Gegenstand einer Studie von KPMG im Auftrag von Bitkom. Dabei wird die Umsetzung in Frankreich, Italien, Dänemark und Österreich verglichen. Dort zeigen die Ergebnisse, dass Deutschland bei digitalen Produkten kein Vorreiter ist.

#Saftige Studie 

Hohes C von Eckes ist der bekannteste Saft in Deutschland. In einer Befragung vom Hamburger Marktforschungsinstitut Splendid Research (Online-Panel durch mit n=1.016 Befragten zwischen 18 und 69 Jahren) bekommt die Marke 66,6 von 100 möglichen Punkten. Die Marke Granini folgt auf Platz zwei und Punica auf Platz drei. Untersucht wurde, welche Marken in der Branche am bekanntesten sind, über welches Image sie verfügen und wie hoch die  Kauf-/Wiederkaufwahrscheinlichkeit ist.

#Was zum Lesen

Dr. Helene Karmasin, die über 80-jährige Grande Dame der österreischischen Marktforschung, hat ein neues Buch herausgegeben. „Bildmagie – Die Codes der visuellen Kommunikation“ entschlüsselt die Sprache der Bilder für Markenverantwortliche und Werbeprofis. Im Buch beschreibt sie wichtige visuelle Strategien, um zu kommunizieren und Wirkung auszulösen. Die Autorin betont insbesondere, wie Unternehmen sich durch visuelle Inszenierungen einzigartig positionieren können. Viele der Beispiele stammen aus ihrer Arbeit als Marktforscherin und Semiotikerin. 

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