Studien der Woche

Capterra / Produkt+Markt / Link Institut / GIK / Mediaplus

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Wie wichtig sind für Konsumenten die Reviews beim Online-Shopping? Wie stark hat sich das Einkaufsverhalten seit dem Frühjahr verändert? Gehen die Menschen von einer baldigen Eindämmung des Virus aus? Außerdem: Thema „Gesundheit“  in Pandemie-Zeiten und Mediennutzung von Kindern. Fünf aktuelle Studien bringen neue Erkenntnisse.

Wichtigkeit von Online-Reviews nimmt in der Krise zu

Laut einer aktuellen Capterra-Studie führt die Krise zu einem veränderten Einkaufverhalten. Online-Shopping boomt – und auch Online-Shopping-Kanäle wie die sozialen Medien. Damit steigt auch die Wichtigkeit von Online-Bewertungen: Lediglich fünf Prozent der Befragten lesen vor einem Kauf keine Kundenbewertungen. 43 Prozent der Umfrageteilnehmer geben an, sechs bis zehn Bewertungen vor einem Kauf zu lesen. Für 16 Prozent der Befragten sind Online-Reviews durch die Krise noch wichtiger geworden. Doch auch die Gefahr von Fake-Reviews wächst: Mehr als die Hälfte der befragten Konsumenten glaubt, dass über 50 Prozent der Online-Bewertungen gefälscht sind. 40 Prozent der Befragten achten deshalb darauf, dass es sich um eine vertrauenswürdige Bewertungsplatzform handelt. 46 Prozent prüfen sogar, on der Verkäufer auch negative Bewertungen hat. Zu den beliebtesten Review-Plattformen gehören laut der Studie Amazon, Google, Ebay, Otto und Idealo.
Über die Capterra-Studie
Der Online-Marktplatzanbieter Capterra befragte für seine Studie im Oktober 2020 über 3.600 Konsumenten ab 18 Jahren aus den sechs Ländern Deutschland, Frankreich, Italien, Brasilien, Spanien und den Niederlanden. Aus Deutschland wurden 685 Konsumenten befragt.
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Wie sehr Corona uns verändert hat

In einer aktuellen mobilen Selbst-Ethnographie-Studie untersuchte Produkt+Markt, wie stark Corona die Menschen wirklich verändert hat. Beim Thema Shopping wird klar: Die Befragten versuchen alle möglichst wenig Zeit in den Geschäften zu verbringen. „Den Wocheneinkauf erledige ich im Schnelldurchlauf im wörtlichen Sinne – ich versuche meine Einkaufsliste abzuarbeiten und den Supermarkt schleunigst zu verlassen“, gibt eine Studienteilnehmerin an. Auch das Hygienebewusstsein sowie die Begrüßungskultur habe sich bei einigen Probanden deutlich geändert. Die Studienteilnehmer wünschen sich für die Zukunft unter anderem Einkaufen und Essen gehen ohne Abstand und Einschränkungen. Auch Umarmungen und Nähe werden vermisst. Außerdem hofft ein Teilnehmer darauf, dass im Beruflichen etwas Entschleunigung beibehalten werden würde.
Veränderungen im Einkaufsverhalten
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Veränderungen im Einkaufsverhalten
Über die Selbst-Ethnographie-Studie
Zwischen dem 4. und 11. September 2020 lud Produkt+Markt 22 Teilnehmer aus den unterschiedlichsten Zielgruppen dazu ein, ihre Geschichten, Emotionen und aktuellen Lebenssituationen zu schildern. Die Schwerpunkte der Studie waren: Finanzen, Shopping, das Miteinander sowie Wünsche für die Zukunft. Die Studie wurde online durchgeführt.
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Schweizer glauben trotz Aussicht auf einen Impfstoff nicht auf baldige Eindämmung der Pandemie

Laut einer aktuellen Studie des Schweizer Link Instituts halten die meisten der Befragten eine baldige Eindämmung von COVID-19 für unwahrscheinlich. Noch bis Mitte April gingen 70 Prozent der Umfrageteilnehmer in der Schweiz davon aus, dass das Virus binnen sechs Monaten eingedämmt sein würde. Mittlerweile sei fast allen Befragten klar, dass die Eindämmung länger dauern und uns noch mindestens bis in den Frühsommer 2021 beschäftigen wird. Inzwischen ist nur noch ein Viertel der Befragten der Meinung, dass die Behörden die Nachverfolgung der Ansteckungsketten (Contact Tracing) noch gewährleisten können. Im Juni sagte dies noch mehr als die Hälfte.
Über die Link-Studie
Das Link Institut, ein Schweizer Marktforschungsunternehmen, befragte seit Februar mit dem LINK Corona-Tracker die Schweizer Bevölkerung zu Ihrer Einschätzung rund um das Thema "Coronavirus". Insgesamt wurden in 17 Wellen jeweils rund 1.200 Personen online befragt. Die Teilnehmer sind in der Schweiz wohnhafte Personen im Alter von 15 bis 79 Jahren.
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Gesundheitsthema schon vor Corona bedeutsam

Das Thema Gesundheit gewinnt nicht erst seit der Corona-Pandemie an Bedeutung. Das zeigt nun der aktuelle Health Report der Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung (GIK). In den letzten sieben Jahren haben Themen rund um das Thema an Relevanz gewonnen, wie der Report belegt. Sowohl das aktive Informationsverhalten rund um Gesundheitsfragen (+12 Prozent) als auch das Informationsinteresse an rezeptfreien Medikamenten (+39 Prozent) nimmt zu. 65 Prozent der Befragten geben an, dass ihre erste Anlaufstelle des Vertrauens die Apotheke sei – gefolgt von der Beratung beim Arzt (56 Prozent). Online-Apotheken werden derzeit von 19 Prozent der Befragten genutzt, jedoch weisen sie mit einer Zuwachsrate von +84 Prozent enormes Wachstum auf.
Über den Health Report
Die Gesellschaft für integrierte Kommunikationsforschung, kurz GIK, ist ein Gemeinschaftsunternehmen der fünf großen Medienhäuser Axel Springer SE, Bauer Media Group, Funke Mediengruppe, Gruner + Jahr GmbH und Hubert Burda Media. Die Markt-Media-Studie „best for planning“ (b4p) analysiert seit 2013 umfassend die Mediennutzung und das Konsumverhalten von Verbrauchern. Für die Studie 2020 wurden insgesamt 30.469 zufällig per Stichprobe ausgewählte Personen ab 14 Jahren befragt.
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TV ist das meistgenutzte Medium bei Kindern

TV ist das beliebteste Medium von Kindern zwischen drei und 13 Jahren, wie aus einer aktuellen Mediaplus-Studie hervorgeht. Knapp 61 Prozent der Befragten geben an, dass Kinder in ihrem Haushalt jeden Tag fernsehen würden. Dahingegen nutzen nur 35 Prozent täglich am Smartphone. Radio (27 Prozent) und Spielekonsolen (20 Prozent) landen auf Platz drei und vier. Je älter die Kinder, desto mehr Bedeutung gewinnt das Smartphone: Bei den 10- bis 13-Jährigen stehen den 63 Prozent TV-Sehern knapp 57 Prozent mit täglicher Smartphone-Nutzung gegenüber. Beim Angebot von Kinder-Inhalten ist Super RTL an der Spitze: 40 Prozent der Kinder schauen den Sender täglich. Bei den TV-Sendern folgen Kika (36 Prozent) und Disney (23 Prozent). Nimmt man die TV-Plattformen dazu, kommt Netflix mit 24 Prozent auf Platz drei.
Über die Mediaplus-Studie
Die Mediaagentur Mediaplus führte zwischen Juni 2019 und Mai 2020 eine Online-Befragung durch, die den repräsentativen Medienkonsum von Kindern zwischen 3 und 13 Jahren untersucht hat. Befragt wurden hierfür Personen zwischen 14 und 64 Jahren, in deren Haushalt Kinder wohnen. Ingesamt wurden Daten zum Medienverhalten von insgesamt 3.035 Kindern gesammelt.
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