Zweites Quartal 2019

Nielsen verzeichnet leichtes Minus

David Kenny, Chief Executive Officer von Nielsen
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David Kenny, Chief Executive Officer von Nielsen
Im zweiten Quartal 2019 ist der Umsatz des Marktforschers um 1,2 Prozent auf 1,628 Milliarden Dollar zurückgegangen. CEO David Kenny zeigt sich zufrieden. Trotzdem befindet sich das Unternehmen weiter im Umbruch – es wird spekuliert, dass Nielsen stückweise verkauft werden soll.

Der Gesamtumsatz bei Nielsen sank im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Prozent auf 1,628 Milliarden Dollar auf berichteter Basis. Auf Basis konstanter Währungskurse hingegen kommt dies einem Plus von 1,2 Prozent gleich. Kurzer Rückblick: Der Umsatz für das Jahr 2018 war um 0,9 Prozent und damit auf 6,515 Milliarden US-Dollar gesunken. Statt einen Gewinn, wie noch 2017, verzeichnete Nielsen damals ein Verlust von 712 Millionen Dollar. Nielsen hatte damals außerdem bekannt gegeben, die beiden Segmente Watch und Buy in Global Media und Global Connect umzubenennen. Dies ist mittlerweile geschehen: Im Bereich Nielsen Global Media wuchs der Umsatz im zweiten Quartal des Jahres 2019 um 1,1 Prozent auf 856 Millionen Dollar, der von Global Connect hingegen fiel um 3,5 Prozent auf nun 772 Millionen US-Dollar. Im Bereich Audience Measurement verzeichnet Nielsen ein Plus von 3,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA wuchs um 0,4 Prozent auf 470 Millionen Dollar an.



Nielsen-CEO David Kenny kommentierte: „Unsere Ergebnisse für das zweite Quartal lagen erneut leicht über unseren Erwartungen. Wir machen weiterhin Fortschritte bei unserer Transformation zu einem produktorientierten Technologieunternehmen und treffen schnellere und mutigere Entscheidungen, die den Wert für unsere Kunden steigern.“ Dass diese Transformation Fokus des Unternehmens werden soll, sagte Kenny bereits bei der Verkündung des Jahresberichts 2018.

Wenngleich sich der Umsatzrückgang in Grenzen hält, so waren wiederholt rückläufige Umsätze der Grund dafür, dass man sich bei Nielsen um einen Verkauf Gedanken machen musste. Im Februar dieses Jahres sagte Kenny, dass sowohl „die Fortführung der Geschäftstätigkeit als börsennotiertes, unabhängiges Unternehmen“, der Verkauf oder der Teilverkauf Optionen seien – kurzum, eine wirkliche Entscheidung, wie es mit Nielsen weitergehen wird, war noch nicht absehbar. Seit kurzem spekulieren einige Medien, die sich auf Informationen von Insidern berufen, Nielsen fasse nun den Teilverkauf ins Auge. Grund dafür ist wohl vor allem der Mangel an Alternativen: Nachdem sowohl Blackstone als auch Goldman Sachs als potenzielle Käufer abgesprungen sind, scheint die Zahl der Optionen für Nielsen begrenzt.


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