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23.500 Menschen, die ihren 100. Geburtstag gefeiert haben, lebten im Jahr 2021 in Deutschland. Damit sind sie rund 30 Jahre älter als der durchschnittliche Erdenbürger zu leben hat. Was kann man in dieser Zeitspanne alles erleben? Heute gibt es in Wichtiges&Mehr weitere Splitter zur Demografie der Menschheit, zu Online-Shops für Gebrauchtes, Social-Media aus dem Kuhstall und Verdrossenheit bei Angestellten.



#Ein Füllhorn für Datenfreaks 

Pyramide, Diamant, Wolkenkratzer oder Weihnachtsbaum - die demografische Struktur einer Bevölkerung kennt viele Muster und der demografische Wandel ist bunt und vielfältig, sagt Katharina Spieß, Direktorin des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB), die heute ein umfassendes Zahlenwerk herausgegeben hat. Erstmals wird nicht einfach nur auf die Altersverteilung geschaut und der dicke Kopf mit den Babyboomern (Geburtsjahr 1950 bis 1960) erklärt, sondern auch nach Familienstand, Lebensform, Haushaltsgröße und Migrationshintergrund aufgeschlüsselt. Der Spiegel (Abo) hat das alles optisch schön aufbereitet und einige Fakten herausgezogen. Etwa, dass der Anteil von Menschen mit ausländischen Wurzeln im vergangenen Jahr bei 27 Prozent lag. Oder, dass Männer später bei ihren Eltern ausziehen als Frauen. Und: Frauen leben im hohen Alter häufiger allein – was zur niedrigeren Lebenserwartung der Männer passt.

#Menschheit wächst nicht mehr

Erstmals seit 1950 liegt die Wachstumsrate der Weltbevölkerung unter einem Prozent, nämlich bei 0,8 Prozent. Das teilte die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung in Hannover mit. Insgesamt leben den Angaben zufolge derzeit knapp acht Milliarden Menschen auf der Erde. Die UNO, die die Statistik erstellt, hat 1950 mit der Erhebung der Daten begonnen. Die Lebenserwartung der Weltbevölkerung ist im vergangenen Jahr auf 71 Jahre gesunken. Für 2019 wurde der Wert mit 72,8 Jahren angegeben. Dies wird auf die Corona-Pandemie zurückgeführt.

#Von Freenet zu About You

Sven Eichhorn wechselt vom Mobilfunkanbieter Freenet zum Modehändler About You. Dort wird er als Market Research & Customer Insights Manager tätig sein. Bei Freenet hatte er zwei Jahre als betrieblicher Marktforscher gearbeitet und zuvor war er fünf Jahre bei Vocatus tätig. Eichhorn war auch schon (Mit)Autor bei p&a und hat dort beschrieben, wie sich die Usability bei mobilen Umfragen verbessern lässt.

#Social-Media Bäuerinnen und Bauern

Insta-Stories über den Nachwuchs im Kuhstall, ein Facebook-Beitrag zur Pflanzenpflege auf dem Acker oder Tweets über die letzte Ernte. Knapp jeder fünfte landwirtschaftliche Betrieb (19 Prozent) ist in sozialen Netzwerken aktiv und kommuniziert dort mit Verbraucherinnen und Verbrauchern. Weitere 34 Prozent planen entsprechende Profile einzurichten oder diskutieren darüber. Damit hat ein Social-Media-Profil sogar einen höheren Stellenwert als eine klassische Website, die nur jeder sechste Hof (16 Prozent) eingerichtet hat. Das zeigt eine Umfrage von Bitkom Research im Auftrag des Digitalverbands Bitkom unter n=500 landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland ab 20 Hektar. Demnach sind sowohl kleine Betriebe bis 49 Hektar (17 Prozent), mittlere bis 99 Hektar (22 Prozent) als auch große Höfe ab 100 Hektar (19 Prozent) über soziale Medien zu erreichen.

#Great Resignation

30,2 Prozent der befragten deutschen Mitarbeitenden sind laut einer Umfrage auf dem Absprung und können es kaum erwarten, ihr derzeitiges Unternehmen zu verlassen. Zum Vergleich: Im Nachbarland Niederlande bejahen lediglich 22,7 Prozent der Angestellten diese Aussage, in UK sind es 28,4 Prozent. Trotzdem sind rund 63 Prozent der deutschen Mitarbeitenden der Meinung, ihr Arbeitgeber sollte sie bei der wachsenden finanziellen Belastung infolge der Inflation unterstützen. Im Auftrag von Culture Amp, einer Plattform für Employee Experience, befragte das internationale Marktforschungsunternehmen Censuswide über n=3.000 Vollzeitbeschäftigte in Deutschland, den Niederlanden und im Vereinigten Königreich (UK). Die Befragung fand zwischen dem 15. und 20. Mai 2022 statt. In Deutschland wurden n=1020 Mitarbeitende befragt.

#Kann man noch verkaufen

Das Beratungsunternehmen Ecom Consulting hat sich einen Überblick über alle Online-Marktplätze verschafft und eine Studie dazu erstellt. Von 214 der befragten Marktplätze bieten mittlerweile rund ein Drittel Secondhand-Produkte an, darunter 24 reine Marktplätze für gebrauchte Produkte. Die stärksten Produktbereiche seien Automotive mit 12,7 Prozent der Anbieter, Elektronik (10,5 Prozent) und Mode (9,6 Prozent). Markenhersteller sollten sich bereits vor dem Produktstart mit dem Wiederverkauf der Produkte beschäftigen, raten die Autoren. Es sei auch zu beobachten, dass sich der Wettbewerb zwischen den Marktplätzen verschärfe, heißt es.

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