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Die gute Nachricht: Zum ersten Mal sind mehr Frauen als Männer als CMO tätig: 51 Prozent der CMOs in den Top-100-Werbeunternehmen sind Frauen. Es geht allerdings um die USA. Der Berater Spencer Stuart untersucht seit über zehn Jahren wie sich die Parität entwickelt, auch in Bezug auf Diversity. Da sieht es allerdings noch nicht so gut aus. Die News für heute: eine Community für die Allianz, Mindline holt Rich Harvest unters Markendach. Es geht ums Gender Pay Gap, um Veganer und nochmals um die Wahlen in Schleswig-Holstein.



#Plauderei zu Innovationen?

Seien es neue Versicherungsprodukte oder der Passion-Pass, die Allianz-Kunden haben ein Wörtchen mitzureden. Mit dem Real-Time-Gedanke „schneller, näher und echter am Kunden dran sein“, hat jeder Allianz-Kunde und jede -Kundin die Möglichkeit sich kostenfrei zu registrieren und aktiv die Versicherung mitgestalten. Die Kunden-Community Allianz Zukunftsgestalter ergänzt die bestehenden Forschungsformate, um qualitativ hochwertiges Feedback. Was die Innovations-Community bisher erreicht hat und wie sie aufgebaut wurde, berichtet Isabelle Schütz in planung&analyse.

#Die sieben Schwestern

Als letzte von sieben Töchtern, rückt Rich Harvest nun näher an die Mutter Mindline Group und läuft fortan unter dem Namen Mindline|explore. Der Schwerpunkt des in Hamburg ansässigen Unternehmens liegt darin, branchenübergreifend qualitative Projekte und voll integrierte Qual-Quant-Studien durchzuführen. Strukturell ändert sich nichts, die Geschäftsführung liegt weiter in den Händen von Antje Gollnick und Stefan Ruthenberg. Zur Gruppe gehören weitere Schwesterunternehmen mit Spezialisierung zum Energiemarkt, Media, B2B, Finance, UX sowie Analytics.

#Alles safe beim Onlinebanking?

ECC KÖLN hat gemeinsam mit SurePay eine Onlinebefragung von 1.003 Konsumentinnen und Konsumenten zum Thema Onlinebanking durchgeführt. Schwerpunkt der Studie liegt auf den Erwartungen und Anforderungen hinsichtlich Sicherheit und Convenience. Immer mehr erledigen ihre Bankgeschäfte online. Dabei vertrauen sie darauf, dass ihre Bank standardmäßig IBAN und Kontoinhaber auf Zusammengehörigkeit und Fehlerfreiheit prüft. Solche Fehler- und Sicherheitsprüfungen werden in Deutschland jedoch nicht standardmäßig durchgeführt. Doch jede zweite Bankkundin und -kunde zieht in Erwägung, die Bank zu wechseln, wenn kein Prüfungen durchgeführt wird.

#Drei Prozent Vegan

Wie ticken Veganer? Nur drei Prozent der Deutschen ernähren sich vollkommen ohne tierische Produkte – also auch ohne Milchprodukte. YouGov wollte wissen, was macht die Menschen aus, die sich für einen veganen Lebensstil entschieden haben und analysierte das Kauf- und Spendenverhalten sowie die Einstellung zur Ernährung. Die Ergebnisse zeigen, das typische Profil einer veganen deutschen Person ist weiblich, zwischen 25 und 34 Jahren, achtet beim Essen und Einkaufen häufiger auf Bioprodukte und Fairtrade. Mehr als drei von vier Veganern halten ihren Ernährungsstil für ethischer und Veganer spenden häufiger an Wohltätigkeitsorganisationen als Fleisch-Esser oder Flexitarier.

#Verkauft

Großbritannien - Kantar hat seinen Geschäftsbereich Kantar Public an die Private-Equity-Firma Trilantic Europe für eine ungenannte Summe verkauft. Der vorgeschlagene Verkauf soll im dritten Quartal 2022 abgeschlossen werden. Kantar Public wurde 2016 gegründet, ist derzeit in über 20 Ländern tätig und beschäftigt mehr als 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Mit Hilfe der neuen Eigentümerstruktur soll Kantar Public seine Führungsposition als weltweiter Experte im Bereich Public Policy ausbauen und sich als unabhängiges Informations- und Beratungsunternehmen für Regierungen und Organisationen des öffentlichen Sektors etablieren. Gemeinsam mit Trilantic Europe und dem dazugewonnenen Evaluierungsleiter Alex Hurell soll Kantar Public sein Wachstum fortsetzen. Hurell war zuvor beim Oxford Policy Management tätig und bringt umfassende Erfahrungen und globales Fachwissen mit.

#Gender Pay Gap

Zwischen dem Lebenserwerbseinkommen (brutto) von Frauen und Männern klafft, einer Studie der Bertelsmann Stiftung zufolge, eine große Lücke. Eine Ursache: Der Staat bevorzugt nach wie vor bei Steuern das klassische Familienbild, Alleinerziehende haben das Nachsehen. Der Sozialstaat schafft es nicht den Lebenseinkommensverlust von Alleinerziehenden zu kompensieren. Verheiratete Frauen können diese Lücke in ihren verfügbaren Lebenseinkommen schließen – wenn sie in traditionellen Rollen durch das Partnereinkommen abgesichert sind. Auf das gesamte Erwerbsleben gerechnet, könnten Frauen sich nur etwas mehr als halb so viel Bruttoeinkommen erarbeiten wie Männer. Diese Berechnung beziehen sich auf die Lebensspanne zwischen 20 und 60 Jahren. Ergebnisse der Studie zeigen, dass diese sogenannte Gender Lifetime Earnings Gap für alleinerziehende Mütter noch größer sind.

#Gegenrede

Nach dem gestrigen Statement von Forsa (die keine Umfragen zur Wahl in Schleswig-Holstein durchgeführt haben) erreichte uns auch ein Leserbrief von Civey zur Einschätzung der Entwicklung von Wahlumfragen:
Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch an die Forschungsgruppe Wahlen für die beste Umfrage im Vorfeld der Landtagswahl in Schleswig-Holstein! Wir bei Civey sind sehr stolz, dass wir mit der Silbermedaille direkt daran anschließen konnten – und das nicht zuletzt, weil wir die Dynamik der CDU und deren hohes Abschneiden im Endspurt am besten abbilden konnten. Wir sehen zunehmend starke Veränderungen bei den Wahlabsichten der Bürgerinnen und Bürger im Vorlauf von Wahlen. Die Schwankungen im März und der anschließende starke Aufwärtstrend für die CDU in den Wochen bis zur Landtagswahl waren für uns also nicht überraschend. Solche Entwicklungen zu messen, ist trotzdem nicht leicht. Als Wahlforscher müssen wir es schaffen, Trends und deren Umkehr mit unseren Erhebungen in Echtzeit abzubilden. Das sehen wir auch weiterhin als unsere Aufgabe bei Civey – und als eine der großen Herausforderungen der Wahlforschung. Gleichzeitig müssen wir diese Dynamiken den Menschen vermitteln, um in einem Zukunftsdialog das Vertrauen in unsere Branche weiter zu stärken.

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