Wirtschaft

Schneller, höher, weiter, grüner?

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Auf der ganzen Welt ist die Begeisterung für grüne Wirtschaft groß – zu diesem Schluss gelangt der neue Report „Global Consumer Trends: Green Economy“ von Dynata. Und die grüne Wirtschaft ist mächtig: Zumindest denkt fast die Hälfte aller Befragten, dass die größte Bedeutung auf der Welt demjenigen zu Teil wird, der die Green Economy am erfolgreichsten voranbringt.

Ist grüne Energie die Zukunft?

Drei von vier Befragten aus allen untersuchten Ländern sind der Meinung, dass grüne Energie die beste Energiequelle für unseren modernen Lebensstil ist. In Deutschland ist der Wert mit 72 Prozent etwas niedriger als der Durchschnitt. Am höchsten fällt die Zustimmung zur grünen Energie in China aus: Hier beträgt sie ganze 94 Prozent. Danach folgen Spanien und Italien mit jeweils 87 Prozent.

Die Green Economy soll einige Vorteile bringen: Rund 60 Prozent der Befragten sind optimistisch, dass sie das Wirtschaftswachstum ankurbeln wird. Mehr als die Hälfte denkt außerdem, dass die grüne Wirtschaft mehr Arbeitsplätze schaffen wird.

Hohe Erwartungen an die Regierungen

In allen untersuchten Ländern sind knapp drei Viertel der Befragten der Meinung, die Regierungen sollten grüne Energieprogramme priorisieren und Anreize für die Beteiligung der Bürger an der grünen Wirtschaft schaffen. Das wirkt sich auch auf die Wahlen aus: Die Positionierung zur grünen Energiepolitik beeinflusst die Wahlentscheidung von 57 Prozent.

In Deutschland sind 77 Prozent der Befragten der Meinung, dass die Regierung aktiv werden muss, um den Klimawandel zu bekämpfen. Fast die Hälfte von ihnen denkt außerdem positiv: Dass erneuerbare Energien mehr Jobs schaffen als abschaffen werden.

Die Aktiven

Zu den führenden Stimmen der grünen Energie und Wirtschaft zählen den Befragungen zufolge: Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg – knapp 30 Prozent nannten sie als weltweit führende Stimme zu diesem Thema. Auf Platz zwei landete der Microsoft-Gründer Bill Gates mit 20 Prozent. Unter den Politikern wurde US-Präsident Joe Biden am häufigsten genannt – er landete im Allgemeinen bei den Untersuchungsländern auf dem vierten Platz.

Fahrzeuge auf dem Prüfstand

Zum Schluss werden auch noch die Elektro-, Hybrid- und kraftstoffsparenden Fahrzeuge beleuchtet. Fast drei von zehn Befragten weltweit haben eines dieser Fahrzeuge gekauft und dadurch einen Beitrag zur Green Economy geleistet. Dabei besteht noch Luft nach oben: Wenn alle Faktoren gleich wären – unter anderem Kosten, Effizienz, Verfügbarkeit von Kraftstoff und Batterie, Komfortmerkmale – würden sich die Verbraucher mit dreifacher Wahrscheinlichkeit für ein Elektrofahrzeug entscheiden. Es stünden dann 63 Prozent denjenigen gegenüber, die sich noch für ein mit Benzin betriebenes Fahrzeug entscheiden, rund 20 Prozent.

Doch was Verbraucher derzeit noch davon abhält, sind: Bedenken über den Zugang zu Ladestationen – dem stimmen 55 Prozent zu – und die Überzeugung, dass Reparaturen und die Wartung eines E-Fahrzeugs im Lauf der Zeit mehr kosten würden – das sagen 34 Prozent. In Deutschland ist es vor allem der Mangel an Ladestationen, der vom Kauf eines E-Autos abhält, das gaben 65 Prozent der befragten Deutschen an.
Über die Studie
Im Rahmen des Reports „Global Consumer Trends: The Green Economy“ befragte Dynata 11.239 Verbraucher in 11 Ländern: Den USA, Kanada, Großbritannien, Frankreich, Spanien, Deutschland, den Niederlanden, Italien, China, Japan und Australien. Die Befragungen fanden im Zeitraum vom 01. bis 08.03.2021 statt. Die Teilnehmer wurden über alle Forschungspanel-Assets von Dynata ausgewählt und die Stichproben wurden quotengesteuert.
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