YouTube Culture & Trends Report

Wie Videos Gemeinschaft schaffen

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Während der Pandemie boomt das Streamen von Video-Inhalten. Doch neben Ablenkung vom eingeschränkten Alltag schaffen die Videos es, den Zuschauern ein Gemeinschaftsgefühl zu vermitteln.
Der Culture & Trends Report von YouTube macht deutlich: Während der Pandemie stieg die Nutzung von Live- und Simultanübertragungen stark an. So gaben 76 Prozent der Deutschen an, in den letzten zwölf Monaten einen Live-Stream verfolgt zu haben. Grund dafür könnte sein, dass Livestream-Events trotz der Einschränkungen durch die Pandemie eine Art Gemeinschaftsgefühl vermitteln.

Und nicht nur Live-Streams schaffen ein Gefühl der Verbundenheit. Auch die sogenannten „With me“-Videos erfreuten sich während der Pandemie einer großen Beliebtheit. "With me"-Videos sind nicht live, fordern den Zuschauer aber trotzdem dazu auf, etwas gemeinsam mit dem Content Creator zu tun. So laden Videos mit den Titeln "Cook with me", "Study with me" oder "Clean with me" dazu ein, in virteuller Gemeinschaft zu kochen, zu lernen oder zu putzen. Weltweit generierten Videos dieser Art im Jahr 2020 über zwei Milliarden Views.

Und 54 Prozent der Deutschen nutzen den Fernseher, um Inhalte von YouTube zu streamen. Anstatt Videos alleine im Zimmer zu konsumieren wird so ein geselliges Ereignis im Wohnzimmer kreiert. Ein weiterer Hinweis auf das fehlende Gemeinschaftsgefühl während der Pandemie.

Auch stieg der Wunsch nach authentischem Content während der Pandemie stark an. Homeoffice und Homeschooling sorgten für einen chaotischen und nicht planbaren Alltag, der die Menschen vor viele Herausforderungen stellte. Um sich mit der Überforderung nicht alleine zu fühlen, entschieden sich die Nutzer häufger für authentische Videos mit denen sie sich verbunden fühlten. So sind die in Deutschland am schnellsten wachsenden Kanäle "Kaulmors" und "Freds Revier", die in ihren Videos Alltagsgeschichten in ihrem lokalen Dialekt erzählen.

Zudem wird es unter YouTube Nutzern immer beliebter Video-Memes oder Trends nicht nur zu konsumieren, sondern aktiv an ihnen teilzuhaben. Beispielsweise generierte die „Jerusalema-Challenge“ als Tanztrend über 600 Millionen Views und bewegte tausende Zuschauer ihre Version des Tanzes auf YouTube zu teilen.

Der Report zeigt deutlich, das digitale Videos trotz ihrer Limitierung auf den virtuellen Raum die Fähigkeit besitzen, Menschen miteinander zu verbinden und trotz Corona-Beschränkungen und Lockdowns ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Gemeinschaft zu vermitteln.

Über den Report:
Für den Report verwendete YouTube 13 verschiedene Quellen, darunter unter Anderem eine Studie von Ipsos, sowie ihre eigenen Nutzerdaten.
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