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GfK hat Marke Supercrunch eingestellt

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GfK integriert Daten-Einheit Supercrunch
© Foto: GfK
GfK integriert Daten-Einheit Supercrunch
Die erst im vergangenen Jahr gegründete Firma "Supercrunch by GfK", als Einheit für Datenanalyse und Beratung, wird nicht fortgeführt. Die Expertise sowie das Personal werden in die Dachmarke integriert.

Im Februar 2017 startete Supercrunch als eigenständige GfK-Einheit, jetzt wurde die Webseite wieder abgestellt, das leuchtend gelbe Logo beerdigt. Die Idee war gewesen, automatisierte, benutzerdefinierte Analysen zu bieten, um dem Kunden schnell und kosteneffektiv zentrale Marketingfragen lösen zu können.


Managing Director Norbert Wirth erklärte den USP der neuen Einheit damals so: „Supercrunch hat nichts mit primärer Datengenerierung zu tun. Wir suchen für eine Fragestellung das geeignete Modell und dann die besten Daten, um die Frage beantworten zu können. Wir nutzen dafür verfügbare Daten, von der GfK oder von Kundenseite oder auch Open-Source-Daten“. Die Einheit war mit 35 Spezialisten mit 12 Nationalitäten gestartet und sollte interational aufgestellt sein.

Jetzt bestätigte ein Sprecher der GfK gegenüber planung&analyse: "Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung von GfK wurde entschieden, dass die Marke ‘Supercrunch by GfK’ sowie deren Mitarbeiter und Tätigkeitsbereiche des GfK-internen Star-ups in die Gesamtmarke „GfK“ integriert werden."Die wertvollen Datascientists sollen also dem Unternehmen erhalten bleiben, ebenso wie die Idee, Daten effektiver zu nutzen. „Durch die Neuausrichtung des GfK Produktportfolios wird dieses Wissen eine zentrale Komponente für GfK-Angebote und nicht mehr separat im Markt platziert“, heißt es von offizieller Stelle.

Wirth hat das Unternehmen offensichtlich bereits verlassen. Er firmiert inzwischen als Director Data Science and Artificial Intelligence bei PwC Europe. Noch Ende März war ein Mitarbeiter der Unit auf der Konferenz des Schweizer Verbandes vsms mit einem Vortrag aufgetreten.

Kantar hat übrigens inzwischen ebenfalls eine eigenständige Datananalyse-Einheit gegründet. In Deutschland sind hier 40 Mitarbeiter aktiv, international laufen unter dem Label "Kantar Analytics Practice" inzwischen rund 400 Spezialisten.

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