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Die Sorgenfalten werden tiefer - auch wenn der gestrige Tag keine weitere Eskalation in der Ukraine gebracht hat. Zudem blicken wir auf die bisherigen Hamsterkäufe. Außerdem beschäftigt uns heute der Wahlausgang in Schleswig-Holstein noch einmal, hier hat sich Forsa bei uns gemeldet.



#Markenmacher

Nicht ohne Grund ist Felix Ahrens, Vorstandsvorsitzende der Frosta AG, der Preisträger des G·E·M Award für strategische Markenführung (wir berichteten). Mit der Einführung des „Reinheitsgebots“ von Frosta, zeigte er Weitsicht, Mut und Vertrauen in die eigene Markenkraft. Wie riskant dieser Schritt damals war, verrät Felix Ahlers im Interview mit planung&analyse >>

#Sorgenkind Inflation

Nichts bereitet den Menschen derzeit so viel Sorge wie die Inflation. Den Ergebnissen der Ipsos Global Advisor-Studie „What Worries the World“ zufolge, ist angesichts des Ukraine-Kriegs und steigender Energiepreise die Sorge rasant angestiegen. Bei der Online-Umfrage wurden zwischen dem 25. März und 3. April 19.000 Personen aus 27 Ländern interviewt. Auch in Deutschland wurde nie ein höherer Wert erzielt, mit 37 Prozent der Deutschen ist die hohe Inflationsrate eines der drei größten Sorgenthemen.

#Die Hamster-Studie

Sonnenblumen- und Rapsöl sind das Toilettenpapier von 2022. Um der Frage, wie stark die Deutschen wirklich hamstern, auf den Grund zu gehen, hat das junge Marktforschungsunternehmen Epap 367.490 Kassenbelege vom Beginn des ersten Lockdowns bis zum 31. März dieses Jahres analysiert. Die Kassenbelege werden von ihrer Community in eine App eingescannt. Zusätzlich haben sie im April eine Befragung mit 502 Einkaufenden in Deutschland durchgeführt. Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die Sorge um zukünftige Lebensmittelknappheit (45 Prozent) als auch die um steigenden Lebensmittelpreise (90 Prozent), zu Hamsterkäufen führen. In jüngster Zeit hat das Hamstern aber wieder abgenommen. Der Grund: leere Regale.

#Verstärkung

Seit Mai 2022 gibt es zwei weitere Neuzugänge für das Bonner Marktforschungsunternehmen (r)evolution, Charis Neuerburg und Bilal Achouit. Neuerburg wird zukünftig das Team der Datenanalyse verstärken. Im Rahmen ihrer Promotion hat sie sich mit der Entwicklung und Validierung eines Testverfahrens für den Bereich der Familienrechtspsychologie beschäftigt. Umfassende Erfahrungen in der Datenanalyse und Fragebogenentwicklung bringt sie aus ihrer Arbeit am Lehrstuhl für Sozial- und Rechtspsychologie in Bonn mit. Achouiti steigt im Team Online-Programmierung ein. Er hat einen Bachelor in Informationswissenschaft und Kenntnisse in der Online-Forschung sammelte er in seiner Zeit bei Respondi. Zuletzt war er beim Bundesanzeiger im Team Transparenzregister tätig.

#New Work

Sinnstiftung, Respekt und gute Work-Life-Balance als entscheidende Faktoren für die Arbeitgeberwahl – zumindest für die GenX (41 bis 56 Jahre) und GenY (25 bis 40 Jahre). Wertgeleitetes Arbeiten nennt dies Moweb Research, das 480 Büroangestellte online nach den Arbeitsbedingungen und der damit verbundenen Zufriedenheit befragt hat. Höheres Alter und Erfahrung spielen offensichtlich eine Rolle, wer nicht mehr nach festen Zeiten arbeiten muss. Denn während fast 40 Prozent der 41- bis 56-Jährigen in diesem Sinne eine gewisse Flexibilität genießen, sind es bei den Jüngeren nur knapp 20 Prozent.

#Wahlergebnis in Schleswig-Holstein

Beim gestrigen Newsletter Wichtiges&Mehr ist uns ein kleiner Fehler passiert. Der Meinungsforscher Civey hat in seiner Umfrage vom 5. Mai für die Grünen 15 und nicht – wie gemeldet – 18 Prozent Zustimmung gefunden. Entschuldigung dafür. Da Leserbriefe bei uns nicht so oft vorkommen, aber willkommen sind, veröffentlichen wir hier noch die Zuschrift von Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer von Forsa: „Grundsätzlich haben die Umfragen von Infratest dimap und der Forschungsgruppe Wahlen jedoch frühzeitig die Konturen des späteren Wahlergebnisses korrekt abbilden können. Vor diesem Hintergrund bleibt dann schon etwas unerklärlich, warum die Civey-Daten 14 Tage vor dem Wahltermin sehr stark von den Ergebnissen der anderen Umfragen abwichen und einen politisch vollkommen anderen Wahlausgang vorhergesagt haben. Umso überraschender, dass die gleiche Datenquelle dann kurz vor der Wahl - in der Veröffentlichung beim Spiegel - sehr nah bei den anderen Umfragen liegt. Das gleiche Muster war übrigens auch schon im Saarland zu beobachten. Honi soit qui mal y pense …

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