Wettbewerb

Wie Crowdsourcing beim Gestalten der neuen Normalität helfen kann

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Kreative zusammenbringen, um Marken auf die neue Normalität nach Corona vorzubereiten – dass das trotz der aktuellen Pandemie geht, hat jetzt die belgische Marktforschungsagentur InSites Consulting bewiesen. In einem Crowdsourcing-Wettbewerb sollten sich die Teilnehmer Gedanken darüber machen, wie Marken nach der Corona-Krise wieder Kunden ansprechen können – und präsentierten diverse kreative Ideen.
Der Wettbewerb wurde mithilfe der kürzlich von InSites Consulting übernommenen Crowdsourcing-Plattform Eÿeka durchgeführt, auf der innerhalb von zwölf Tagen 142 Ideen – darunter Kommunikationsstrategien, neue Produkte und Softwareanwendungen – von 77 Teilnehmern aus 35 Ländern eingereicht wurden. Schwerpunkt war die Frage, nach welcher Art von Produkten und Dienstleistungen die Verbraucher in der neuen Normalität suchen, und wie Marken dem gerecht werden können. Zugrunde lagen dem Wettbewerb die Ergebnisse einer von InSites Consulting durchgeführten weltweiten Umfrage vom April diesen Jahres, in der 80 Teilnehmer online zum Thema Corona befragt wurden. Eine der größten Herausforderungen für Marken wird laut dieser Befragung das Phänomen der „Enochlophobie“ sein – der Angst vor Menschenansammlungen. Deshalb sollten auch Ideen dafür gesammelt werden, wie Verbraucher nach der Pandemie wieder vorsichtig aus dem Haus gelockt werden können.
„Die Menschen sehnen sich nach sozialer Interaktion, fürchten sich aber vor einer Infektion und werden deshalb auch auf absehbare Zeit Menschenmassen vorzugsweise meiden. Dies ist derzeit einer der stärksten Reibungsaspekte für Verbraucher und sie erwarten von den Unternehmen, dass sie ihnen dabei helfen, sie zu überwinden. “
Joeri Van den Bergh, Mitbegründer InSites Consulting
Eine andere Angst, die durch die Pandemie ausgelöst wurde und ebenfalls Auswirkungen auf das Konsumverhalten hat, hat Natacha Dagneaud, Managing Director vom Marktforschungsinstitut Séissmo, kürzlich in einem Gastbeitrag für planung&analyse beschrieben. Sie spricht von einer „Shopping Exfearience“, also der Angst vorm Einkaufen: Der Gang in den Laden wird als riskant wahrgenommen und die Menschen haben wortwörtlich Berührungsängste. Auch mit dieser Angst werden sich Marken auseinandersetzen müssen.

Desinfizierende Luftpolster und Corona-sichere Stores

Aus den Ideen des Crowdsourcing-Wettbewerbs wurden schließlich zehn Gewinner gekürt. Die Beträge erstreckten sich über vier verschiedene Themenbereiche: Hygiene, soziale Verantwortung, Wohlbefinden und regulatorische Vorgaben, und kamen aus diversen Branchen. Auf dem ersten Platz landete eine Teilnehmerin aus Peking, die mit ihrer Idee, einer mit Desinfektionsmittel injizierten Luftpolsterfolie, die Zustellung von Paketen hygienischer gestalten will. Diese Folie wird zum Einwickeln von Paketen für die Hauszustellung verwendet. Wenn die Luftpolster platzen, wird das Paket desinfiziert, bevor es ins Haus gebracht wird. Ebenfalls Gedanken um die Hygiene machte sich ein Teilnehmer aus Indien, der eine Neugestaltung des gesamten Einzelhandelserlebnisses mitsamt thermischem Eingangstunnel, antimikrobiellen Griffen für Einkaufswagen und automatischen Desinfektionsfunktionen entwarf.


Tom De Ruyck, Managing Partner bei InSites Consulting, sagt: Die kreativen und vielfältigen Ideen, die das Crowdsourcing hervorgebracht hat, sollten Marken Mut machen. „Sie müssen nicht, um diese Krise zu überleben, das Rad neu erfinden – ihr Erfolg kann einfach daraus hervorgehen, dass sie die richtigen Leute für die richtigen Ideen finden,” so De Ruyck in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Lesen Sie auch das Firmenprofil von InSites Consulting im planung&analyse mafonavigator>>
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