Studien der Woche

YouGov & Sinus-Institut / Integral Ad Science / KPMG & IFH Köln / EarsandEyes / Mintel

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Diese Woche geht es um die Rettung der Meere, Datenschutz und gefälschte Produkte. Außerdem: Wohin mit den Daten vom Fitness-Tracker? Was ist in der Corona-Krise wichtiger geworden?

Weltmeere

78 Prozent der Befragten machen sich Sorgen um den Zustand der Ozeane. Zudem erwarten 55 Prozent, dass sich der Zustand der Meere in den nächsten zehn Jahren verschlechtern wird, nur zwölf Prozent hoffen auf Verbesserungen in diesem Zeitraum. 79 Prozent wollen ihr Konsumverhalten ändern, um Plastikmüll zu reduzieren. Betrachtet man die Ergebnisse in Verbindung mit den Sinus-Milieus® zeigt sich, dass 88 Prozent der Anteil im Milieu der Sozialökologischen ihr Konsumverhalten wahrscheinlich ändern wollen. 83 Prozent sind es im Milieu der Expeditiven - das sind Menschen, die stark individualistisch geprägt sind und sich als urbane, kreative und kulturelle Avantgarde verstehen. Vergleichbar hohe Absichten äußert auch das Milieu der Adaptiv-Pragmatischen (83 Prozent), die moderne junge Mitte der Zukunft.
Zur YouGov-Studie in Kooperation mit dem Sinus-Institut >>


Datenschutz
91 Prozent der Befragten in Deutschland ist die Privatsphäre überaus wichtig, wenn sie im Netz unterwegs sind. Dass Unternehmen auf ihren Websites und Apps dennoch ihre Daten zu Werbezwecken sammeln, sind sich 83 Prozent durchaus bewusst. 58 Prozent wollen dagegen aktiv etwas tun und sieht sich selbst in der Verantwortung, seine Daten vor diesem Zugriff zu schützen. Als bevorzugte Datenschutzmaßnahmen haben sich insbesondere die regelmäßige Löschung von Cookies (56 Prozent) und des Browserverlaufs (45 Prozent), Ad Blocker (42 Prozent) sowie der Einsatz des Inkognito-Modus (36 Prozent) etabliert. Für relevante und personalisierte Werbung wäre man am ehesten beim Shopping (49 Prozent), Video Streaming (42 Prozent) und beim E-Mailing/Messaging (41 Prozent) dazu bereit, Daten von sich preiszugeben.
Zur „Consumer Privacy Survey“ von Integral Ad Science (IAS) >>

Produktpiraterie
34 Prozent der Befragten geben an, in der Vergangenheit schon einmal ein gefälschtes Markenprodukt gekauft zu haben. Dabei wussten 19 Prozent bereits vor dem Kauf, dass es sich um eine Fälschung handelt, 14 Prozent waren unwissend. Der am häufigsten genannte Ort für den Kauf von gefälschter Ware ist dabei der Urlaubsort. Rund drei Viertel der Befragten erwarten jedoch, auch im Internet auf Produktfälschungen zu stoßen. Dabei gibt knapp die Hälfte derer, die wissentlich Fälschungen von Markenprodukten gekauft haben, an, im Endeffekt doch lieber das Originalprodukt gekauft zu haben. Aber nur 23 Prozent sagen, sie hätten ein schlechtes Gewissen gehabt, ein gefälschtes Produkt gekauft zu haben.
Zum Consumer Barometer von KPMG und IFH Köln >>


Fitness-Tracker
80 Prozent der Befragten, die Fitness-Trackern nutzen, sind bereit, ihre Gesundheitsdaten mit Dritten zu teilen. Doch die Teilungsbereitschaft erfolgt nicht bedingungslos. Voraussetzung für eine Übermittlung ist dabei für 57 Prozent die Sicherheit der Daten beim Empfänger. 44 Prozent wiederum würden ihre Gesundheitsdaten nur gegen einen angemessenen finanziellen Ausgleich zur Verfügung stellen. Des Weiteren würden 55 Prozent der sportlich-aktiven Befragten ihrem Hausarzt die erhobenen Daten übermitteln, 30 Prozent würden auch ihre Krankenkasse einschließen. Bei dem Kreise, der sich seltener als einmal wöchentlich sportlich betätigt, liegt die Bereitschaft elf beziehungsweise zehn Prozentpunkte niedriger.
Zur Studie von EarsandEyes >>

Prioritäten
Der Kontakt zu Freunden und Familie nimmt aktuell eine größere Priorität ein als noch vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie. Dem stimmen 57 Prozent der Befragten in Großbritannien, 55 Prozent in Frankreich, 47 Prozent in Italien und 46 Prozent in Spanien zu. Die Befragten in Deutschland (38 Prozent) und Polen (34 Prozent) sind vergleichsweise am wenigsten dazu geneigt, sich wieder mehr um ihre Familie und Freunde zu kümmern. Während des Lockdowns erfuhr zudem das Thema gesunde Ernährung vor allem für die Befragten in Frankreich (37 Prozent) eine höhere Priorität, gefolgt von 34 Prozent in Italien, 31 Prozent in Großbritannien, jeweils 29 Prozent in Polen und Spanien. In Deutschland wurde gesunde Ernährung nur für 22 Prozent der Befragten wichtiger.
Zur Studie von Mintel >>
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