Wichtiges&Mehr

Deeper Insights Day / Datenschützer / Geldanlagen / Gesundheitsversorgung / Halloween / Preisentwicklung / Russland / Übernahme / Weihnachten

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Rund 46 Prozent der mehr als 1.000 befragten Deutschen wollen an Weihnachten sparen, davon 79 Prozent an Geschenken. Das besagt eine Insa-Umfrage für die "Bild am Sonntag". Der Beitrag in dem Boulevardblatt steht unter der Überschrift: “Monster-Inflation: Wie der Teuer-Schock unser Leben verändert”. Unser Wichtiges&Mehr ist weniger reißerisch formuliert. Aber ganz unten geht es auch um Monster. Happy Haloween mit (r)evolution, EarsandEyes, Ipsos, ifo-Institut, Infratest Dimap, Nielsen, Funke.

#Prioritäten besser erkennen

Diese Woche findet der Deeper Insights Day statt. Dieses Mal geht es um Methoden der Relevanzbestimmung. Wie lassen sich Prioritäten, Pain Points oder Begeisterungsfaktoren am besten ermitteln? Im Workshop am 3.11.2022 gehen Dr. Anita Petersen und Sven Slodowy von (r)evolution auf die Klassiker der Relevanzbestimmung ebenso ein wie auf die selbst entwickelten Verfahren 2step Swipe, sequenzielle Treiberanalyse und explorative Indikatoranalyse. Wer mehr erfahren möchte, meldet sich jetzt an.

#Warnung vor emotionalen Analysen

Die britische Datenschutzbehörde Information Commissioner's Office (ICO) warnt vor dem Einsatz von "emotionalen Analysen" in Unternehmen mit Auswirkungen auf den Menschen. Die Methode sei "pseudowissenschaftlich" und könne Schaden erzeugen. Etwa wenn die Technologie bei der Einstellung von Personen genutzt werde oder Grundlage sei, ob jemand einen Vorteil erhält oder nicht oder ob die Person näher untersucht werden soll. "Wenn Sie eine Halloween-Party haben und messen möchten, wer auf der Party am meisten Angst hat, ist dies eine lustige interessante Technologie", sagt Stephen Bonner, der stellvertretende Kommissar der Behörde. „Aber wenn Sie dies verwenden, um wichtige Entscheidungen über Menschen zu treffen“, werde die Behörde da genau hinschauen. Es ist das erste Mal, dass die britische Regulierungsbehörde eine pauschale Warnung vor der Ineffektivität einer neuen Technologie herausgegeben hat. Diese Warnung ist eine von vier Feldern von biometrischen Daten, die das ICO als problematisch eingestuft hat. Eine andere ist die Authentifizierung mit Fingerprint oder Gesichtserkennung, schreibt der Guardian.

#Wohin mit dem Geld?

Das Institut EarsandEyes wollte wissen, wie die Bevölkerung in Deutschland in Zeiten von Inflation investiert und hat eine Befragung zu dem Thema Geldanlage aus dem vergangenen Jahr wiederholt. Einige Ergebnisse: Digitale Währungen wie Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH) oder Tether (USDT) sind für etwa 10 Prozent der Befragten relevant. Die meisten sind gegenüber den Kryptowährungen skeptisch. Die klassischen Geldanlagen sind Tagesgeldkonto, Sparbuch oder Lebensversicherung, die zweithäufigsten Wertpapiere. Mehr als die Hälfte haben in diese Geldanlageform investiert. Vor allem unter den 30 bis 39-Jährigen erfahren Wertpapiere wachsende Beliebtheit. Ein deutliches Plus von 13 Prozent im Vergleich zu 2021. Deutlich wird in der Studie: Geldanlagen sind immer noch vor allem Männerangelegenheiten. Dennoch ist das Interesse der Frauen etwa an Wertpapieren im Vergleich zu 2021 gestiegen.

#Hauptsache gesund!

Eine Umfrage, die Ipsos für den Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführt hat, findet laut dpa heraus, dass gesetzlich Versicherte derzeit zufriedener mit der Gesundheitsversorgung in Deutschland sind als vor der Corona-Pandemie. 58 Prozent der Befragten gaben an, zufrieden oder sehr zufrieden mit der Gesundheitsversorgung hierzulande zu sein. 2019 und damit vor der Pandemie hatte der Wert bei 50 Prozent gelegen. 

#Preisentwicklung

„Die Inflationswelle ist noch nicht gebrochen“, sagt ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser und prognostiziert nach Umfragen bei Unternehmen aller Branchen weitere Preiserhöhungen. Die Punkte bei dem Index ifo-Preiserwartungen geben an, wie viel Prozent der Unternehmen per Saldo ihre Preise erhöhen wollen. Der Saldo ergibt sich, indem man vom prozentualen Anteil der Unternehmen, die ihre Preise anheben wollen, den prozentualen Anteil derer abzieht, die ihre Preise senken wollen. Wenn alle befragten Unternehmen beabsichtigten, ihre Preise zu erhöhen, läge der Saldo bei plus 100 Punkten. Würden alle ihre Preise senken wollen, läge er bei minus 100. Bei Lebensmitteleinzelhändlern liegt die Preiserwartungen bei 96,7 Punkten, nach 100,0 im Vormonat. Bei Nahrungsmitteln und Getränken bei 96,7 Prozent.

#Russland ist manchen nicht so fern

Infratest Dimap hat für eine Dokumentation in der ARD zum Russlandbild der Deutschen geforscht und dabei vor allem auf die Unterschiede zwischen Ost und West geschaut. Fast neun von zehn West- (88 Prozent) und auch drei Viertel der Ostdeutschen (77 Prozent) sehen in Russland aktuell eine Bedrohung für die Sicherheit in der Welt. Allerdings ist im Osten nur jeder zweite Befragte mit den Sanktionen einverstanden. Im Westen sind es 70 Prozent. In Ostdeutschland fühlen sich - laut der Studie - 25 Prozent kulturell zu Russland hingezogen, in Westdeutschland (7 Prozent). Diese größere Russland-Nähe im Osten Deutschlands scheint auch die Sicht auf die Medienberichterstattung mitzuprägen. Während sechs von zehn Westdeutschen (57 Prozent) die Berichterstattung deutscher Medien über Russland als ausgewogen, wenn nicht sogar als zu positiv beurteilen, ist dies im Osten weniger als die Hälfte (45 Prozent). 

#Von der Börse

Der Medienmesser Nielsen hat die vollständige Übernahme durch ein Private Equity Consortium, angeführt von Evergreen Coast Capital Corp und Brookfield Business Partners zum Preis von 16 Milliarden US-Dollar verkündet. Die Aktieninhaber erhalten 28 USD pro Anteil. Damit wird die Aktien von der Börse in New York genommen. Im März 2022 war die Übernahme angekündigt worden zuvor hatten sich Nielsen aufgespalten. Der Marktforscher für Konsumgüter und Handel Nielsen IQ ist in Besitz des Private Equity Unternehmens Advent sowie des CEO James (Jim) Peck und derzeit mit der Übernahme der GfK beschäftigt.

#Das Letzte

Der Fachkräftemangel verleiht den Suchenden Fantasie. Jonas Rashedi, Chief Data Analyst beim Medienhaus Funke, beschreibt auf LinkedIn die Geister in der Data-Town so:

  • Angestaubte Excel-Listen, die wie Skelette in den Kellern saßen,
  • Tabellen, welche Diagramme in Kerkern gefangen hielten
  • Daten-Silos, die als klebriger Schleim alles verschluckten, was zentral sein sollte
  • Last-Click, das sinnvolle Attribution als Henker verfolgte
  • Reports, die wie Gespenster ohne Ziel und ohne Business Question durch verlassene Flure zogen
  • Zombies, die ohne Consent Daten verarbeiteten

Und er sucht Geisterjäger zur Verstärkung.

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