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Rezession / Namensverwirrung / Lottogewinn / Geduld

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In mehreren Fußballstadien riefen die Fans am letzten Spieltag auf, die anstehende Fußball-WM zu boykottieren - hier zum Beispiel beim Spiel SC Freiburg vs. 1. FC Union Berlin,
© IMAGO / Eibner
In mehreren Fußballstadien riefen die Fans am letzten Spieltag auf, die anstehende Fußball-WM zu boykottieren - hier zum Beispiel beim Spiel SC Freiburg vs. 1. FC Union Berlin,
Jetzt lässt es sich langsam nicht mehr verschweigen: In dieser Woche beginnt die Fußball-WM in Katar. Die Sportschau schreibt: „Stell dir vor, es ist WM - und ganz viele gucken weg.“ 56 Prozent der von Infratest Dimap Befragten geben an, sie wollen sich kein Spiel anschauen. Mal sehen, wie hoch da die Say-Do-Gap ist. Unsere Infos in Wichtiges&Mehr lohnen sich auch heute mit Mark Ritson und System 1, einem Institut, das seinen Namen verschweigt, Lotto24 und Statistia Q, Twitter, Qualtrics.



#Rezession – und jetzt?

In einem Webtalk, veranstaltet von dem britischen Marktforschungsinstitut System1 Group, gibt der in Tasmanien lebende und für deutliche Worte bekannte Marketing-Guru Mark Ritson Empfehlungen für Marken-Inhaber in Zeiten der Rezession. Zunächst ist er allerdings erschüttert von den Zuständen in seiner Heimat Großbritannien. Weiterlesen auf planung&analyse: Was Mark Ritson Werbetreibenden in der Rezession empfiehlt.

#Babylon

Manche sagen „Namen sind Schall und Rauch“, aber sie erfüllen doch irgendwie ihren Zweck. Ein international tätiges Unternehmen mit 14 Büros weltweit, aktiv in der Employee und Consumer Experience, hat in Deutschland wieder den alten Namen Confirmit aktiviert. Mit Webseite und Stand auf der Messe in München. Dabei war die Fusion der Firmen Confirmit, FocusVision and Dapresy im vergangenen Jahr recht schnell über die Bühne gegangen und der neue Name flugs gefunden und kommuniziert. Die Strukturen sind in solchen Fällen oft langsamer als die Unternehmensleitung es sich wünscht. Wenn man in Bielefeld bei der neu benannten Firma oder bei Confirmit anruft, wird man vom Anrufbeantworter der Firma Dapresy begrüßt. Von welchem Institut wir eigentlich sprechen? Forsta. Der Grund für die Sprachverwirrung? Es gibt wohl eine Namensähnlichkeit mit einem anderen Institut in Deutschland. Es ist nur ein Buchstabe mehr. Vielleicht löst sich das Babylon in Bielefeld auch bald in Luft auf, denn im Februar wurde das neu geschaffene Konglomerat an das Unternehmen Press Ganey verkauft. Auch ein schöner Name.

#Was wäre, wenn?

Was wäre nötig, um den Deutschen einen sorgenfreien Alltag zu ermöglichen? Das wollte der Online-Anbieter Lotto24 wissen und beauftragte das Institut Statista Q mit einer Umfrage. Für 82 Prozent der Befragten (n= 1.000 Deutsche ab 18 Jahren, 12.-19. Oktober) bedeutet Sorgenfreiheit finanzielle Unabhängigkeit. Da liegt ein Gedanke nahe: Ein Hauptgewinn im Lotto. Davon träumen laut Befragung viele. 77 Prozent haben bereits Lotto gespielt, davon spielt fast ein Fünftel (19 Prozent) regelmäßig. Im Falle eines Lottogewinns würde die eine Hälfte (48 Prozent) diesen am ehesten für sich selbst ausgeben, die andere Hälfte (ebenfalls 48 Prozent) gibt an, den Gewinn für Familie und Freunde ausgeben zu wollen. Auf einem Lottogewinn ausruhen wollen sich die Deutschen aber nicht: 84 Prozent der Befragten würden sich trotzdem weiterhin um ihre finanzielle Vorsorge kümmern.

#Geduld zu Ende

Qualtrics veröffentlicht seine 2023 Global Consumer Trends und stellt die Bedeutung der Kundenbindung in den Vordergrund. Die Auswertung von unstrukturiertem Feedback gewinnt dabei an Bedeutung, wenn die Unternehmen die Verbraucherbedürfnisse verstehen und erfüllen wollen, heißt es. Kommunikation auf Augenhöhe, Menschlichkeit und individuelle Ansprache würden mehr in den Mittelpunkt rücken und die Loyalität fördern. Qualtrics befragte mehr als 33.000 Verbraucherinnen und Verbraucher in 29 Ländern. Insgesamt könne – so das Fazit der Studie – die Geduld der Verbraucher zu Ende gehen. Wenn das eigene Geld aufgrund der Wirtschaftskrise knapper wird, sei man nicht mehr bereit, ungenügenden Service zu akzeptieren. Die Menschen prüfen ihre Ausgaben sorgfältiger.

#Das Letzte

Bei Twitter ist derzeit einiges los. Elon Musk krempelt in atemberaubendem Tempo den Kurznachrichtendienst um. So wird der blaue Haken - der zuvor den Zweck hatte, eine reale Person zu verifizieren - jetzt verkauft. Ein Einfallstor für Fake-Accounts. Einer hat sich als der Pharmakonzern Eli Lilli ausgegeben und getwittert, Insulin werde demnächst kostenfrei abgegeben. Netter Joke auf den ersten Blick. Doch die Nachricht ließ den Börsenkurs des Unternehmens um fast zehn Prozent fallen, ein Verlust des Unternehmenswertes von 16 Milliarden Dollar. Gefunden auf Focus.

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