Themenspecial Generation Z

Die GenZ lässt sich am leichtesten beeinflussen

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Online-Werbung hat auf die Generation Z den größten Einfluss. Das geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Advanis hervor. Die Generation ist dementsprechend offen für die Interaktion mit Marken und die Weitergabe ihrer Daten. Auf der anderen Seite ist sie aber kritischer als andere Generationen, was das Teilen von Daten in sozialen Medien angeht.

In der „Across the Ages“-Studie, die das Forschungsinstitut Advanis im Auftrag von Adobe durchgeführt hat, wurden 1.202 deutsche Verbraucher der Generationen Z (bis 23 Jahre), Millennials (24 bis 42 Jahre), X (43 bis 54 Jahre) und Baby Boomer (55 bis 73 Jahre) online befragt.



Ob durch Werbung, Medien oder Influencer – 55 Prozent der befragten Deutschen glauben, dass sich die Generation Z online am wahrscheinlichsten beeinflussen lässt. Dabei liegen Eigen- und Fremdwahrnehmung gar nicht so weit auseinander, denn 62 Prozent der befragten GenZler sind selbst der Meinung, dass sie der am wahrscheinlichsten beeinflussbaren Generation angehören. Und ganze 54 Prozent der GenZler gaben an, offen dafür zu sein, mit Marken in sozialen Netzwerken, Foren oder Messaging-Websites zu interagieren – bei den Baby Boomern sind das nur noch 12 Prozent. Eine ähnliche Diskrepanz zeigt sich bei der Frage nach der Bereitschaft, persönliche Daten für ein besseres Kundenerlebnis weiterzugeben. 62 Prozent der GenZler wären dazu bereit, während dies in der Gen X nur 50 Prozent und bei den Baby Boomern nur noch 43 Prozent sagen.
Die jüngeren Generationen scheinen sich weniger um ihre Daten zu sorgen als die älteren. Wenn es darum geht, welche Daten an Marken weitergegeben werden dürfen, agiert die Gen Z jedoch sicherer als ältere Generationen. So konfiguriert ein Viertel der Gen Zler seine Einstellungen für das Teilen von Daten in sozialen Medien.
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Die jüngeren Generationen scheinen sich weniger um ihre Daten zu sorgen als die älteren. Wenn es darum geht, welche Daten an Marken weitergegeben werden dürfen, agiert die Gen Z jedoch sicherer als ältere Generationen. So konfiguriert ein Viertel der Gen Zler seine Einstellungen für das Teilen von Daten in sozialen Medien.
Diese Ergebnisse können unterschiedlich ausgelegt werden: Für die einen ist die Beeinflussung durch Werbung und Co negativ behaftet, für die anderen ein Zeichen von Aufgeschlossenheit und Neugier. Wo die GenZler aber definitiv die Nase vorne hat ist beim Thema Datenschutz im Internet. Denn wer viel online unterwegs ist, und das schon von Kindertagen an, der weiß oftmals auch über die Gefahren Bescheid, die dort lauern können. So konfigurieren 25 Prozent der befragten GenZler ihre Einstellungen für das Teilen von Daten in sozialen Medien, während dies nur 15 Prozent der Baby Boomer tun.

Insgesamt machen sich 90 Prozent der befragten Deutschen Sorgen, ob ihre Daten vertrauensvoll behandelt werden. Vor allem fürchten sie sich dabei vor dem kriminellen Missbrauch ihrer Daten. Auch hier zeigt sich die Generation Z mit 37 Prozent leicht kritischer als die Baby Boomer mit 34 Prozent – und das, obwohl 62 Prozent der GenZ ihre persönlichen Daten gegen ein verbessertes Kundenerlebnis austauschen würden. Um dem Misstrauen entgegenzuwirken, würde in vielen Fällen schon Transparenz auf Seite der Unternehmen reichen. So wünschen sich 27 Prozent der GenZler und 34 Prozent der Baby Boomer, dass Marken ihnen einfach und verständlich erklären, was sie mit ihren Daten vorhaben.
Erscheint eine Anzeige in einem minderwertigen oder anstößigen Umfeld, dann geben durchschnittlich 29 Prozent aller Befragten der Marke die Schuld daran.
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Erscheint eine Anzeige in einem minderwertigen oder anstößigen Umfeld, dann geben durchschnittlich 29 Prozent aller Befragten der Marke die Schuld daran.
Neben der Transparenz sollten Marken außerdem auf das Werbeumfeld achten. 29 Prozent aller Befragten sind nämlich der Meinung: Erscheint eine Anzeige in einem minderwertigen oder anstößigen Umfeld, dann ist das die Schuld einer Marke. Für eine solche negative Erfahrung würden 39 Prozent der Baby Boomer und 15 Prozent der Generation Z ein Unternehmen abstrafen, indem sie ihm keine Daten mehr zur Verfügung stellen.


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